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Der Einbrecher hatte sich auf Kirchen, Gemeindebüros und Pfarrhäuser spezialisiert. (Foto: A/t&w)

Uelzener Ermittler überführen Serien-Einbrecher

Lüneburg/Uelzen. Der Einbrecher hat sich spezialisiert: Reihenweise soll er in Gemeindebüros, Pfarrhäuser und kirchliche Kitas eingestiegen sein – zwischen Cuxhaven und Scharbeutz, zwischen Fallingbostel und Stade. Auch im Landkreis Lüneburg kam er zum ungebetenen Besuch: In Betzendorf, Reinstorf und Deutsch Evern soll der 57-Jährige zugeschlagen haben. Jetzt klickten die Handschellen, das Amtsgericht Lüneburg erließ Haftbefehl gegen den Beschuldigten. Das ist ein großer Erfolg für den Uelzener Kriminalermittlungsdienst. Denn die Beamten sahen einen Zusammenhang zwischen zwei Taten im Januar vergangenen Jahres im Kreis Uelzen und übernahmen das Verfahren. Die Ermittler nahmen Kontakt zu anderen Kollegen auf und stellten fest, dass es überall im Norden ähnliche Taten gab. Sie glichen das Vorgehen des Einbrechers ab, stießen dabei auf DNA-Spuren – und landeten Treffer in der Datenbank des Bundeskriminalamtes.

Schäden teurer als Beute

Polizeisprecher Kai Richter berichtet, dass dem Verdächtigen mehr als 40 Taten zur Last gelegt werden. Er hatte es vor allem auf Geld, Schmuck und Briefmarken abgesehen, eine Beute um die 15 000 Euro. Doch die Schäden, die der Täter anrichtete, in dem er etwa Türen aufbrach, liegen wesentlich höher, geschätzt bei rund 40 000 Euro.

Der Mann der im Hamburger Süden zu Hause ist, soll nach LZ-Informationen einschlägig vorbestraft sein. Er soll als spielsüchtig gelten. Bei Durchsuchungen fand die Polizei einen Teil der Beute, anderes dürfte der Beschuldigte versetzt haben. So laufen die Ermittlungen weiter, die Fragen: Gab es noch mehr Tatorte? Wer ist der Hehler?

Von Carlo Eggeling