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Entkusseln
Die Hamburgerin Regina Meinecke packte kräftig mit an. Sie hatte in der Landeszeitung von der Aktion gelesen. (Foto: bau)

Voller Körpereinsatz für die Heide

Amelinghausen. Die Freude über die gute Resonanz war Organisator Wolfgang Koltermann deutlich anzumerken. Rund 30 Teilnehmer beteiligten sich an der Entkusselungsaktion in der Begrüßungsheide, die von Lüneburg aus kommend, auf der rechten Seite kurz vor Amelinghausen ihre Heimat hat. Der Verein Regionale Kulturlandschaft Samtgemeinde Amelinghausen (Regio Kult) hatte zu der Veranstaltung aufgerufen. „Wir haben einiges geschafft“, sagte Koltermann zufrieden. „Es gibt aber noch vieles zu tun“, fügte der Vorsitzender des Arbeitskreises I (Heidepflege) bei Regio Kult an. Er verwies in diesem Zusammenhang auf eine weitere Entkusselungsaktion, die am 9. November, von 13 bis 17 Uhr an gleicher Stelle stattfindet.

Zu Beginn der mehrstündigen Veranstaltung gab Burkhard Jäkel von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Lüneburg hilfreiche Erläuterungen für fachgerechtes Entkusseln. Dabei werden vor allem kleine Bäume, die in der Heide aufwachsen und dadurch die lichtliebende Heide verdrängen, ausgegraben und entfernt. Die Behörde und der Naturpark Lüneburger Heide stellten Arbeitsgeräte für die Teilnehmer bereit.

So wurden in Teamarbeit Birken, Kiefern und Eichen mit ihrem Wurzelwerk ausgegraben. „Werden sie einfach abgeschnitten, wachsen im Folgejahr mehrere Triebe daraus hervor, und das Wurzelwerk vergrößert sich entsprechend“, erklärte Burkhard Jäkel.

Zu den Arbeiten gehörten zudem das Zurückschneiden von mächtigen Ginsterbüschen und die Schaffung einer Sichtachse vom höchsten Punkt zur Heidefläche. An der Aktion beteiligten sich unter anderem Ortwin Harms (Nabu Lüneburg), Maria Biermann (Umweltbeauftragte der Samtgemeinde) sowie Mitglieder des Seniorenclubs Amelinghausen, des MTV Soderstorf, der Heideböcke Amelinghausen, von Regio Kult, vom Heideblütenfestverein, ehemalige Heideköniginnen und mit Leonie Laryea auch die amtierende Majestät.

Bei der Pflege der von der Stiftung Naturschutz Hamburg zur „Blume des Jahres 2019“ gewählten Besenheide half zudem die Hamburgerin Regina Meinecke mit. Sie hatte bei einem Besuch ihrer in Lüneburg lebenden Mutter in der Landeszeitung von der Entkusselungsaktion gelesen und sich spontan entschlossen, daran teilzunehmen. „Das war ein tolles Erlebnis“, sagte sie. bau