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Hans Hermann Garbers hat das Stadtbild in Lüneburg mitgeprägt. Mit seiner Firma Garbersbau baute er zahlreiche Häuser. Nun ist er im Alter von 82 Jahren gestorben. Foto: A/t&w

Hans Hermann Garbers ist im Alter von 82 Jahren verstorben

Lüneburg. Hans Hermann Garbers hat wie kaum ein anderer das Stadtbild Lüneburgs mitgeprägt: Als Baumeister und Inhaber des einst größten Bauunternehmens in der Region, aber auch gesellschaftspolitisch — als langjähriger ehrenamtlicher Präsident der Handwerkskammer und später des Arbeitgeberverbandes Lüneburg. Jetzt ist der ehemalige Bauunternehmer im Alter von 82 Jahren verstorben. Die Beerdigung fand bereits im engsten Familienkreis statt.

Still war es in den vergangenen Jahren um Hans Hermann Garbers geworden. Nicht zuletzt durch die Garbersbau-Insolvenz im Jahr 2003. Seine Mitarbeiter verloren ihren Job, Garbers sein Unternehmen. Das hatte den Zweiten Weltkrieg überlebt, nicht aber die Krise auf dem Bau Anfang des Jahrtausendwechsels.

Ein Mann, auf dessen Wort man sich verlassen konnte

„Einen sicheren Freund erkennt man in unsicherer Sache.“ Die Erfahrung des römischen Philosophen und Schriftstellers Marcus Tullius Cicero musste auch Hans Hermann Garbers machen. So manch vermeintlich guter Freund wandte sich von ihm ab. Andere Freundschaftsbande wurden dagegen umso fester. Einer, der bis zum Schluss mit ihm gut befreundet war, ist der ehemalige Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Lüneburg-Nordostniedersachsen, Ing-bert Renner: „Hans Hermann Garbers war im besten Sinne ein Vertreter der ehrbaren Handwerker“, sagt er über den verstorbenen Präsidenten: „Er war ein Mann, auf dessen Wort man sich 100-prozentig verlassen konnte.“

Neben seinen Ehrenämtern als Präsident der Handwerkskammer und des Arbeitgeberverbandes war Hans Hermann Garbers unter anderem Vorsitzender der Lüneburger Mittelstandsvereinigung, war Beiratsmitglied in der Fachhochschule Buxtehude und im Zentralverband des Deutschen Handwerks aktiv.

Darüber hinaus aber erinnern seine Bauwerke in der Stadt an den umtriebigen Baumeister, der sich immer zu seinen Lüneburger Wurzeln bekannt hatte: Erwähnt seien hier nur das Karstadt-Gebäude, das erste Lüneburger Hochhaus am Pulverweg — oder auch auch die Geschäftsstelle des Arbeitgeberverbandes an der Stadtkoppel, die 1998 eingeweiht wurde. Ein kreisrunder Bau, der aufgrund seiner Architektur durchaus für Gesprächsstoff sorgte und der jetzt durch einen Anbau zum „Haus der Wirtschaft“ erweitert wurde. Hans Hermann Garbers hätte diese Entwicklung „seines“ Verbandes bestimmt gefreut. kre