Aktuell
Home | Lokales | Das lange Warten auf den Kreisel bei Ochtmissen
Die Einmündung des Wilhelm-Hänel-Weges auf die Hamburger Straße: Hier soll ein Kreisel entstehen.

Das lange Warten auf den Kreisel bei Ochtmissen

Lüneburg. Die Frage beschäftigt Ochtmissen seit Jahrzehnten: Gibt es nicht eine bessere Möglichkeit, um mit dem Auto vom Wilhelm-Hänel-Weg auf die vielbefahrene Hamburger Straße zu gelangen, statt ewig zu warten, bis sich eine Lücke auftut? Ortsbürgermeister Jens-Peter Schultz (SPD) hat ein gutes Gedächtnis, kann sich daran erinnern, dass schon 1991 eine Anfrage dazu in den politischen Gremien gestellt wurde. Im Laufe der Jahre flammte das Thema immer wieder auf, schließlich wurde eine Ampellösung verworfen, ein Kreisel soll her. Der ist längst beschlossen, im aktuellen Haushalt ist Geld dafür vorgesehen. Deshalb wundern sich viele Einwohner, warum dort wenige Wochen vor Jahresende noch nichts passiert ist.

„Die Frage kommt immer wieder“, bestätigt der Ortsbürgermeister. Er findet, dass die Einwohner ein Recht darauf haben, zu erfahren, warum es nicht vorwärtsgeht, er hat also eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt, „damit die das mal vernünftig erklärt“. Doch im Rathaus gibt man sich da äußerst reserviert, die Frage, ob noch 2019 begonnen wird, beantwortet Sebastian Koepke-Millon aus dem Presserat lediglich ausweichend: „Für 2020 sind 250 000 Euro im Haushaltsplanentwurf vorgesehen, um den Kreisel zu realisieren.“ Kein Wort, was mit dem für 2019 eingeplanten Geld passiert, warum es nun erst später was mit dem Kreisel werden soll.

Schultz vermutet: „Vielleicht findet die Stadt keine Baufirmen, das Problem haben ja viele Kommunen. Oder sie hat es wegen aktueller Baustellen rund um Ochtmissen wie auf der A39 verschoben.“ Doch es sind Spekulationen. Die Bürger Ochtmissens müssen sich gedulden, was den Bau und was die Gründe für die Verzögerung angeht. Die Stadtverwaltung will die Frage partout erst in der Ortsratssitzung am Montag, 11. November, (19.30 Uhr im Vereinsheim des OSV) beantworten. Aber das Warten kennen die Ochtmisser ja vom Einfädeln auf die Hamburger Straße…

Von Alexander Hempelmann