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Wolfgang Klose, aktuell Vorsitzender des Guten Nachbarn, wirbt um Spenden für den guten Zweck. Foto: be

Schnelle und umkomplizierte Hilfe

Lüneburg. Es kann eine Krankheit sein, die Scheidung, der Tod eines geliebten Mitmenschen oder die plötzliche Arbeitslosigkeit – es gibt viele Möglichkeiten, plötzlich und unverschuldet in Not zu geraten. Um die ärgste Not zu lindern, gibt es seit mehr als 60 Jahren die Hilfsorganisation Guter Nachbar.

„In der Zeit vor Weihnachten stellen wir immer wieder fest, dass mehr Menschen zu uns kommen, die um Hilfe bitten“, berichtet Wolfgang Klose vom Paritätischen. Er hat in diesem Jahr turnusmäßig den Vorsitz des Guten Nachbarn übernommen. Mit seinen Kollegen freut er sich über die vielen Spenden, die in den letzten Wochen und Monaten beim Guten Nachbarn eingegangen sind. „Und auch Weihnachtsfeiern sind doch eine gute Gelegenheit, einmal für den Guten Zweck eine Dose herumgehen zu lassen“, sagt er.

Gutschein zum Einkauf von Lebensmitteln

Ein Beispiel aus vielen Hundert Fällen, in denen der Gute Nachbar in jüngster Zeit helfen konnte, ist der eines jungen Mannes: Der 30-Jährige war berufstätig, wurde länger krank und bezog Krankengeld. Als die Krankengeldzahlung endete, bekam er eine fristrechte Kündigung durch seinen Arbeitgeber.

Berthold Schweers, Geschäftsführer des Caritasverbands Lüneburg, schildert diesen Fall. Die Agentur für Arbeit konnte den Antrag des jungen Mannes auf Arbeitslosengeld zunächst nicht bearbeiten. Nicht, weil er etwa nicht seinen Pflichten nachkam, sondern, weil der bisherige Arbeitgeber die notwendigen Unterlagen nicht vorlegte.

Um dem Mann zu helfen, sorgte Schweers dafür, dass ein Sozialdienst eingeschaltet wurde, um bei der Beschaffung der Unterlagen zu helfen. Für den Übergang stellte der Gute Nachbar über den Caritasverband einen Gutschein zum Einkauf von Lebensmitteln in Höhe von 50 Euro aus.

Beihilfe von 60 Euro

Auch in diesem Fall konnte der Caritasverband aus Mitteln des Guten Nachbarn helfen: Eine junge Frau geriet nach dem Tod ihrer Mutter in eine schwierige persönliche Situation. Sie musste sich in Behandlung in der Psychiatrischen Klinik Lüneburg begeben, nach der Auflösung ihrer Wohnung flatterte auch noch die Rechnung für eine unerwartet hohe Stromrechnung auf den Tisch.
Der Caritasverband vermittelte mit dem Stromanbieter eine Einigung, der am Ende den Betrag reduzierte und eine Ratenzahlung anbot. Berthold Schweers: „Die junge Frau hat die Ratenzahlung aufgenommen, und der Gute Nachbar hat die Frau mit einer Beihilfe von 60 Euro unterstützt.“

Wie Schweers haben in den letzten Monaten auch seine Kolleginnen und Kollegen des Paritätischen, des Deutschen Roten Kreuzes, der Arbeiterwohlfahrt und der Diakonie vielen Hundert Menschen aus Mitteln des Guten Nachbarn geholfen. Schon seit 1958 unterstützt der Gute Nachbar, dem neben diesen Hilfsorganisationen die Landeszeitung angehört, unverschuldet in Not geratene Menschen.

Von Ingo Petersen

Dank an viele Spender

Sie haben schon großzügig gespendet

In den vergangenen Tagen für den Guten Nachbarn gespendet haben (wenn kein Ort genannt ist, ist der Wohnort Lüneburg, oder er ist nicht genannt): Eva Maria Springmann (30 Euro), Renate Martin (30), Bernd und Rainer Schröder (30), Klaus-Peter und Lydia Fährmann (50), Bodo und Karin Beckmann (50), Bernd und Gabriele Geidel (50), Gerda Böttcher (80), Urte Wasserberg (100), Genoveva Heinrich (100), Hubert Dietrich (100), Horst Meyer (100), Brigitte und Reinhard Roth (Adendorf/200), Elisabeth Saucke (200), Axel Schulz und Brigitte Rathmacher (500), Siegfried und Lotte Gude (20), Gerlinde Godenrath (30), Hannelore Pulst (30), Hubertus Kuhn (50), Michael Harms (50), Günther und Helga Hesse (50), Hilde Unkrig (50), Helmut und Ingrid Schill (50), Wilhelm Meyer (50), Klaus und Marlis Weber (60), Olaf und Heike Trumann (75), Prof. Alfons Kather (100), Catrin und Klaus-Dieter Nowas (100), Gisela und Peter Benson (100), Dirk und Birgit ter Horst (100), Karl-Heinz und Renate Böttger (100), Eckehard und Sabine Täger (100), Dr. Jan Brand (300), Karsten Schuchardt (30), Anette Kersting (50).
Dieter und Margret Neumann (50), Edeltraut Kalek (50), Resi Pottek (100), Joachim Roschmann (100), Rosemarie Harjes (200), Rolf Harjes (300), Eike und Karin Schieder (20), Klaus-Dieter und Inge Warner (25), Dietrich und Gabriele Dickow (50), Christel Schmidt (50), Thorsten Gräntsdörffer und Stephanie Wenk (50), W. + G. Monreal (50), Friedhelm Hinz (100), Bodo und Hildegard Strampe (100).