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Die A39 ist eine Dauerbaustelle. Noch bis Mitte November müssen Pendler, die aus Hamburg in Richtung Lüneburg fahren, mit Einschränkungen und Verkehrsbehinderungen rechnen. Foto: A/be

Bauarbeiten an der A 39: Noch nicht ganz freie Fahrt

Lüneburg. „Wenn ich geh, dann geht nur ein Teil von mir.“ Diese Zeile aus dem Lied „So bist du“ von Peter Maffay trifft manchmal auch auf Baustellen zu. Schritt für Schritt wurde bereits die Baustelle entlang der Autobahn 39 zwischen Winsen-West und Maschen zu großen Teilen abgeräumt. Doch während auf der Richtungsfahrbahn Hamburg bereits freie Fahrt herrscht, müssen Autofahrer in Richtung Lüneburg noch bis Mitte November mit Verkehrsbehinderungen rechnen. Zwar sollten bis Mittwoch, 2. November, auch dort die baustellenbedingten Tempo-80-Schilder entfernt werden, aber nicht für lange: In Fahrtrichtung Lüneburg müssen nämlich noch die provisorischen Nothaltebuchten zurückgebaut werden. Und auch die Brückenbaustelle in Höhe Winsen-Borstel wird noch bis voraussichtlich Ende November erhalten bleiben.

Mit der Grunderneuerung der A39 auf einer Länge von rund zehn Kilometern hat die Landesbehörde für Straßenbau und -verkehr, Geschäftsbereich Lüneburg, eine Mammutaufgabe hinter sich gebracht. „Insgesamt haben wir eine Straßenfläche von rund 251000 Quadratmeter erneuert“, sagt Gesa Schütte, Leiterin des Fachbereichs Bau.

Tempo 80 und nur eine Spur

Die übrigen Restarbeiten dauern voraussichtlich noch bis Mitte November, kündigt Behördenleiter Dirk Möller an. Neben dem Entfernen der provisorischen gelben Fahrbahnmarkierungen steht noch der Rückbau der Nothaltebuchten an. Möller sagt: „Für die Nothaltebuchten hatten wir nur eine Genehmigung für die Zeit der Bauarbeiten. Sie waren ein Provisorium für den Baustellenbetrieb. Für den Normalbetrieb sind sie nicht notwendig, dafür haben wir den Standstreifen.“ Für den Rückbau wird die Fahrbahn in Richtung Lüneburg stellenweise wieder auf eine Spur verengt, es gilt Tempo 80. Autofahrer, die auf freie Fahrt gehofft hatten, müssen sich also noch etwas gedulden.

Ohnehin noch etwas länger dauert es, bis die zweite Baustelle im Zuge der A39 ihren Zweck erfüllt hat. Diese liegt im Verantwortungsbereich des Geschäftsbereichs Verden der Landesbehörde für Straßenbau und -verkehr. Wie berichtet, erneuert seit Juli die zugehörige Autobahnmeisterei Hittfeld die Übergangskonstruktion der Eisenbahnbrücke „ML20“ bei Winsen-Borstel. Auf einer Länge von rund einem Kilometer werden innerhalb des Baustellenbereichs Belege und Abdichtungen erneuert und teilweise die Stahlschutzleitplanken durch Betonwände ersetzt.

Betonschutzwand in Richtung Lüneburg

Der Verdener Dienststellenleiter Adrian Andres sagt: „Wir schreiten gut voran und liegen im Zeitplan.“ Wenn die Witterung wie bisher mitspiele, könnte die Baustelle, an der Autofahrer in beiden Fahrtrichtungen derzeit nur einspurig mit Tempo 80 vorbeifahren dürfen, Ende November abgeräumt werden so wie es zu Beginn auch angekündigt war. Andres sagt: „Die Dichtungen haben wir soweit drauf. Diese Woche wird in zwei Schichten der Guss­asphalt eingebaut sowie eine Betonschutzwand entlang der Fahrbahn Richtung Lüneburg.“

Von Dennis Thomas

One comment

  1. Interessant währe wann die im letzten Jahr erneuerte Fahrbahn geflickt wird. Wie bestimmt schon vielen aufgefallen ist, ist die Fahrbahn Richtung Lüneburg auf der linken Fahrspur kurz nach der Abfahrt Winsen Ost extrem wellig.