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Handyparken
Andreas Fahrenkamp, Service-Techniker der Firma LVT Deutschland UG (l.), und Michael Anders vom städtischen Ordnungsamt nehmen den ersten neuen Parkscheinautomaten an der Ilmenaustraße in Augenschein. (Foto: Hansestadt Lüneburg)

„Handyparken“ mit minutengenauer Abrechnung

Lüneburg. Im Café sitzen, mit Freunden quatschen und von dort aus ganz bequem mit dem Mobiltelefon den Parkschein verlängern. Das wird bald auch in Lüneburg möglich sein – dank neuer Parktechnik. Die dafür notwendigen Parkscheinautomaten werden derzeit bereits im Stadtgebiet aufgestellt und konfiguriert. „Insgesamt 42 Parkscheinautomaten werden in den kommenden Wochen ausgetauscht“, sagt Michael Anders vom städtischen Ordnungsamt.

Parallel ist die Hansestadt in Gesprächen mit möglichen Anbietern für das sogenannte „Handyparken“. „Wir hoffen, dass wir im ersten Quartal des kommenden Jahres damit starten können.“ Per App kann der Parkende dann seine Parkzeit verwalten, das heißt innerhalb der Höchstparkdauer die Parkzeit verlängern oder auch bei Bedarf verkürzen. „So wird eine minutengenaue Abrechnung möglich“, erklärt Anders. Die Abrechnung der Gebühren erfolgt je nach Anbieter zum Beispiel über die Mobilfunkrechnung, Lastschriftverfahren oder PayPal. Wer sein Ticket ganz klassisch am Automat ziehen will, kann das natürlich weiterhin. Bezahlt wird dann mit Münzgeld oder mit der EC-Karte.

Angetrieben werden die modernen Automaten ebenso wie ihre Vorgänger durch eine Solarzelle, die die Batterie im Gerät regelmäßig auflädt. Betreiber ist die Firma LVT Deutschland UG mit Sitz in Nienburg/Weser. Deren Mitarbeiter kümmern sich im Auftrag der Hansestadt um die Wartung der Geräte sowie die gesamte Abwicklung der Parkraumbewirtschaftung. Die Kosten für die neue Technik belaufen sich auf 146 000 Euro im Jahr. Die alte Gerätegeneration stammte aus dem Jahr 2001 und musste dringend erneuert werden. lz