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Heilmittelerbringern stehen zwei Möglichkeiten im Rahmen des niedersächsischen Corona-Soforthilfeprogramms zur Verfügung. Foto: Adobe Stock

Hilfe für Heilberufe

Lüneburg. Nichtakademische Heilberufler wie Physiotherapeuten oder Ergotherapeuten fürchten in Zeiten von Corona den finanziellen Ruin, nachdem sie bei dem Rettungsschirm für Krankenhäuser nicht bedacht wurden. Doch nun gibt es für diese Berufe Entwarnung: Sie können das Zuschussprogramm des Landes nutzen.

Dies hat das Wirtschaftsministerium auf Nachfrage von Andrea Schröder-Ehlers (SPD), Mitglied des Landtages, bestätigt. Demnach stehen den Mitgliedern dieser Berufsgruppe zwei Möglichkeiten im Rahmen des niedersächsischen Corona-Soforthilfeprogramms zur Verfügung. Dieses wurde bereits am 24. März beschlossen, sei nun aber in intensiven Verhandlungen mit dem Bund verbessert und unbürokratischer gestaltet worden.

Die erste neue Richtlinie „Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbstständige“ richtet sich an Soloselbstständige, freiberuflich Tätige und Kleinstunternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten. Diese können in zwei Stufen Zuschüsse von bis zu 9000 Euro (bei Unternehmen bis fünf Beschäftigten) beziehungsweise 15 000 Euro (bei Unternehmen bis zehn Beschäftigten) zur Deckung ihres betrieblichen Defizites erhalten. Persönliche oder betriebliche Rücklagen werden nicht auf eine Förderung angerechnet.

Tausende Anträge sind bei der NBank eingegangen

Die zweite Richtlinie „Corona-Soforthilfe für Kleinunternehmen“ richtet sich an Unternehmen und freiberuflich Tätige mit elf bis 49 Beschäftigten. Hier gibt es bis zu 20 000 Euro für Unternehmen mit elf bis 30 Beschäftigten und bis zu 25 000 Euro für solche mit 31 bis 49 Beschäftigten.

Da in den vergangenen Tagen bereits tausende Anträge bei der NBank eingegangen sind, werde allen bisherigen Antragstellern die Möglichkeit gegeben, ihren Antrag auf die neuen Richtlinien umzustellen. Dadurch ist es möglich, ergänzend zu der schon erhaltenen Förderung des Landes, eine weitere Unterstützung zu erhalten.

Ein schon erhaltener Förderbetrag wird allerdings angerechnet, sollte sich nach der neuen Fördermöglichkeit aufgrund der Vorgaben des Bundes eine höhere Summe ergeben. Die NBank wird dazu in den nächsten Tagen alle Betroffenen anschreiben. Benötigt werden lediglich Informationen zur Ertragsvorausschau der kommenden Monate. lvc