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Die Hanseschule Oedeme wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. Die Zahl bildeten Schüler jüngst auf dem Schulhof. Foto: be

Jubiläum bringt alte Schulbands zusammen

Lüneburg. Die Hanseschule Oedeme feierte jüngst ihren 50. Geburtstag. Ein großes Schulfest begann mit einem Sternmarsch, bei dem jede Klasse ein Puzzelteil mitg ebracht hat. Dazu mussten die Mädchen und Jungen verschiedene Rätsel lösen. Nach der Wanderung bauten die Klassen jeweils Stände mit Aktionen auf, es gab unter anderem eine Gruselbahn, einen Darts-Stand und natürlich Essen und Getränke-Stände. In der Mensa fand auf Wunsch der Schüler eine kleine Disco statt.

Ein Blick zurück

Angefangen hatte die Schule 1969 mit nur vier Jahrgängen von der 5. bis zur 8. Klasse. Damals waren bis zu 40 Schüler in einer Klasse und es gab insgesamt nur sieben Lehrer, allesamt Männer, die alle Kinder beaufsichtigten. Die einzige Frau, die damals an der Schule arbeitete, war die Sekretärin. Außerdem gab es sonnabends Unterricht, Mädchen und Jungen wurden im Sportunterricht noch getrennt. Erster Rektor war Kurt Tobinsky von 1969 bis 1980. In sein letztes Amtsjahr fiel die Einführung der Orientierungsstufe, bei der Kinder erstmal zusammen lernen konnten und erst in der 7. Klasse in die drei Schulformen aufgeteilt wurden. 2004 wurde diese Regelung wieder abgeschafft.

Vielfalt ist Markenzeichen

Heute werden an der Hanseschule Oedeme 634 Schüler in 32 Klassen unterrichtet. „Das Besondere an unserer Schule ist die große Vielfalt an unterschiedlichen Kindern, die hier zusammen lernen“, stellt Schulleiterin Viola Fischer fest. „Wir haben 100 Inklusionsschüler, Kinder aus den verschiedenen Gemeinden und aus der Stadt. Das bringt eine gewisse Heterogenität, die die Schule auszeichnet.“

Zu der offiziellen Jubiläumsfeier kamen dann neben geladenen Gästen viele ehemalige Lehrer, umrahmt wurde der Tag von einem kleinen Musikprogramm. Abends jedoch begann die sogenannte „Ehemaligenfeier“ für alle früheren Schüler der Hanseschule Oedeme. Bettina Küntzel, an der Schule seit 18 Jahren Musiklehrerin, organisierte den bunten Abend: „Als ich die früheren Schulbands angeschrieben habe, mit denen ich früher viel Musik gemacht habe, waren die alle ganz begeistert. ‚Ja klar kommen wir‘, haben sie gesagt, ‚wir bringen unsere alte Band wieder zusammen‘.“ Viele trafen sich nach zehn Jahren oder mehr zum ersten Mal wieder. Die Ehemaligen kamen von überall her: aus Bayern, Erfurt, Hamburg, Berlin – einer gar extra aus Portugal.

von Lorena Zapke