Donnerstag , 27. Februar 2020
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Geparkt wurde Auf der Höhe schon immer am Fahrbahnrand. Doch seit die Stadt auf beiden Seiten der Straße Parkbuchten eingezeichnet hat, haben die Probleme zugenommen. Bei den Slalom-Fahrten kommt der Verkehr mitunter zum Erliegen. Foto: t&w

Neue Verkehrsführung sorgt für Probleme

Lüneburg. Staus, Enge, Schlaglöcher, Parkprobleme die Straße Auf der Höhe war viele Jahre ein neuralgischer Punkt im Straßennetz der Stadt. Anwohner, Auto- und Fahrradfahrer klagten gleichermaßen über unbefriedigende Zustände. Jahrelang hatte die Stadt angekündigt, die Straße angehen zu wollen, jüngst endlich hat sie ihr zumindest eine neue Deckschicht verpasst und Parkflächen aufgezeichnet. Die Verkehrsprobleme haben seither eher noch zugenommen.

Vor allem die langen Gelenkbusse haben Probleme

„Die Straße war schon immer eine Katastrophe, aber jetzt ist es noch schlimmer geworden“, sagt beispielsweise Jan Risse. Der Lüneburger nutzt regelmäßig die schmale Durchgangsstraße im Mittelfeld, doch seit dort Parkbuchten eingezeichnet worden sind, gehe dort zeitweise gar nichts mehr. „Die Buchten sind viel zu eng aneinandergesetzt“, findet Risse. Das Hauptproblem bestehe aus seiner Sicht darin, dass viel stärker als bisher jetzt auf beiden Seiten der Straße geparkt werde. „Das führt insbesondere in Stoßzeiten dazu, dass sich der ausweichende Verkehr wegen der Enge der Parkbuchten staut und der entgegenkommende Verkehr nicht mehr passieren kann.“ Dann gehe es oftmals weder vor noch zurück.

Häufig ließe sich die Situation nur durch Zurücksetzen und Ausweichen auf Fußgängerwege oder in Nebenstraßen wieder entspannen, beschreibt der Lüneburger das Problem. Wenn Autofahrer dann noch auf ihr Vorfahrtsrecht pochten, eskaliere es schon mal. Besonders kritisch werde es immer dann, wenn KVG-Busse dort unterwegs sind.
In der KVG-Zentrale ist das Problem bekannt. „Es gab Störungen“, bestätigt Betriebsleiter Hartmut Müller. Vor allem den Gelenkbussen mache die neue Verkehrsführung zu schaffen. Die Fahrer seien in der Regel nicht in der Lage, mit den langen Fahrzeugen in die Parkbuchten auszuweichen. „Wir haben uns deshalb auch schon an die Stadt gewandt“, sagt Müller. Dort habe man angekündigt, sich des Prob­lems annehmen zu wollen.

Dass es Probleme gibt, ist bis zur Verwaltung durchgedrungen. Eine grundsätzliche Änderung der Verkehrsführung habe es dort aber nicht gegeben, gibt Stadtpressesprecher Daniel Gritz zu bedenken. „Es ist nur nach erfolgter Deckensanierung der Straße das markiert worden, was auch vorher durch Beschilderung schon angeordnet war mit dem Ziel, durch die Parkplatzmarkierungen den Verkehrsraum deutlicher zu ordnen. Dies kann zur Verkehrsberuhigung beitragen.“

Auch bei Facebook ist die Straße Thema. So hat sich zum Beispiel Julia Meyer an die LZ gewandt, sie ist genervt und schreibt: „Es ist schrecklich dort. Kommt ein Bus, müssen alle Autos rückwärts fahren an der Stelle, wo die Parkbuchten so eng beieinander sind. Das führt jedes Mal zu einem Chaos. An einer weiteren Stelle Richtung Klinikum vor der Kurve kann man kaum den entgegenkommenden Verkehr einsehen. Das Thema wird jeden Tag bei meiner Arbeit diskutiert.“

Markierte Flächen sollen verkleinert werden

Jan Risse meidet die Straße inzwischen, wann immer es geht. Auch im Freundeskreis habe man über die Situation diskutiert, „das ist bei vielen ein Thema“. Sein Vorschlag: „Wenn man die Verkehrsführung so anlegt wie in der Ringstraße, wäre schon viel gewonnen.“ Ein weiterer Wunsch: Der ebenfalls neu angelegte Zebrastreifen in Höhe Ringstraße sei abends wegen fehlender Beleuchtung nur schwer einsehbar. „Gerade in der dunklen Jahreszeit kann das zu heiklen Situationen führen. Aber das kommt ja vielleicht noch“, hofft der Lüneburger.
Kommen soll zunächst aber eine Änderung bei den Parkbuchten. Daniel Gritz: „Einige der markierten Flächen werden verkleinert. Die Umsetzung wird in Kürze erfolgen.“

Von Ulf Stüwe