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Die SPD-Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers bekommt bei der nächsten Kandidatenkür einen Konkurrenten: Friedrich von Mansberg tritt bei Kür des Landtagskandidaten im Februar gegen sie an. Fotos: t&w/jj

Zweikampf der Sozialdemokraten

Lüneburg. Wenn es um die Kandidaten-Frage in Lüneburg geht, macht sein Name bei der SPD seit Jahren die Runde, ob für Landtag oder Bundestag. Jetzt macht Friedrich von Mansberg (47) ernst. Der Ratsherr tritt am 8. Februar bei der Wahlkreiskonferenz der SPD gegen die amtierende Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers (55) an, und zwar im Wahlkreis Lüneburg.

Bisher, sagt von Mansberg, habe er nicht den Druck gespürt, sich einzumischen, zumal er Chefdramaturg aus Leidenschaft am Theater ist. Doch genau in der Dramaturgie, wie Lüneburg im fernen Hannover wahrgenommen wird, stimmt es für von Mansberg nicht mehr. „Wir kommen in Hannover nicht genug vor, und es kommt aus Hannover in Lüneburg zu wenig an.“ Damit meint er auch Geld. Der Landeszuschuss fürs Theater ist nur ein Beispiel. „Wir bekommen gerade mal ein Viertel von den angemeldeten 400000 Euro im Jahr.“ Kritisch sieht er auch die Lehrerversorgung. „Es kann nicht sein, dass meine Söhne Anton und Jakob morgens erst den PC hochfahren, um zu sehen, welche Stunden wieder ausfallen. So geht das nicht, das müssen wir in Hannover laut sagen.“

Er will Landtagskandidat werden

Gleiches gelte für die Schulsozialarbeit, die mit zu wenigen Stellen ausgestattet sei. Weiteres Schwerpunktthema ist für ihn die Integration von Flüchtlingen. Die müsse man stärker forcieren, nachdem man die Unterbringung gut hinbekommen habe. Friedrich von Mansberg ist sich bewusst, dass es dafür viel Überzeugungskraft bedarf.

Ein klares Nein kommt von ihm zur Alpha-E-Variante.“ Alternativen müssen wieder in die Diskussion kommen“, sagt er. Auf der Internetseite von Schröder-Ehlers klingt das anders. Jetzt sagt sie mit Blick darauf, dass der Bundestag entschieden hat, dass das dritte Gleis zwischen Lüneburg und Uelzen kommen soll: „Es ist wichtig, dass ein Raumordnungsverfahren kommt, in dem Varianten geprüft werden.“ Außerdem müsse Lüneburg als ICE-Bahnhof ausgebaut, der Nahverkehr nach Hamburg gestärkt werden.

Dass sie einen Gegenkandidaten hat, „entspricht unseren demokratischen Grundsätzen“. Immerhin sei es ihr bei der vergangenen Wahl gelungen, den damaligen Kultusminister Bernd Althusmann zu schlagen, der heute als CDU-Spitzenkandidat im Land antritt. Die SPD-Politikerin gehört seit neun Jahren dem Landtag an, ist fast genau so lange Unterbezirksvorsitzende. Zu ihren Zielen gehören: Abschaffung der Gebühren für Kitas und Krippen. Außerdem müsse die Schulsozialarbeit ausgebaut werden, nachdem vor Monaten beschlossen worden sei, dass das Land die Schulsozialarbeiter einstellt bis dahin hatten die Kommunen dies finanziert. „Und wir müssen den Mittelstand beim Einstieg ins digitale Zeitalter unterstützen.“

Von Antje Schäfer

CDU-Kandidat

Wer für die CDU als Landtagskandidat und damit schärfster Konkurrent des SPD-Kandidaten ins Rennen geht, wird im März entschieden. Ein Name wird oft genannt: Steffen Gärtner. Der Bürgermeister von Südergellersen (26) dementiert und bestätigt nicht, bleibt vage.

Aus dem Kreis der Jungen Union läuft sich ein zweiter Kandidat warm. Letztlich muss auch mit Blick auf den Bundestagskandidaten die Balance zwischen Kreis und Stadt gehalten werden, um Unmut zu vermeiden.

One comment

  1. was ich hier gehört habe, ist für denn sogenannten mittelstand bekannt. wo ist die ansage für die kleinen leute, die angeblich die spd vertreten will? ich höre nichts. subventionen für den mittelstand soll fließen. warum? weil harzt iv
    empfänger sich keine theaterkarten leisten können und der mittelstand es nur kann, wenn im zucker in den hintern geblasen wird?