Aktuell
Home | Lokales | Bleckede | „Ich hatte ein ganz hervorragendes Willkommen“
Seit dieser Woche ist Dennis Neumann Verwaltungschef der Stadt Bleckede. (Foto: t&w)

„Ich hatte ein ganz hervorragendes Willkommen“

Bleckede. Für Bleckedes neuen Bürgermeister Dennis Neumann wird es ernst: Am Montag hat er sein neues Büro bezogen, jetzt geht es richtig los für Jens Böthers Nachfolger. Neumann (37), Einzelbewerber, unterstützt von SPD und Grünen, hatte sich erst vor gut einer Woche in der Stichwahl gegen seinen Kontrahenten Felix Petersen von der CDU durchgesetzt. Der neue Bürgermeister hatte 68,30 Prozent der Stimmen (2678) bekommen, mehr als doppelt soviel wie Petersen (31,70 Prozent – 1243).

Vorstellungsrunde in den Außenstellen

„Heute Vormittag habe ich noch in der Samtgemeinde Ostheide Übergabe gehabt und bin jetzt das erste Mal richtig im Haus“, berichtet Neumann, der bisher Leiter des Fachbereichs Ordnung und allgemeiner Vertreter von Bürgermeister Norbert Meyer (SPD) in der Ostheide gewesen ist. „Leute kennenlernen, Gesichter behalten, die Abläufe verstehen, das sind jetzt meine ersten Amtshandlungen. Außerdem möchte ich mich natürlich schnell in den Außenstellen wie den Kitas vorstellen.“

Donnerstagabend ist dann Neumanns Amtseinführung, bei der Ratssitzung ab 19 Uhr im Bleckeder Haus wird er offiziell vereidigt.

„Ich hätte gedacht, dass das Endergebnis knapper aussehen würde, gerade weil die CDU nochmal unheimlich Kräfte mobilisiert hat zum Schluss“, sagt Dennis Neumann zu seinem Sieg. „Natürlich ist die Freude darüber, dass es jetzt so ein klares Ding war, umso größer. Dass es da jetzt keine Interpretationsspielräume über meine Legitimation als Bürgermeister gibt, gibt mir gerade für die ersten Monate einen echten Schub.“

Dazu, was er als erstes angehen wird, möchte er sich vorerst nicht äußern. „Ich möchte da noch nichts herausheben, dafür fehlt mir jetzt ganz am Anfang der allumfassende Blick.“ Nun gelte es erstmal zu priorisieren, herauszufinden, was sofort angepackt werden muss und was noch Zeit hat. Ganz oben auf der Agenda: Der Haushaltsentwurf, der im Dezember auf dem Programm steht.
Die größte Herausforderung für ihn? „ Anspruchsvoll werden sicherlich die erforderlichen Schritte zur Sanierung unseres Straßennetzes und der Ausbau der Infrastruktur. Da gibt es viel zu tun und vor allem sind das keine populären Maßnahmen. Da gilt es, die Anwohner mitzunehmen.“

Auf seine neuen Aufgaben und die Kollegen freut sich der gelernte Verwaltungsfachangestellte. „Ich hatte ein ganz hervorragendes Willkommen, meine Sekretärin Michaela Pape hat alles toll vorbereitet und ich wurde herzlich aufgenommen. Ich glaube ich habe schon einen guten Draht zu den Leuten, sowas fühlt man.“ Neumanns Credo: „Wir werden uns sicher nicht über alles einig werden, aber wir können über alles sprechen.“

Von Lea Schulze