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Die Bäckerstraße ist Lüneburgs Haupteinkaufsmeile. Wie zufrieden die Kunden mit den Händlern hier und anderswo in der Stadt sind, zeigt der neue Kundenspiegel. Foto. A/be

Umfrage zeigt: Einkaufen in Lüneburg macht Freude

Lüneburg. Einkaufen in Lüneburg macht offenbar immer mehr Spaß. Zu diesem Ergebnis kommt das Privatinstitut für Marketing und Marktforschung MF Consulting aus Deggendorf. 82,1 Prozent der Befragten gaben an, beim Merkmal „Freundlichkeit“ die in die Befragung aufgenommenen 96 Geschäfte mit den Noten „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“ bewertet zu haben. Lüneburg verbesserte damit nach 2010 und 2013 zum zweiten Mal in Folge seine Wertung im bundesweiten Ranking. Beim aktuellen Platz 114 von 144 Untersuchungsorten ist aber noch Luft nach oben.

Vom Ergebnis selbst überrascht

„Wir waren beim Eingeben der Werte selbst überrascht, wie positiv das Echo in Lüneburg ausgefallen ist“, beschreibt Marc Loibl, Chef des privaten Unternehmens MF Consulting. 909 nach Geschlecht und Alter repräsentativ ausgewählte Personen, die in Lüneburg häufiger einkaufen, waren im Oktober und November für den 5. Lüneburger Kundenspiegel befragt worden, wie zufrieden sie mit der Freundlichkeit, der Beratungsqualität bei Vertragswerkstätten Arbeitsqualität und dem wahrgenommenen Preis-Leistungs-Verhältnis der ausgewählten Geschäfte aus zehn Branchen waren.

Nach 2010 (77,1 Prozent) und 2013 (80,5 Prozent) stieg die Kundenzufriedenheit beim Merkmal Freundlichkeit um 1,6 Prozent-Punkte, Lüneburg kletterte damit im Städteranking um 23 Plätze. Platz 1 der Liste belegen Gotha, Ellwangen und Wangen mit 87,1 Prozent, am schlechtesten haben Kassel und Flensburg mit 78,1 Prozent abgeschnitten. „Für Lüneburg ist das ein sehr erfreuliches Ergebnis, da nicht alle Untersuchungsorte mit einer positiven Tendenz bei einer wiederholten Untersuchung aufwarten können“, ordnet Loibl ein.

Beratungsqualität hat sich gesteigert

Besonders zugelegt mit einem Plus von 2,1 Prozent hat laut Untersuchung die Beratungsqualität in Lüneburger Geschäften, allen voran Juweliere, Bau- und Gartenmärkte. Am signifikantesten verbesserte sich der Bereich „Preis-Leistungs-Verhältnis“ im Vergleich zum 4. Kundenspiegel mit einem Sprung von 3,3 Prozent-Punkten auf 75,9 Prozent Zufriedenheitsgrad. Vor allem Elektro-/Elektronikgeschäfte und Sportgeschäfte konnten hier am deutlichsten zulegen. Mit einem Plus von 11,2 Prozent-Punkten schnitten die Kfz-Vertragswerkstätten ab. Hier wurde anstatt der Beratungsqualität die Arbeitsqualität bewertet.

Zu der positiven Entwicklung zählt laut Kundenspiegel auch, dass der überwiegende Teil der Fachgeschäfte, die vor drei Jahren schon gut beurteilt wurden, sich weiter verbesserten. Vor allem die inhabergeführten Geschäfte in Lüneburg konnten zu einem großen Teil wieder überdurchschnittlich gute Werte aufweisen. Aber auch viele vormals eher kritisch eingeschätzte Händler konnten sich in der Kundenmeinung verbessern.

Zu den Lüneburger Top Drei zählen ein Juwelier mit 94,0 Prozent, ein City-Optiker mit 92,8 Prozent und eine City-Apotheke mit 91,4 Prozent. Die bedenklichsten Ergebnisse gab es für zwei Geschäfte mit nur 65,6 und 59,5 Prozent Zufriedenheitsgrad.

Namen können Wunder bewirken

Als „Schlüssel“ für mehr Freundlichkeit nennt Loibl vor allem die persönliche Ansprache des Kunden. „Wer den Namen seines Kunden kennt, sollte ihn damit auch ansprechen. Das kommt sehr gut an“, weiß der Marketing-Experte. „Außerdem sollte immer ein respektvoller Umgang gepflegt werden.“ Gerade in Zeiten des Internets seien persönlicher Kontakt und Beratung wichtig, „deshalb wird es den stationären Einzelhandel auch immer geben.“

So wird der Kundenspiegel erstellt

Laut Angaben des Instituts für Marketing und Marktforschung MF Consulting ist der „Kundenspiegel“ keine Auftragsarbeit. Auch würden die in die Studie aufgenommen Geschäfte nicht zuvor über die Befragung informiert, die Interviewer führten ihre Befragungen außerhalb der Geschäfte und an neutralen und wechselnden Orten durch.

In Lüneburg seien zehn Interviewer im Oktober/November eingesetzt worden. Die Ergebnisse der Befragung werden den 96 eingebundenen Unternehmen zum Kauf angeboten.

2 Kommentare

  1. Ich bin mit dem „Einkaufserlebnis Lüneburg“ heute weniger zufrieden als vor 15 Jahren. Das liegt aber nicht an fehlender Freundlichkeit oder Beratungsqualität in den Geschäften, sondern daran, das sich immer mehr Filialisten bzw. Kapitalgesellschaften in der Stadt breitmachen und inhabergeführte Geschäfte auch durch die zunehmende Gier mancher Vermieter verdrängt werden. Popken, Hedemann, Wegener, Mummert, Perl, Das Buch, Foto Tegeler u.a. haben Lücken hinterlassen. So rosig sehe ich die Entwicklung also nicht.

    • Lüneburger
      stimme ihnen hier im vollen umfang zu. dazu kommt übrigens noch die miese bezahlung der mitarbeiter, die bei filialisten und kapitalgesellschaften fast nur noch üblich ist.