Donnerstag , 5. Dezember 2019
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Irritationen ausgelöst hat die Buslinie 5011 mit Blick auf den neuen Nahverkehrsplan. Die Taktzeiten im Fahrplan stimmten nicht mit den Ankündigungen des Landkreises überein. Foto: t&w

Linie 5011 im falschen Takt

Lüneburg. Die Telefon-Hotline des Landkreises Lüneburg zum „Konzept Lünebus“, dem neuen Nahverkehrsplan für die Hansestadt und den Landkreis, wird rege genutzt. Zahlreiche E-Mails gehen beim Landkreis ein, und auch bei der Landeszeitung. Es gibt viel Kritik an den neuen Regelungen, die zum 1. Dezember in Kraft treten sollen, auch manches Lob. Der am häufigsten angebrachte Kritikpunkt, der die Stadtbuslinie 5011 betrifft, ist aber mittlerweile aufgeklärt.

Zahlreiche Busnutzer aus den Bereichen Rettmer und Häcklingen hatten beklagt, dass die Linie 5011 zwischen dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Lüneburg und Rettmer – anders als angekündigt – auch zu den Hauptverkehrszeiten (6 bis 8 Uhr, 16.30 bis 18.30 Uhr) nicht im 15-Minuten-Takt, sondern nur noch im 30-Minuten-Takt, fährt. Gegenüber dem bisherigen Zustand, noch fährt der Bus im 20-Minuten-Takt, also eine Verschlechterung.

Fehler ist erst jetzt bemerkt worden

Als „Fake-News“ bezeichnete ein Busnutzer die Information über die neue Regelung, eine „deutliche Verschlechterung“ erkannte ein anderer, dass viele Nutzer auch für kurze Strecken „wieder auf den Pkw zurückgreifen“ würden, fürchtet ein weiterer. Die Lösung des Rätsels „5011“ lieferten jetzt Landkreissprecherin Katrin Holzmann und Merle Rahmann vom Fachdienst Schule und Kultur des Landkreises.

Bei der Umstellung habe es einen Fehler gegeben: Bei der Linie 5011 im Stadtverkehr von Rettmer und Häcklingen in Richtung ZOB wurde in der Hauptverkehrszeit versehentlich ein 30-Minuten-Takt statt des vorgesehenen 15-Minuten-Takts eingesetzt, der Fehler sei erst jetzt bemerkt worden. „Wir versuchen hier, den 15-Minuten-Takt so schnell wie möglich umzusetzen“, verspricht Erster Kreisrat Jürgen Krumböhmer, „uns ist bewusst, dass ausgerechnet auf dieser Linie viele Menschen von der Änderung betroffen sind.“ Sobald Busse und Personal vorhanden sind, soll der Takt wie geplant, nämlich zu den Hauptverkehrszeiten im 15-Minuten-Takt, laufen und so auch eine Verbesserung für die südlichen Stadtteile erreicht werden.

15-Minuten-Takt erst im nächsten Jahr

Aber, so heißt es vom Landkreis: Es sei nicht mehr möglich, den 15-Minuten-Takt für die Linie 5011 in den Hauptverkehrszeiten bis zum 1. Dezember einzurichten. Katrin Holzmann: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran.“ Versucht werde, den 15-Minuten-Takt nach den Weihnachtsferien ab Dienstag, 7. Januar 2020, einzuführen. Spätestens soll das aber zum Beginn des zweiten Schulhalbjahrs, Anfang Februar, der Fall sein.

Weitere Kritikpunkte, die beim Landkreis eingehen, werden dort von den zuständigen Mitarbeitern gesammelt und dann bearbeitet, erklärt Pressesprecherin Holzmann.

Von Ingo Petersen

Zur Sache

Kreis-Hotline

Die neuen Fahrpläne für den Busverkehr in Hansestadt und Landkreis Lüneburg treten zum 1. Dezember in Kraft, der neue Fahrplan des Hamburger Verkehrsverbunds, der auch den Zugverkehr und den überregionalen Busverkehr enthält, zum 15. Dezember. Informationen zu den neuen Plänen gibt es im Internet unter www.lünebus.de, außerdem über die HVV-App. Näheres dazu unter www.hvv.de.

Auf Papier ist der neue Fahrplan ab sofort erhältlich – unter anderem bei der KVG-Bus-Info im Glockenhof und am Bahnhof Lüneburg. Fragen zum Konzept Lünebus beantworten Landkreismitarbeiter über luenebus@landkreis-lueneburg.de oder unter (04131) 261040 (montags bis donnerstags, 8 bis 16 Uhr, freitags, 8 bis 13 Uhr).

Flexibel mit Rufbus und ASM

Infos zum neuen Verkehrskonzept (Teil 3)

Lüneburg . Am Sonntag, 1. Dezember, soll der neue Nahverkehrsplan für die Hansestadt und den Landkreis in Kraft treten – unter dem griffigen Titel „Konzept Lünebus“. Bis zum Sonnabend stellen wir in vier Teilen die grundlegendsten Änderungen im neuen Plan vor. Heute geht es um das RufMobil und das Anruf-Sammel-Mobil.

Mit der Einführung des neuen Nahverkehrsplans soll das System des RufMobils im Landkreis Lüneburg ausgeweitet werden. Nach einem festen Fahrplan fährt das RufMobil bereits rund um Bleckede, Gellersen, Bardowick und Amt Neuhaus. Als nächste Samtgemeinde soll Ostheide an die Reihe kommen, geplant ist das für das kommende Frühjahr. Die Samtgemeinden Amelinghausen, Ilmenau und Ostheide sollen anschließend folgen. Das RufMobil kann – bis spätestens zwei Stunden vor der geplanten Fahrt – unter (04131) 880777 oder online unter www.kvg-bus.de bestellt werden.

Wer das Anruf-Sammel-Mobil nutzen will, muss künftig beachten, dass die Fahrzeiten der regulären Busse sowohl im Stadtverkehr als auch auf den Regionalen Hauptlinien ab 1. Dezember ausgeweitet werden. Fährt ein Bus, dann fährt das ASM nicht – das betrifft zum Beispiel den Stadtverkehr am Sonntagvormittag. Das ASM kann unter (04131) 53344 bestellt werden. pet

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