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Arena-Betreiber
Die Baustelle der Eventhalle Arena Lüneburger Land. (Foto: t&w)

Arena-Entscheidung in der Schwebe

Lüneburg. Zur Kündigung des Betreibervertrages für die Eventhalle Arena Lüneburger Land und zum Beschluss über ein neues Betreibermodell unter Regie des Landkreises gibt es in der Lüneburger Kreispolitik noch offene Fragen. Wie SPD-Fraktionschef Franz-Josef Kamp ankündigte, beantragt seine Fraktion daher, eine Verschiebung der Entscheidung um zwei Wochen auf den 9. März zu beantragen. Es ist üblich, dass die anderen Fraktionen einem solchen Votum folgen.

Landrat Jens Böther (CDU) hatte eigens für den 24. Februar einen Sonderkreistag einberufen. Zugleich hatte der Verwaltungschef aber deutlich gemacht, dass solch wichtige Entscheidungen nicht unter Zeitdruck gefällt werden sollten. „Wenn die Politik das wünscht, dann werden wir darauf eingehen“, reagierte Kreisrätin Sigrid Vossers auf den SPD-Vorstoß.

Bei Vossers laufen die Fäden für das neue Betreibermodell zusammen, das nicht zuletzt durch die Möglichkeit des Vorsteuerabzugs einen millionenschweren Vorteil für den Kreis bringen soll (LZ berichtete). Neben einem Dienstleister für den Veranstaltungsbetrieb soll ein Pachtvertrag für die Gastronomie ausgeschrieben werden. Zudem muss ein Aufhebungsvertrag mit dem bisherigen Betreiber, der Campus Management GmbH, geschlossen werden. Hier liefen die Gespräche auf eine gütliche Einigung hinaus, sagte Vossers.

Kreis will sechsstellige Entschädigung zahlen

Das Unternehmen plant seit rund anderthalb Jahren den Hallenbetrieb. Dafür sind Entschädigungszahlungen nötig. Vossers bestätigte hier „eine Summe im sechsstelligen Bereich“. Nach LZ-Informationen beläuft sie sich im gehobenen Mittelfeld. Die neuen Verträge werden europaweit ausgeschrieben. „Wir hoffen, dass sich das Campus Management wieder beteiligt“, sagte die Kreisrätin.

Bestandteil des Aufhebungsvertrages sind nach Auskunft der Kreisverwaltung übrigens 15 Veranstaltungen, die Campus im ersten Betriebsjahr mietfrei durchführen kann. Damit soll nicht zuletzt die Zeit ab Anfang April überbrückt werden. Denn durch den späten Betreiberwechsel geraten nunmehr die Planungen für das Programm ins Wanken. Die haben üblicherweise einen Vorlauf von mehr als einem Jahr.

Von Marc Rath