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Rettungsdienste müssen schnell und bestens organisiert sein. Foto: A/phs

Eigene Abteilung für die Retter

Lüneburg/Winsen. Schnell muss es gehen, zuverlässig muss sie sein und wirksam – die Hilfe im Notfall. Bei einem Herzinfarkt, bei akuter Krankheit, einem Unfall , bei Brand oder Hochwasser sorgen Rettungsdienste, Brand- und Katastrophenschützer für schnelle Hilfe. Der Landkreis Harburg hat die Aufgaben für die Region zwischen Tespe und Tostedt jetzt neu strukturiert und in einer neuen Abteilung „Rettungsdienst, Brand- und Kata-strophenschutz“ zusammengefasst. Die bisherige Abteilung „Ordnung und Zivilschutz“ wurde aufgelöst. Der Landkreis Lüneburg setzt weiter auf die erst 2018 veränderten Strukturen, mit denen man sich „gut aufgestellt“ sieht (siehe Text unten).

Aus dem Harburger Kreishaus in Winsen heißt es zu der vorgenommenen Umstrukturierung: „Die Anforderungen nehmen immer weiter zu, die Aufgaben werden immer komplexer, die Bedeutung nimmt zu.“ Die neue Abteilung mit ihren 29 Mitarbeitern hat ein breites Aufgabenspektrum. Dazu gehört auch die Rettungsleitstelle, die die Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst koordiniert.

40.000 Ereignisse pro Jahr

Dabei geht es pro Jahr um etwa 40.000 Ereignisse, medizinische Notfälle ebenso wie Unfälle oder Feuerwehreinsätze. Leiter der neuen Abteilung „Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz“ ist Konstantin Keuneke. Der 38-Jährige stand bislang an der Spitze der Rettungsleitstelle.

Im Zuge der Umstrukturierung wurden andere Aufgaben der früheren Ordnungsabteilung, etwa das Jagd- und Waffenrecht oder das Staatsangehörigkeits- und Versicherungsrecht, der ebenfalls neu eingerichteten Abteilung „Ordnung und Verbraucherschutz“ zugeordnet.

Annerose Tiedt, als Bereichsleiterin Ordnung beim Landkreis Harburg für den Brand- und Katastrophenschutz verantwortlich, sagt: „Es gehört zu den Kernaufgaben des Staates, den Schutz seiner Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten und Verantwortung für Menschen in Not zu übernehmen.“

Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz

Die Freiwilligen Feuerwehren, die Rettungsdienste, die Polizei und die Hilfsorganisationen stehen zur alltäglichen Hilfe bei Bränden oder Stürmen zur Verfügung und werden im Katastrophenfall – im Landkreis Harburg und auch anderswo – durch die Kreisverwaltung koordiniert und durch Organisationen wie das Technische Hilfswerk unterstützt.

Nach dem Abschied des bisherigen Leiters Ronald Oelkers, der nach 47 Jahren beim Landkreis Harburg in den Ruhestand ging, entschied sich die Harburger Kreisverwaltung dazu, die frühere Abteilung Ordnung neu zu strukturieren. Denn der Aufgabenschwerpunkt hat sich in den vergangenen Jahren immer stärker in die Bereiche Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz verlagert. Gleichzeitig wurden die Aufgaben immer komplexer und fachbezogener.

Technische Entwicklungen sind ein Grund dafür, die stärkere Anbindung der Feuerwehr an die Leitstelle, aber auch die zunehmenden Naturgefahren wie Starkregen, Stürme und Hochwasser als Folge der Klimaveränderungen.

Von Ingo Petersen

Letzte Veränderungen in der Organisation gab es 2018

Lüneburg setzt auf bewährte Strukturen

Keinen Grund für Veränderungen bei Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz für die Region in und um Lüneburg sieht Mirko Dannenfeld, Fachdienstleiter Ordnung beim Landkreis Lüneburg. Er sagt auf Anfrage: „Wir sehen den Landkreis Lüneburg mit unserer Struktur gut aufgestellt. Eine Veränderung wie im Landkreis Harburg ist nicht geplant, da die aktuelle Struktur erst im Jahr 2018 geschaffen wurde.“

Dannenfeld: „Beim Landkreis Lüneburg sind die Themen Rettungsdienst sowie Brand- und Katastrophenschutz im Fachdienst Ordnung angesiedelt.“

Im Herbst 2018 sei innerhalb des Fachdienstes eine neue Führungsebene unterhalb der Fachdienstleitung eingeführt worden, sodass die Themenbereiche jetzt in drei eigenständige Fachgebiete untergliedert sind: „Rettungsdienst“, „Kooperative Leitstelle“ sowie „Brand- und Katastrophenschutz“.

Das vierte Fachgebiet im Fachdienst Ordnung umfasst die „allgemeinen Ordnungsangelegenheiten“, wozu auch die Jagd- und Waffenbehörde gehört. Der Bereich Verbraucherschutz ist beim Landkreis Lüneburg im Fachdienst „Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung“ angesiedelt. Die Aufgaben der Ausländerbehörde nimmt die Hansestadt Lüneburg für den Landkreis wahr.