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Trotz Durchfahrtverbots für Pkw wird die Bernsteinstraße gern als Abkürzung zwischen Ochtmissen und Bardowick genutzt. Jetzt ist die Straße mit ihrer Querung über die A39 erneut als Entlastungsstrecke in die Diskussion geraten. Foto: t&w

Mehr Verkehr durch Ochtmissen?

Lüneburg. Mit steigenden Einwohnerzahlen droht auch die Verkehrsbelastung in Lüneburg weiter zu steigen. Kann die Stadt der Lage noch Herr werden? „Ja, aber nicht so, wie es Vögelsens Bürgermeisterin vorgeschlagen hat“, sagt Jens-Peter Schultz. Der Ortsbürgermeister von Ochtmissen wendet sich damit gegen Vorschläge von Silke Rogge, den Ebelingweg und die Bernsteinstraße für den Fahrzeugverkehr freizugeben. Die Bürgermeisterin hatte dies auf dem Informationsabend zum geplanten Neubaugebiet am Wienebütteler Weg empfohlen, um so für eine Entlastung auf den Hauptverkehrsachsen im westlichen Lüneburg zu sorgen.

Die Ideen von Silke Rogge „greifen zu kurz“, kritisiert Schultz, Verkehr müsse als „ganzheitliches Paket“ betrachtet werden. Hierzu arbeite der Landkreis gemeinsam mit der Stadt und den Gemeinden an einem integrierten Mobilitätskonzept mit Schwerpunkt Stärkung des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs, „das weiß auch Frau Rogge“. Warum sie dennoch die beiden Straßen ins Gespräch brachte, sei für ihn unverständlich, „ich würde mir jedenfalls nicht anmaßen, Vögelsen Ratschläge zu machen“.

Die Äußerungen Rogges hatten Schultz zufolge Irritationen bei Ochtmisser Bürgern ausgelöst. „Die Menschen verstehen das nicht und ärgern sich, dass solche Diskussionen jetzt wieder aufkommen. Die Freigabe der Bernsteinstraße für den Normalverkehr hat man schließlich schon vor Jahren aus gutem Grund verhindert.“ Dass dort Busse und Rettungswagen fahren, unterstütze man, „einen regulären Verkehr durch Ochtmissen lehnen wir aber ab“. us

One comment

  1. Es ist schon merkwürdig, dass in allen Bereichen nach dem Motto gelebt wird „Wasch mich, aber mach mich nicht nass“.

    Das Neubaugebiet „Krähornsberg“, ich denke das ist ein Teil Ochtmissens, erzeugt einen großen Verkehrsfluss, der grundsätzlich über den Kreideberg (Moldenweg, Thorner Str., Ostpreußenring und Hallische Str.) läuft. Mit dem generieren von Neubaugebieten in den kleinen Orten um Lüneburg wie Ochtmissen und Vögelsen, wachsen zwangsläufig die Verkehre. Ein Ausbau des OPNV ist hier wenig hilfreich, da viele Berufspendler aus diesen Gebieten z. B. nach Hamburg fahren. Mit Bus und Bahn ein eher unbequemes Unterfangen. Außerdem ist es auch viel bequemer, wenn man seine Sprößlinge mit dem eigenen SUV zur Schule oder zum Kindergarten bringt.

    So haben hier Anwohner in Stadteilen Lüneburgs das Nachsehen und leiden unter den Wachstumsbestrebungen der kleinen Randgemeinden.

    Ich denke, wer durch Neuschaffung von Wohngebieten seinen Gemeindewohlstand mehrt, sollte auch die daraus resultierenden Verkehre aushalten. Also, warum nicht die besagte Berndsteinstraße und den Ebelingweg für den Ochtmisser Verkehr öffnen?