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Blaue Gummi-Entchen ließen MTV-Treubund-Präsident Hartmut Deja (Mitte stehend) sowie Bürgermeister Eduard Kolle (sitzend, 5.v.l.) und andere Gäste zur Einweihung des Bewegungsbeckens schwimmen. Foto: be

MTV Treubund eröffnet Bewegungsbecken

Lüneburg. Der Bau hat länger gedauert als geplant, doch nun geht das Bewegungsbecken im Sportpark Kreideberg an den Start. Damit solle der Sportpark zum Gesundheitsstandort werden, der nicht nur für Sportangebote wie Tennis, Badminton und Fitness Raum biete, sondern auch für Reha und Schwimmförderung, machte Hartmut Deja, Präsident des MTV Treubund, bei der Eröffnung deutlich.

Deja erinnerte in seiner Rede daran, dass die Psychiatrische Klinik Lüneburg (PKL) 2011 beschlossen hatte, das Becken an ihrem Standort aufgrund des hohen Sanierungsbedarfs zu schließen. 250 Patienten habe man dort betreut. Anfänglich habe man mit der Stadt und dem SaLü erwogen, etwas gemeinsam zu machen. Doch die Pläne hätten sich zerschlagen. Schließlich sei die Idee entstanden: Das machen wir selbst. Nachdem die Finanzierungsfrage geklärt worden sei, erfolgte im Dezember 2014 der Spatenstich für das Bad. Die Eröffnung war bereits im vergangenen Jahr geplant, doch die fiel buchstäblich ins Wasser. Verursacher war ein Rohrbruch im Haus, die Baugrube versank im Wasser. Drainage- und Trockenarbeiten kosteten Zeit.

6 mal 16,6 Meter groß und 1,35 Meter tief ist das Becken, das in einer verglasten Halle entstanden ist. Realisiert wurde das 700000-Euro-Projekt von der Adank Bauträgergesellschaft. Die Stadt beteiligte sich mit 40000 Euro, der Kreis mit 50000 Euro, die Sparkassenstiftung mit 50000 Euro und der Landessportbund steuerte rund 100000 Euro bei. Dafür bedankte sich Deja. Der Eigenanteil des MTV Treubund beläuft sich auf 460000 Euro. Mit der PKL und dem SaLü, die das Becken stundenweise pro Woche nutzen, gibt es langfristige Mietverträge. Überwiegend genutzt wird es für Reha- und Präventionsgruppen des MTV Treubund, der auch Schwimmkurse für Kinder anbietet. Zudem hat laut Deja die DLRG Zeiten angemietet, und es sind Zeitfenster für den Schulsport freigehalten.

Bürgermeister Eduard Kolle sieht in dem Bewegungsbad eine sinnvolle Abrundung des Sportparks. Er lobte die Kooperation zwischen Stadt und MTV Treubund, der seit Jahren ein wichtiger Partner bei der Schwimmförderung von Grundschulkindern sei. Außerdem erhalte Bewegung im Wasser gesund und mache Spaß. „Glückwunsch zur Neueröffnung.“

2 Kommentare

  1. Mich beschleicht das Gefühl, dass der MTV ein reiner Rentnerverein wird und der Nachwuchs auf der Strecke bleibt, da er kein Geld bringt.

  2. Mit solchen Zuschüssen hätte der Staat bequem eine wunderschöne Sportanlage im Wilschenbruch erhalten können. Die Jugend des bekannten Vereins muss jetzt durchs ganze Umland gekarrt werden und die Herren können noch nicht mal alle Pflichtspiele zu Hause austragen. Dafür gibt es jetzt ein neues Bewegungsbecken im Salü und am Kreideberg und deren Fans haben im Sportteil am meisten gewettert, dass dem konkurrierenden Sportverein bloß nicht geholfen wird. Da verzichtet man lieber auf Naturschutz und baut ein paar Villen. Jetzt noch einem Veranstalter und Investor 12 Mio. hinterherwerfen und schon stimmt wieder alles. Als Lüneburger würde ich mich schämen. Das soll jetzt keine Kritik am MTV sein, jeder denkt an sich und nimmt, was er bekommen kann. Es sollte aber irgendwo jemand sein, der für die Stadt als Ganzes denkt und nach einem Plan handelt. Leider ist das bei dem sportlichen Gewürfel nicht zu erkennen. Da hat unser Dorfsportverein mit seinem Gemeinderat mehr Glück