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Julian Müller. Katja Richter und Gabi Dierks (v.l.) von der GfA sind zufrieden mit der Resonanz auf die Mehrwegbecher-Aktion. Foto: t&w

Nachhaltigkeit: Schlange vor Cafémobil

Von Klaus Reschke
Bardowick. Eine lange Schlange bildete sich am Dienstag Am Sande in Höhe des Gebäudes der Indus­trie- und Handelskammer (IHK) vor dem blauen Zelt des kommunalen Entsorgers GfA: Denn dort gab’s leckere Kaffee-Spezialitäten vom frisch gebrühten Filterkaffee bis zum Latte Macchiato. Und alles zum Mitnehmen – neudeutsch „Coffee-to go“. Freilich nicht im umweltschädlichen Einweg-, sondern in schicken Mehrwegbechern.

Mit dieser Aktion wollte die GfA im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung auf die Notwendigkeit der Ressourcenschonung aufmerksam machen. Schließlich werden für die Herstellung der in Deutschland jährlich verbrauchten Einwegbecher Zehntausende Tonnen Holz und Kunststoff sowie Milliarden Liter an Wasser benötigt. Die verbrauchten Becher verursachen jährlich einen Abfallberg von 40.000 Tonnen. „Das muss nicht sein“, findet Katja Richter, Diplom-Ingenieurin bei der GfA, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Gerhard Schreyer die Kaffeebecher-Aktion unter dem Motto „Coffee-to-go gut für den Kreislauf“ initiierte. Insgesamt 1400 wiederverwendbare Becher mit GfA-Aufdruck gingen am Dienstag im Nullkommanix weg am Cafémobil von Christine Fröhling Am Sande ebenso wie in den Filialen der drei Bäckereien Kruse, Harms und „der Salzbäcker“, die als Kooperationspartner die Aktion unterstützen. In der Hoffnung, dass nun noch mehr Kunden ihren Kaffee künftig in umweltfreundliche Becher abfüllen lassen und so Umwelt und Ressourcen schonen.

Julia Klaffehn (23), medizinische Fachangestellte aus Winsen jedenfalls will ihren „Coffee-to-Go“ künftig nur noch aus dem Mehrwegbecher genießen. Eine tolle Aktion, lobte die Winsenerin und ließ sich ihr Heißgetränk schmecken.