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In den alten Ställen und Hofgebäuden des Rehrhofes werden am 1. Advent mehr als 120 Aussteller ihre selbst hergestellten und handgemachten Werke präsentieren. Doris und Jürgen Vogt freuen sich auf die 20. Auflage, bei der Lichtkünstler Wolfgang Graemer die historischen Gebäude, die alten Eichen und Linden in wundervolles Licht tauchen wird. Foto: bau

Zusatzschichten durch ungebetene Gäste

Rehrhof. „Dass sich unser Weihnachtsmarkt auf dem Rehrhof zu einer solchen Größenordnung entwickeln würde, war nicht vorherzusehen“, sagen Doris und Jürgen Vogt .

Als die Besitzer des historischen Gutshofes gemeinsam mit dem ehemaligen Revierförster Jürgen Koch die Veranstaltung in der Gemeinde Rehlingen im Jahr 2000 ins Leben riefen, war das Programm überschaubar: Hornmusik, Drehorgel, Gesang durch den Männerchor Amelinghausen, 28 Aussteller, ein Kinderkarussell und einen kleinen Glühweinstand gab es.

Heute sieht das ganz anders aus – und zur 20. Auflage findet der Adventsmarkt am 30. November und 1. Dezember erstmalig sogar über zwei Tage statt.

Mehr als 120 Aussteller

Das wiederum sorgt für emsiges Treiben bei Familie Vogt und ihren vielen fleißigen Helfern. „Ohne diese Unterstützung wäre das alles in der Form nicht möglich“, sagt Jürgen Vogt. Er hatte mit seinem Team die Tage noch mit nicht eingeplanten „Gästen“ ungewollte Zusatzschichten zu absolvieren. Wildschweine hatten die für die mehreren tausend Besucher als Parkfläche vorgesehenen Wiesen vor dem Gutshof in zwei Nächten kräftig umgegraben. „Wir haben die Löcher wieder gewalzt und einen Elektrozaun um die Fläche herum aufgestellt“, sagt Vogt.

In diesem Jahr erleuchtet der Rehrhof mit seinen 25 Fachwerkgebäuden schon am Tag vor dem 1. Advent ab 11 Uhr in weihnachtlichem Glanz. Zur gleichen Zeit beginnt auch am Sonntag das große weihnachtliche Spektakel. In den alten Ställen und Hofgebäuden werden mehr als 120 Aussteller ihre selbst hergestellten und handgemachten Werke präsentieren.

Eine besondere Atmosphäre

Erneut sind viele Vereine und Einrichtungen mit Ständen für den guten Zweck vertreten. Ein besonderes Highlight wartet auf die Besucher an beiden Tagen: Zum 20-jährigen Jubiläum illuminiert der Lüneburger Lichtkünstler Wolfgang Graemer die historischen Gebäude, die alten Eichen und Linden und taucht sie zu Beginn der „blauen Stunde“ am Nachmittag in wundervolles Licht.

„Das sorgt nochmals für eine besondere Atmosphäre, darauf freuen wir uns auch sehr“, sagt Jürgen Vogt. Graemer und sein sechsköpfiges Team werden dabei über zwei Tage an die 300 Scheinwerfer aufbauen und mehrere Kilometer Kabel verlegen. bau