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Yvonne Hobro leitet beim Landkreis Lüneburg nun den Fachbereich Soziales. Foto: t&w

„Wir kümmern uns um Menschen“

Lüneburg. Gleich zwei neue Gesichter gibt es in der Führungsspitze der Verwaltung des Landkreises Lüneburg: Nicht nur der neue Landrat Jens Böther übernahm zum Anfang des Monats seinen neuen Posten (LZ berichtete), als Leiterin des Fachbereichs Soziales wurde auch Yvonne Hobro in ihr neues Amt eingeführt. Hobro (50) ist Nachfolgerin von Martin Wiese, der sich in den Ruhestand verabschiedete. Wiese bleibt bis Jahresende aber Geschäftsführer der Gemeinnützigen Bildungs- und Kulturgesellschaft Hansestadt und Landkreis Lüneburg mbH.

Yvonne Hobro ist „waschechte“ Lüneburgerin. Sie wurde hier geboren, ging in Lüneburg zur Schule, machte an der Herderschule ihr Abitur, ehe sie an der Universität Hamburg Jura studierte. Nach dem ersten Staatsexamen folgte das Referendariat im Bereich des Oberlandesgerichts Celle.

Die neue Fachbereichsleiterin arbeitete als Rechtsanwältin, hielt Vorlesungen an der Universität Lüneburg, war als Tagesmutter aktiv, dann leitete sie für mehrere Jahre ein Tiefbauunternehmen. In den vergangenen 14 Jahren war sie im Baudezernat der Stadt Lüneburg als Juristin und Stabsstellenleiterin für Bauverwaltungsmanagement tätig.

Verantwortlich für rund 180 Mitarbeiter

„Wir kümmern uns um Menschen. Wir sorgen dafür, dass Menschen mit besonderen Belastungen und in besonderen Situationen Unterstützung bekommen“, umschreibt Yvonne Hobro ihren neuen Aufgabenbereich. Sozialhilfe und Wohngeld, Senioren und Behinderte, Gesundheit, Jugend und Familie, dazu Jugendhilfe und Sport gehören dazu, etwa 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Fachbereich tätig.

„Ich wollte noch einmal etwas ganz Neues machen“, begründet Yvonne Hobro ihren Schritt vom Lüneburger Rathaus ins Lüneburger Kreishaus. Ein Problem beim Umstieg vom Bau- in den Sozialbereich sieht sie dabei nicht – öffentliches Recht sei in beiden Bereichen anzuwenden und das sei ihr Metier als Volljuristin. Hobro ist außerdem ausgebildete Mediatorin: „Das kommt mir in Konfliktgesprächen sehr entgegen.“ Im sozialen Bereich habe sie sich zudem in den vergangenen Jahren intensiv privat engagiert, habe Erfahrungen in der Schulelternarbeit und als Mitglied im Vorstand ihrer Kirchengemeinde.

Sie treibt Sport, bastelt, kocht und backt

Eine ihrer großen Aufgaben sieht die neue Fachbereichsleiterin darin, „ein hinreichendes Angebot für Ältere zu schaffen und zu kommunizieren“. Außerdem in der Integration ausländischer Mitbürger und in den Hilfen für psychisch Erkrankte. „Insgesamt übernehme ich eine bereits sehr gut aufgestellte Verwaltungseinheit“, sagt Yvonne Hobro.

Bleibt neben Arbeit und Familie noch Zeit, geht die Lüneburgerin ihren Hobbies nach – sie treibt Sport, bastelt, kocht und backt. Auf Trab hält sie aber auch ein haariger Geselle: Carlos, ein spanischer Wasserhund, gehört seit Kurzem zur Familie.

Von Ingo Petersen