Aktuell
Home | Lokales | Bardowick | Bagger reißen Schandfleck ab
Am kommenden Montag startet der Abriss des einstigen Supermarktes an der Großen Straße. Foto: be

Bagger reißen Schandfleck ab

Bardowick. Wort gehalten hat der Flecken Bardowick. Nach der Ankündigung im vergangenen September, die Ruine des alten Supermarktes an der Großen Straße im Februar dieses Jahres abreißen zu lassen, folgen jetzt Taten. „Das Abrissunternehmen rückt am kommenden Montag an“, kündigt Michael von Jarzebowski vom Bardowicker Bauamt an.

Auf die bevorstehenden Arbeiten ab dem 24. Februar weisen bereits Schilder im Umfeld des maroden Gebäudes hin. „Los geht es damit, dass das ausführende Unternehmen zunächst einmal das Gelände mit einem Bauzaun sichern wird“, sagt er. Steht der Zaun, starten die Arbeiten.

„Als erstes geht es ins Innere, der ehemalige Supermarkt wird entkernt“, erläutert Michael von Jarzebowski. Für diesen Abbau innen sei ein Zeitfenster von rund zwei Wochen veranschlagt.

Kein Konzept für die Nachnutzung

„Nach Abschluss der Entkernung rollen ab dem 9. März die Bagger an und reißen das Gebäude endgültig ab. Das ist der Planungsstand Stand jetzt.“ Während der Abbrucharbeiten verfüllen die Arbeiter zudem den vorderen Bereich des Areals. „Weil das Gebäude an dieser Stelle unterkellert ist.“

Mit mehr als drei Wochen für den gesamten Abriss rechnet Michael von Jarzebowski indes nicht. „Wenn erst einmal begonnen wurde, dann geht es auch ganz schnell.“ Nach wie vor gebe es kein Konzept für die Nachnutzung des Areals an der Großen Straße. „Der Flecken will nun erst einmal Fakten schaffen und endlich den Schandfleck im Ortszentrum beseitigen.“ Das Gebäude steht seit vielen Jahren leer, für viele Bardowicker ist es schon lange ein unansehnlicher Fleck im historischen Ortsbild.

Wie berichtet, hatte die Gemeinde das Gebäude und das dazugehörige 2000 Quadratmeter große Grundstück für einen sechsstelligen Betrag vom Vorbesitzer gekauft. Sie will die Entwicklung und damit Zukunft des Standortes in die eigene Hand nehmen, nachdem der Versuch gescheitert war, ein Konzept zusammen mit dem Vorbesitzer zu entwickeln.

Gemeindedirektor Heiner Luhmann setzt darauf, mit allen, die von der Umgestaltung des Geländes betroffen sind, ins Gespräch über mögliche Ideen und Planungen zu kommen: zum Beispiel mit Nachbarn und Behörden.

Unbekannte beschädigen öffentliches WC

Von einer anderen Baustelle berichtet von Jarzebowski derweil am Dom. Am vergangenen Wochenende habe es dort einen Fall von Vandalismus gegeben. Folge: das öffentliche WC, das auch Dombesuchern zur Verfügung steht, bleibt außer Betrieb.

„In dem weißen Container haben Unbekannte Waschbecken zerschlagen, Deckel von Spülkästen abgerissen und die komplette Toilettenanlage mit Müll verunreinigt“, berichtet der Mitarbeiter des Bauamtes.

Die Kommune hat bei der Polizei Anzeige erstattet. „Wir lassen die Schäden reparieren. Wie lange das dauert, ist noch offen.“ Leider sei die WC-Anlage nicht zum ersten Mal von Unbekannten verwüstet worden, sagt von Jarzebowski.

Von Stefan Bohlmann