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Schon um 12 Uhr war die Große Bäckerstraße gut besucht: Eine Stunde später hatten die Besucher schon Probleme, noch einen Parkplatz zu finden. Foto: phs

Hochwertiges und Gutscheine gefragt

Lüneburg. Wer den ersten Adventssonnabend zum Einkaufen nutzen wollte, musste früh aufstehen. Ab 13 Uhr waren lange Schlangen an den Verkaufstresen zu beobachten, auch für Besucher von außerhalb wurde das Parken dann zur Tortur. In der Altenbrückertorstraße, also unten am Platz Am Sande, ging es für die Autofahrer in keine Richtung mehr vorwärts. Demnach ein erfolgreicher Verkaufstag für die Händler?

Keine Schnäppchenjäger unterwegs

Mira (5) hat mit ihrer Mutter die ersten Besorgungen für Weihnachten gemacht. Andrea Helms spendierte dafür eine Zuckerwatte. Foto: phs
Mira (5) hat mit ihrer Mutter die ersten Besorgungen für Weihnachten gemacht. Andrea Helms spendierte dafür eine Zuckerwatte. Foto: phs

Zu groß waren die Erwartungen in den Lüneburger Geschäften eigentlich nicht. Am Freitag hatte erst der sogenannte Black Friday ein amerikanischer Brückentag, der dort für die ersten Weihnachtseinkäufe genutzt wird, die Leute mit Schnäppchen in die Stadt gelockt. Auch sei bei vielen das Gehalt noch nicht auf dem Konto, vermutet Heiko Meyer, Chef des Lüneburger Citymanagements (LCM). „Dennoch haben wir das Level vom letzten Jahr definitiv erreicht.“ Auffällig sei das Kaufverhalten, viele hätten bewusst und gezielt eingekauft, vor allem im Bereich der hochwertigeren Ware. „Da waren keine Schnäppchenjäger unterwegs.“ Besonders gut hätten sich Lederwaren wie Handtaschen, Gürtel und Portemonnaies verkauft, ebenso hochwertige Parfums und auch Gutscheine.

Ähnliche Beobachtungen hat auch Frank-Peter Jahn, Geschäftsführer von P&C, gemacht. Im Vergleich zum Vorjahr sei der Verkauf an Geschenkgutscheinen sogar nochmal um 4 Prozent gestiegen. Ansonsten sei in der Filiale primär Winterkleidung gefragt gewesen, so wie Jacken, Strick und Schals. Gleichzeitig sei auch die Entwicklung der Umsätze proportional gestiegen, das sei vor allem darauf zurückzuführen, dass die Kunden für einzelne Teile mehr Geld ausgegeben hätten als sonst. „Wir sind positiv überrascht.“

Black Friday zieht Kunden an

Bei Karstadt hingegen stand der Adventssonnabend etwas im Schatten des Black Friday. „Da hat es bei uns richtig gekracht“, sagt Karstadt-Geschäftsleiter Eberhard Wedler. Dennoch sei am Wochenende alles planmäßig verlaufen. Auch hier hätte das Kaufinteresse zumeist Hochwertiges wie Uhren, Schmuck, Beauty-Produkte oder Kaschmir getroffen.
Einen „richtigen Weihnachtsumsatz“ habe Karstadt damit zwar nicht erreichen können, sagt Wedler, verweist gleichzeitig aber auf den kommenden Sonnabend. „Das wird unser Hauptkampftag.“

Von Anna Paarmann