Mittwoch , 18. September 2019
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Josef Röttgers ist mit den Baufortschritten im ehemaligen Sparkassen-Gebäude zufrieden. Hier entsteht der neue Versammlungsraum. Foto: dth

Gellersenhaus nimmt Gestalt an

Reppenstedt. Der Um- und Ausbau des ehemaligen Reppenstedter Sparkassen-Gebäudes geht auf die Zielgerade. Die Samtgemeinde Gellersen als Bauherr will Teile des Gebäudes zur Rathaus­erweiterung nutzen und zeitgleich ein Forum, beispielsweise für Vereine, bieten. „Es wird eine Kombination aus Bürgeramt und Bürgertreff“, sagt Samtgemeindebürgermeister Josef Röttgers. Seit Mitte September arbeiten rund 20 Gewerke am Umbau und der energetischen Sanierung des Gebäudes. Die Bauarbeiten sollen Ende Januar abgeschlossen sein. „Wir werden die Baukosten einhalten“, sagte Röttgers bei einer Baustellenbegehung. Auch der künftige Name des Gebäudes stehe nun fest: „Gellersenhaus“.

Gebäude ist auch ohne Anbau größer geworden

Auf den ersten Blick scheint sich das Gebäude zumindest außen kaum verändert zu haben. Doch der Schein trügt. Der Grundfläche nach ist das Haus um mehr als elf Quadratmeter größer geworden mit nun insgesamt 541 Quadratmeter. Grund ist die energetische Sanierung: Dabei wurde die vorhandene Fassade um ein Wärmedämm-Verbundsystem ergänzt. Auch die großflächigen Fenster wurden bereits erneuert und mit einer Wärmeschutzverglasung versehen.

In den Innenräumen wird noch kräftig gearbeitet, die neuen Wände in Trockenbauweise sind weitgehend hergestellt. Neu eingerichtet werden unter anderem acht Büroräume für die Rathausverwaltung. Röttgers: „Hier werden unsere Mitarbeiter vom Einwohnermeldeamt bis hin zum Friedhofswesen einziehen.“ Für die öffentliche Nutzung als Bürgertreff entsteht neben Sanitärbereich, Teeküche, Garderobe sowie einem Stuhl- und Tischlager ein 104 Quadratmeter großer, mit einer Falttür trennbarer Besprechungs- und Versammlungsraum. Röttgers: „Hier können später Lesungen oder Kunstausstellungen stattfinden. Die ersten Vereine haben bei uns schon angefragt.“ Vom neuen Versammlungsraum aus führt künftig eine gläserne Tür direkt nach draußen auf die noch herzustellende, kleine Außenterrasse.

Keller wird Aktenarchiv

Die gesamte Nutzfläche des Gebäudes, einschließlich des Kellergeschosses, beträgt 580 Qua­dratmeter. Der Keller, der über eine Wendeltreppe zugänglich ist, wird wohl weitgehend als Aktenarchiv genutzt werden. Nur für den alten Tresorraum des Kreditinstituts gibt es bisher noch keinen konkreten Verwendungszweck seitens der Samtgemeinde. Ob der Raum mit den extradicken Wänden auch als Proberaum für Musikbands geeignet wäre, vermochte Röttgers noch nicht zu sagen. „Wir sind aber dankbar für Ideen und Vorschläge.“

Noch im Frühjahr hatte der Rathauschef mit den Kommunalpolitikern in Samtgemeinde- und Gemeinderat um die Freigabe der Haushaltsmittel für den Umbau ringen müssen sowie um das Raumkonzept. Die reinen Umbau- und Sanierungskosten bezifferte Röttgers derzeit auf rund 680000 Euro, ohne Mobiliar.

Von Dennis Thomas