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Radwegbrücke
Unweit der bereits vorhandenen Querung für die Industriebahn soll die neue Rad- und Gehwegbrücke entstehen. (Foto: t&w)

Anspruchsvolle Querung

Lüneburg. Überlegungen, für Radfahrer und Fußgänger mittels Brücke eine direkte Verbindung zwischen der Goseburg und dem Gewerbegebiet Lüner Rennbahn zu schaffen, gibt es schon lange. Mit dem Bau der Arena Lüneburger Land aber rückte ein solches Projekt wieder stärker in den Fokus, nicht zuletzt, um die Auto-Ströme aus dem Westen der Stadt bei Großveranstaltungen einzudämmen. Nun soll eine Machbarkeitsstudie für eine Brücke auf den Weg gebracht werden.

Erste Überlegungen gehen dahin, die Brücke nördlich der Ilmenauquerung der Bundesstraße 4 zu errichten, „dort, wo die Eisenbahnbrücke ist“, wie Uta Hesebeck im jüngsten Verkehrsausschuss erklärte. Diese Idee und weitere Straßenbauvorhaben hatte die Verwaltung auch bereits im Bauausschuss vorgestellt (LZ berichtete). Dass es sich dabei um ein anspruchsvolles Projekt handelt, daran ließ die Fachbereichsleiterin für Straßen- und Ingenieurbau keinen Zweifel.

Riesige Rampenanlagen für die Auffahrt erforderlich

„Wir haben dort nicht nur ein wertvolles FFH-Gebiet, sondern auch ein Überschwemmungsgebiet“, erläuterte Hesebeck. Zudem sei die Ilmenau auch noch immer eine Bundeswasserstraße, was zur Folge habe, dass eine Mindestdurchfahrthöhe von 4,25 Metern gewährleistet werden müsse. „Das wiederum bedeutet, dass wir riesige Rampenanlagen beiderseits der Brücke einplanen müssen.“ Auch müssten diese Zuwegungen barrierefrei ausgeführt werden, um Fördergelder überhaupt beantragen zu können.

Der Zeitplan, den Hesebeck für die Fertigstellung der Brücke skizzierte, wirkt vor diesem Hintergrund ambitioniert: Bis Ende 2022 sollen die ersten Radler die neue Querung nutzen können. Den Kostenrahmen für Planung und Bau der neuen Querung gab sie mit gut einer Million Euro an, davon sollen 330 000 Euro auf die Stadt entfallen.

  • Als weitere Verkehrsprojekte, die im kommenden Jahr gestartet werden sollen, nannte Hesebeck die Erschließung des ehemaligen Lucia-Geländes von der Dahlenburger Landstraße aus. Geplant sind dabei eine Linksabbiegerspur in die Straße Am Schützenplatz, die Verlängerung der Busspur und die Verbesserung der Radwegeverbindung. Kosten: 600 000 Euro, davon 204 000 Euro Fördermittel.
  • Auch der Kreisverkehrsplatz Hamburger Straße/Wilhelm-Hänel-Weg soll in Angriff genommen und bis 2021 fertiggestellt werden. Kosten: 550 000 Euro, davon 18 750 Euro Fördermittel.
  • 500 000 Euro sind im kommenden Jahr für die Erschließung des Neubaugebiets Wienebütteler Weg vorgesehen. Insgesamt geht die Stadt von 8,3 Millionen Euro für Straßenbau, Grünplanung und Spielplätze bis 2024 aus.
  • Weitere 100 000 Euro sollen in 2020 in den Straßen- und Wegebau fließen, davon allein 60 000 Euro in die Sanierung von Gehwegen. us