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Straßenbau
Für das ehemalige Lucia-Gelände gibt es Pläne, die eine andere Verkehrsanbindung erfordern. Der Einmündungsbereich der Dahlenburger Landstraße/Am Schützenplatz soll deshalb umgebaut werden und eine Ampel bekommen. (Foto: t&w)

Weichenstellung für Lucia-Gelände

Lüneburg. Noch steht der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan zum Neubaugebiet Am Wienebütteler Weg aus. Doch wenn der Rat im kommenden Jahr grünes Licht gibt, kann mit der Umsetzung des Wohngebietes begonnen werden. Die Stadt ist Eigentümerin der Flächen und übernimmt dort die Erschließung. Allein für Straßenplanung und -bau, Einmessung von Grundstücken, Grünplanung einschließlich Spielplätzen geht der Fachbereich Straßen- und Ingenieurbau nach grober Schätzung von 8,3 Millionen Euro aus. Das Geld wird in Portionen bis 2024 in den jährlichen Etats der Stadt eingesetzt sein. Im Etatentwurf 2020 stehen 800 000 Euro. Ein Posten von mehreren, die Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau, im Bauausschuss erläuterte.

Projekt von der Bahn Jahr um Jahr geschoben

Allein für die laufende Unterhaltung von Straßen, Radwegen, Brücken und Ampeln werden im kommenden Jahr insgesamt rund 1,1 Millionen Euro an Sach- und Dienstleistungen fällig. Erheblich mehr Geld wird für den Ausbau von Straßen eingeplant. Dabei ist aber nicht immer klar, ob die geplanten Projekte auch umgesetzt werden. Ein Beispiel ist der Neubau der Brücke über die Bleckeder Landstraße inklusive Straßen- und Kanalausbau. Bereits vor sechs Jahren hieß es: Nun geht es los. Doch dann wurde das Projekt von der Bahn Jahr um Jahr geschoben. Dabei wäre dringend Handlungsbedarf, was die Kanalsituation angeht. Denn bei Starkregen steht die Bleckeder Landstraße in Höhe der Brücke stets tief unter Wasser. Uta Hesebeck erklärte im Bauausschuss, dass die Bahn mitgeteilt habe, der Planfeststellungsbeschluss solle im Oktober 2021 sein, ein Jahr später sei der Baubeginn geplant. Die Stadt beziffert ihren Anteil an den Kosten mit rund 13,4 Millionen Euro, hofft auf Fördermittel von rund 8 Millionen Euro. Im Etatentwurf 2020 sind 100 000 Euro für Planungskosten vorgesehen.

Machbarkeitsstudie für Radwegbrücke zur Arena

Im östlichen Teil des ehemaligen Lucia-Geländes sollen ein Hotel, Märkte, Büros und Wohnungen entstehen. Dem Entwurf des Bebauungsplanes hatte die Politik bereits zugestimmt. Im Rahmen der Erschließung soll nun der Einmündungsbereich Dahlenburger Landstraße/Am Schützenplatz umgebaut werden und eine Ampelanlage erhalten. Außerdem soll die Radwegeverbindung verbessert und die Busspur verlängert werden. An den Gesamtkosten von 600 000 Euro ist die Stadt mit 396 000 Euro beteiligt.

Eine Machbarkeitsstudie für eine Radwegbrücke zur Arena an der Lüner Rennbahn sei in Auftrag gegeben. Denn die Querung geht durch FFH- und Landschaftsschutzgebiet. Die Frage ist, ob die vorhandene Brücke auch für Radverkehr genutzt werden kann oder eine neue entstehen soll. Anfang 2020 werden Ergebnisse erwartet, kündigte Hesebeck an. Die Brücke ist mit 1,03 Millionen Euro veranschlagt, die Stadt geht von Fördermitteln und Zuschüssen vom Kreis in Höhe von 700 000 Euro aus. In den Etatentwurf für 2020 sind 100 000 Euro eingestellt.

Weitere für 2020 geplante Projekte in Kürze:

  • Das Wasserspiel auf dem Platz Am Sande soll kommen. Geplante Kosten 200 000 Euro, abzüglich geplanter Einnahmen in Höhe von 38 000 Euro.
  • Bau einer neuen Zu- und Abfahrt für die Feuerwehr Rettmer: 15 000 Euro.
  • Der Bahnübergang „Auf der Hude“ muss signaltechnisch ertüchtigt werden: 45 000 Euro.
  • Trinkwasserspender sollen an drei oder vier Standorten in der Innenstadt/Kurpark sowie einer auf dem Kreideberg installiert werden: 50 000 Euro.

Was 2020 zur Unterhaltung und in den Ausbau von Radwegen investiert werden soll, wird im Verkehrsausschuss am Mittwoch, 27. November, vorgestellt.

Von Antje Schäfer