Aktuell
Home | Sonderthemen | Adventszeit | Hochsaison für den Weihnachtsstern: Lüneburger lieben rot
Ein rotes Blättermeer: Obwohl es mittlerweile rund 150 verschiedene Sorten gibt, steht der Klassiker auch bei den Lüneburgern hoch im Kurs. Foto: t&w

Hochsaison für den Weihnachtsstern: Lüneburger lieben rot

Lüneburg. Sie heißen „Christmas Beauty Queen“, „Lemon Snow“ oder „White Glitter“. Und auch wenn Weihnachtssterne mittlerweile in verschiedenen Farbnuancen strahlen, für Lüneburg gilt: „Rot ist nach wie vor die beliebteste Farbe“, sagt Kathrin Resch-ke. Die Gärtnermeisterin steht in einem ganzen Gewächshaus voll blühender Weihnachtssterne und holt Nachschub für den Verkauf. „Jetzt geht es richtig los. In der Woche vor dem ersten Advent verkaufen wir die meisten. Und in der Woche direkt vor Weihnachten.“

In Frankreich als „Liebesstern“ das ganze Jahr verkauft

Kathrin Reschkes Job beginnt aber schon viele Monate vorher. „Ihre“ Lüneburger Weihnachtssterne stammen ursprünglich von einer Mutterpflanze aus Afrika. „Die Stecklinge werden dort geschnitten und in einen Bewurzelungsbetrieb nach Süddeutschland geschickt“, erklärt die 48-Jährige, die seit vielen Jahren in der Servicegärtnerei Wrede arbeitet. Der einzige Betrieb in Lüneburg, der die besonderen Pflanzen selbst herstellt. Hierher kommen die Pflanzen in der 28. Woche, meistens mitten im heißen Juli, in dem Reschke dann drei bis vier Tage mit dem Umtopfen beschäftigt ist. Ab dann heißt es düngen, rücken, stutzen und warten.

Der Euphorbia pulcherrima, wie er auch heißt, mag es warm. Anfangs braucht er 20 Grad, um zu gedeihen. Und auch bei mittlerweile noch 15 Grad fühlt sich das Gewächshaus im Winter angenehm an. 1700 Pflanzen sind hier in den vergangenen Wochen herangewachsen. Und sie alle sollen bis zum 24. Dezember verkauft sein. Denn danach sei es schlagartig vorbei mit dem Absatz der Zimmerpflanze. Ganz anders in Frankreich, wo die Pflanze vermarktet als „Liebesstern“ das ganze Jahr über die Ladentheke geht.

Der Verkauf brummt

In und um Lüneburg dagegen brummt jetzt der Verkauf, in einigen Gärtnereien sogar so sehr, dass die Mitarbeiter darum bitten, in zwei Wochen noch einmal anzurufen. Auch bei der Gärtnerei Rund in Mechtersen sind Weihnachtssterne gerade der Verkaufsschlager. „Die Kunden freuen sich immer richtig, wenn sie reinkommen und die Pflanzen entdecken“ weiß Silke Steinhauer. Ein paar als „Zaubersterne“ ausgezeichnete kleine Pflanzen seien auch im November schon über die Ladentheke gegangen. Eine besonders starke Nachfrage sei aber seit dieser Woche spürbar.

Dabei macht bei Eltern von kleinen Kindern immer wieder die Runde, Weihnachtssterne seien giftig. „Der Milchsaft in den Blättern ist giftig. Den sollten sie nicht essen“, weiß Kathrin Resch-ke. Ansonsten achte sie aber darauf, die Pflanzen nicht zu spritzen. Und arbeitet mit sogenannten Nützlingen Schlupfwespen, die den Hauptschädling der Weihnachtssterne parasitieren. Wer seine Pflanze jetzt noch gut pflegt, also immer schön warm stellt und einmal die Woche gießt, der wird lange Freude daran haben. „Wir haben Kunden, die sagen, der steht bei denen bis Ostern.“
Ein Video mit Pflege-Tipps gibt es auf www.lzplay.de im Internet.

One comment

  1. Nice to see you dear Kathrin!