Donnerstag , 14. November 2019
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Jens Böther an seinen neuen Arbeitsplatz im Kreishaus. Foto: t&w

Böther macht Elbbrücke jetzt „zur Chefsache“

Lüneburg. Tee statt Kaffee, HSV statt St. Pauli, CDU statt SPD – Jens Böther unterscheidet sich von seinem Vorgänger Manfred Nahrstedt in Punkten, die für eini ge durchaus entscheidend sind. Beim Amtsantritt vermittelte der neue Landrat am Freitag in seinem ersten Pressegespräch aber auch den Eindruck, vieles so fortsetzen zu wollen, wie es Kreispolitik und -verwaltung zuletzt angeschoben haben.

In einem Punkt blitzte aber Böthers Leidenschaft bereits deutlich auf. Den Bau der Elbbrücke macht er „zur Chefsache“: „Es ist jetzt wichtig, dass wir ins Handeln kommen.“ Eine Million Euro sind 2020 für das Planfeststellungsverfahren vorgesehen. „Viele Menschen setzen da große Hoffnungen in mich“, weiß Böther und verspricht, „alles dafür zu tun, was in meiner Macht steht.“ Die Umsetzung seines Wahlversprechens sei „eine Messgröße“, wenngleich das Projekt nicht in seiner ersten Wahlperiode bis 2026 abgeschlossen werden könne.

„Das kriegen wir hin“

„Erfolgreich in die Nutzung bringen“ will Böther auch die Arena. Themen wie die Verkehrsanbindung und weitere Abstimmungen mit dem Betreiber will er jetzt angehen. „Das kriegen wir hin“ ist er überzeugt. Dieses Projekt sei zwar „unglücklich gelaufen“, aber es „stellen nur ganz wenige Menschen infrage“. Als „zweiten Strang“ bezeichnete Böther die Aufarbeitung der Fehler. Er rechnet damit, dass hier „in den nächsten Wochen“ eine erste Analyse vorliegt. Auf der Basis müssten dann die Konsequenzen geprüft werden.

Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr, neuer bezahlbarer Wohnraum und eine konsequente Digitalisierung – diese drei Gebiete sind für Jens Böther entscheidend, damit sich der Landkreis positiv entwickelt. Die Zeichen stünden weiter auf Bevölkerungswachstum, dafür müssten die Voraussetzungen geschaffen werden.

Terminkalender ist bereits „rappelvoll“

Seine bisherigen Mitarbeiter im Bleckeder Rathaus hatten ihm zum Abschied einen Rundflug über den Landkreis geschenkt, den er in dieser Woche antrat. Jetzt will Böther Basisarbeit leisten und sich in den nächsten Tagen bei der rund 700-köpfigen Belegschaft im Kreishaus vorstellen. Der Terminkalender sei bereits „rappelvoll“. Innerhalb des ersten Jahres will er auch alle Samtgemeinden besuchen und sich mit den haupt- und ehrenamtlichen Bürgermeistern austauschen. Die Bürgersprechstunden im Kreishaus und im Amt Neuhaus soll es weiterhin geben. Den ersten Dialog absolvierte der neue Landrat gleich an seinem ersten Arbeitstag und beantwortete Fragen der LZ-Leser.

Von Marc Rath