Aktuell
Home | Lokales | Der Nikolaus lässt grüßen
Zwei Jahre nach der ersten Nikolaus-Mütze auf der Litfaßsäule am Deich hat Artlenburg eine weitere bekommen. Foto: A/t&w

Der Nikolaus lässt grüßen

Artlenburg. Das ist Millimeterarbeit: Mit einem eigens umgebauten Frontlader rangiert Robert Twesten die riesige knallrote Weihnachtsmütze über der Litfaßsäule vorsichtig hin und her. Sein Bruder und Bürgermeister von Artlenburg, Rolf Twesten, weist ihn mit Handzeichen ein. Noch ein bisschen nach rechts, jetzt tiefer und schließlich sitzt das Ding. Applaus brandet von den Zuschauern auf.

Hanna Brückmann (l.) und Renate Engelhardt mit Miniaturausgaben ihres großen Werkes, das jetzt die Litfaßsäule im Hintergrund schmückt. 4000 Meter Wolle stecken in der roten XXL-Nikolausmütze. Foto: t&w
Hanna Brückmann (l.) und Renate Engelhardt mit Miniaturausgaben ihres großen Werkes, das jetzt die Litfaßsäule im Hintergrund schmückt. 4000 Meter Wolle stecken in der roten XXL-Nikolausmütze. Foto: t&w

Zwei Jahre nach der ersten Weihnachtsmütze auf der Litfaßsäule am Deich hat Artlenburg auch für die zweite Säule den knallroten Hingucker bekommen. Gehäkelt von Hanna Brückmann und Renate Engelhardt aus 4000 Meter Wolle in rund 30 Stunden Arbeit mit einem Durchmesser von rund 170 Zentimetern.

„Alle finden, dass das etwas Besonderes ist“, freute sich Twesten bei der Begrüßung zur offiziellen Bemützung. „Das hat schließlich nicht jeder.“ Die Gärtnerei Burmester hatte zur kleinen Feierstunde Glühwein und Bratwurst bereitgestellt, der Erlös ging an die Kinder- und Jugendfeuerwehr im Ort. Sogar der Spielmannszug hatte einen Abgesandten geschickt, der auf seiner Trompete Weihnachtslieder blies.

Hanna Brückmann und Renate Engelhardt verfolgten begeistert, wie die Mütze an ihren Platz kam. „Wir haben schon damals gesagt, dass wir auch für die zweite Säule eine Mütze häkeln und jetzt ist sie fertig“, schmunzelte Renate Engelhardt. Die erste war in Zusammenarbeit mit Gudrun Theil entstanden, diesmal legte Hanna Brückmann mit Hand an. Als kleines Dankeschön für das etwas andere Guerilla-Knitting bekamen die zwei Frauen einen weihnachtlichen Blumenstrauß von Markus Burmester überreicht.

Ob noch eine dritte Mütze folgt? „Nein, wir haben ja nur zwei Säulen“, sagte Renate Engelhardt bestimmt. Doch der Bürgermeister lässt die Frage offen. „Das ist vielleicht ein Grund, sich noch eine dritte Säule anzuschaffen“, befand er.

Von Claudia Wesch