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Die Kosten für die Arena Lüneburger Land steigen offenbar weiter an. (Foto: be)

Arena soll 200 000 Euro teurer werden

Lüneburg. In die Diskussion um die Barrierefreiheit der künftigen Arena Lüneburger Land kommt weitere Bewegung. Entgegen ihrer ersten Stellungnahme empfiehlt die Verwaltung der Kreispolitik nunmehr doch den zügigen Einbau eines weiteren Aufzuges. Der Kostenrahmen für den Bau der Mehrzweckhalle von zuletzt 21,2 Millionen Euro netto (23 Millionen Euro mit Mehrwertsteuer) wird dann aber nicht mehr zu halten sein.

In der Beschlussvorlage, die am Donnerstag im Hochbauausschuss (15 Uhr, Mensa Schulzentrum Oedeme) und dann am Montag im Kreistag behandelt werden soll, kalkuliert Projektleiter Hans-Richard Maul nunmehr mit 21,4 Millionen Euro netto – 200 000 Euro mehr. „Mit der Fahrstuhllösung wäre nicht nur die Garderobe im Kellergeschoss barrierefrei angebunden, sondern auch die Flächen im 1. Obergeschoss inklusive des dortigen Gastro-/VIP-Bereichs und des Bürotraktes. Zudem wäre das 2. Obergeschoss über den anderen Fahrstuhl zu erreichen“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Einsparungen an anderer Stelle

Zunächst hatte Maul argumentiert, den Arena-Betrieb erst einmal ein Jahr abzuwarten, bevor über den Fahrstuhl entschieden werden sollte. Jetzt betont der Projektleiter, dass über diese Lösung andere Zusatzkosten eingespart werden könnten. So müsse kein neuer Verbindungsflur errichtet werden, um ohne Umwege vom Eingang ins erste Obergeschoss zu kommen. Auch die zusätzlich einzurichtende Garderobe im Foyer könnte entfallen. Beides hätte ebenfalls 200.000 Euro ausgemacht.

Nachdem der Behindertenbeirat bei den Planungen zunächst gar nicht eingebunden war, geht die Verwaltung damit einige Schritte auf das Gremium zu. Noch immer hakt es aber bei der Einsicht in wichtige Unterlagen des Millionenbaus, heißt es jedoch aus dem Beirat.

Von Marc Rath