Donnerstag , 14. November 2019
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Karl-Heinz Mescheder (Mitglied des Fördervereins der Stiftung) und die Bewohnerinnen des Heimes Rita Müller, Nicole Geil und Rita Ottmann im Snoezelraum (v.l.). Rita Ottmann entspannt sich am liebsten auf dem Wasserbett. Foto: fr

Entspannen mit allen Sinnen

Lüneburg. Rita Ottmann wollte nirgendwo anders hingehen als dorthin: In den neuen Snoezelraum der Stiftung Kühnausche Gründung. Dort streckt sich die Bewohnerin der Stiftung auf dem Wasserbett aus, lauscht leiser Musik und beobachtet ein Lichtspiel an der Wand. Jetzt wurde der neu eingerichtete Entspannungsraum des Wohnheims für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung an der Barckhausenstraße eingeweiht. Gespendet hat ihn der Förderverein der Stiftung.

„,Snoezelen‘ ist ein holländisches Wort“, sagt Christiane Kreye, Leiterin der Tagesförderstelle der Stiftung. Sie erklärt weiter: „Was das Wort bedeutet, hört man schon: Es heißt ,schnuppern‘ und ,dösen‘.“ Der neue Raum im Keller des Hauses ist zum Wohlfühlen und Entspannen mit allen Sinnen da. In einer Wassersäule blubbern Luftblasen, ein Lichtprojektor strahlt helle Punkte an die Wände und ein großes, warmes Wasserbett steht in der Ecke.

Was in diesem Fall besonders wichtig ist: Unter dem Bett befindet sich ein Hebelift, sodass sich auch schwerbehinderte Menschen im Rollstuhl auf das Bett legen können. Demnächst soll dann noch eine Duftlampe hinzukommen.

Neueinrichtung kostete 15.000 Euro

Stefan Kosubek, Leiter der Einrichtung, stellt klar: „Alleine hätten wir diese Investition nicht stemmen können. Wir sind dem Förderverein deshalb sehr dankbar dafür, dass er unsere Arbeit zum Wohle der hier lebenden Menschen mit Behinderungen erneut so stark unterstützt.“ Rund 15.000 Euro steckte der Förderverein in die Entspannungsoase, einen großen Teil davon steuerte die Sparkassenstiftung Lüneburg bei.

Der zwanzig Mitglieder starke Förderverein wurde im Jahr 2011 gegründet und unterstützt die Einrichtung seitdem mit allem, woran Bedarf ist. Nach der Anschaffung eines behindertengerechten Kleinbusses und eines Paralleltandems war es nun Zeit für eine neue Gestaltung des Snoezelraumes – die alte Einrichtung war bereits zwanzig Jahre alt. Vereinsvorsitzender Friedrich Klemme sagt: „Wir leben davon, Mitdenker zu bekommen, wie wir zu Sponsorengeldern kommen.“ Wer interessiert sei, den Verein zu unterstützen, könne sich auf www.kuehnau-foerderverein.de informieren.

Von Franziska Ruf