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Peter Marker, Vorsitzender der Kreisgruppe Lüneburg-Harburg/Land, spürt wie andere Vereine auch den demografischen Wandel. Foto: dth

Siedlergemeinschaften stehen vor Fusion

Adendorf. Ausgerechnet beim Treffen anlässlich des 80-jährigen Bestehens der Kreisgruppe Lüneburg-Harburg/Land im Verband Wohneigentum Niedersachsen beschäftigten sich die Vorstände mit einem eher unangenehmen Thema. Immer mehr Ortsvereine, die Siedlergemeinschaften, leiden unter Mitgliedermangel. Im Saal der Ratsdiele in Adendorf berieten nun 18 Vertreter der insgesamt 24 Ortsvereine über mögliche Zusammenschlüsse. Am Rande des Treffens nannte Peter Marker, Vorsitzender der Kreisgruppe, im LZ-Gespräch die drängendsten Probleme und mögliche Fusionskandidaten.

Vor rund 80 Jahren hatten die Siedlergemeinschaften Sternkamp/Zeltberg in der Stadt Lüneburg sowie Adendorf und Bardowick die Kreisgruppe Lüneburg gegründet. Im Jahr 2000 fusionierte die Kreisgruppe Lüneburg mit der ebenfalls seit 1936 tätigen Kreisgruppe Harburg/Land. Unter dem gemeinsamen Dach sind heute insgesamt 24 Siedlergemeinschaften organisiert — noch.

Beratungsangebote von Baufinanzierung bis Gartengestaltung

Peter Marker sagt: „Vor zehn Jahren hatte wir noch rund 2000 Mitglieder. Heute sind es noch rund 1800. Wie andere Vereine leiden auch wir unter dem demografischen Wandel.“ Dabei müssten die Siedlergemeinschaften in der Zuzugsregion Lüneburg eigentlich leichteres Spiel haben, Nachwuchs zu gewinnen. Marker: „Wir haben es aber offenbar nicht geschafft, uns trotz der moderneren Bezeichnung Verband Wohneigentum vom angestaubten Image der Siedler zu befreien.“

Immer weniger Zuzügler und junge Hausbesitzer ließen sich von der Vorzügen einer Mitgliedschaft überzeugen. Die Beratungsangebote reichen von Baufinanzierung bis Gartengestaltung, und im Mitgliedsbeitrag seien auch Rechtsschutz-, Bauherrenhaftpflicht- sowie Haus- und Grundstückshaftpflichtversicherung enthalten.

„Entscheiden müssen die Mitglieder vor Ort“

Der Wandel sei laut Marker allenfalls in den starken Ortsvereinen gelungen, beispielsweise in Bardowick, Adendorf, Melbeck, Zeltberg/Sternkamp oder Hohns­torf/Elbe. Bei den schwächeren Siedlergemeinschaften müsste über eine Zusammenlegung mit anderen nachgedacht werden, so Marker. „Die Siedlergemeinschaft Goseburg geht am Stock. Da wäre eine Fusion mit Sternkamp/Zeltberg sinnvoll.“

Ähnlich sehe es mit der Siedlergemeinschaft „Heino Heine Siedlung“ aus, die sinnvollerweise „Ebensberg/Moorweg“ zugeschlagen werden könnte. Und Vögelsen sei ein Übernahmekandidat für Bardowick. Peter Marker sagt: „Wir können das als Kreisvorstand nur vorschlagen, entscheiden müssen aber die Mitglieder vor Ort.“ dth

One comment

  1. so ist es nun mal, nur schafe brauchen hirten. unter wohneigentümer gibt es eben wenige schafe schmunzel.