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Pkw überschlägt sich auf der A39

lz Bardowick/Handorf: Unfall auf der A39: Nach derzeitigen Ermittlungen hatte ein 47 Jahre alter Fahrer eines Pkw VW Sharan gegen 7.55 Uhr in Fahrtrichtung Hamburg zu einem Überholmanöver eines Lkw angesetzt. Dabei übersah der Mann aus Lüneburg einen bereist überholenden Pkw Renault 28-Jährigen, so dass es zum Zusammenstoß kam. Der Renault fuhr auf den VW auf und überschlug sich mehrfach, so dass das Fahrzeug mittig auf den Fahrbahnen liegend zum Stillstand kam. Der VW touchierte in der Folge noch den Lkw Mercedes, so dass ein Sachschaden von insgesamt gut 8000 Euro entstand. Beide Pkw-Fahrer wurden leicht verletzt. Für die Bergungsmaßnahmen musste die Autobahn in Fahrtrichtung Hamburg teilweise ab Lüneburg Nord voll gesperrt werden. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

10 Kommentare

  1. Das kann man täglich auf den Autobahnen beobachten, es wird der Fahrtrichtungsanzeiger links gesetzt und sofort in die linke Fahrspur gefahren ohne auf den Verkehr, der in der linken Spur schneller fährt, zu achten. Das erlebe ich täglich mehrmals. Des öffteren glaube ich, es wird so lange hinter einem Lkw langsam gefahren, bis der Schnellere dicht genug herangekommen ist, um ihn mit solch einem Manöver auszubremsen. Aber nein, das will ich nicht unterstellen. Es wird einfach nicht auf den rückwärtigen Verkehr geachtet und außerdem: „Ich habe ja geblinkt….“

    • Ihre Sicht ist äußerst einseitig.
      Es hätte ja sein können, was gar nicht so selten ist, das der Renault-Fahrer deutlich jenseits der Richtgeschwindigkeit unterwegs war.
      Um es mit Ihren Worten zu sagen:“Das kann man täglich auf den Autobahnen beobachten..“
      Meines Erachtens gibt es kein Recht auf Vorfahrt nur weil man mit 150 km/h aufwärts über die Bahn hetzt.
      Was ich in diesem Fall dem Fahrer nicht unterstellen kann und will.

      • Jenseits der Richtgeschwindigkeit ist nicht verboten, solange dies nicht ausdrücklich beschildert ist. Das „Ausscheren“ in den schneller fahrenden Verkehr ohne Schulterblick und ohne den Verkehr auf einer anderen Spur zu beachten und gewähren zu lassen, schon.

        „Meines Erachtens gibt es kein Recht auf Vorfahrt nur weil man mit 150 km/h aufwärts über die Bahn hetzt.“
        Ihr Erachten ersetzt aber wohl kaum die StVO.
        Selbstverständlich hat man das Recht so schnell zu fahren, wie man will, solange es die Situation zulässt. Wer nicht weiß, das er Fahrzeuge auf anderen Spuren gewähren lassen muss, wenn er diese befahren will und in die andere Spur einfahren will,sollte lieber den ÖPN nutzen.

        • „Jenseits der Richtgeschwindigkeit ist nicht verboten, solange dies nicht ausdrücklich beschildert ist.“ Vorsicht! Es ist zwar nicht verboten, aber es gibt Gerichtsurteile die das einschränken. Kommt es zwischen einem Fahrzeug das deutlich über der Richtgeschwindigkeit und einem Fahrzeug das Richtgeschwindigkeit oder weniger fuhr zu einem Unfall, kann dem deutlich schneller als 130 Kmh gefahrenen Autofahrer zumindest eine Teilschuld angelastet werden auch wenn er den Unfall nicht ursächlich verschuldet hat.
          Fehlende Schilder für ein Tempolimit sind also kein Freibrief wenn es zu einem Unfall kommt. Richter sehen das nun mal anders als der „gemeine“ Autofahrer.

      • Hallo Eratosthenes,
        mit meinen Worten habe ich gesagt, dass man täglich auf der Autobahn beobachten kann, dass langsam fahrende Mitmenschen für den nachfolgenden Verkehr plötzlich die Fahrspur wechseln und damit sich und andere gefährden.

        Hier ein Auszug aus § 5 StVO:

        § 5 StVO Überholen

        (2) … Überholen darf ferner nur, wer mit wesentlich höherer Geschwindigkeit als der zu Überholende fährt.

        (4) Wer zum Überholen ausscheren will, muss sich so verhalten, dass eine Gefährdung des nachfolgenden Verkehrs ausgeschlossen ist.

        (4a) Das Ausscheren zum Überholen und das Wiedereinordnen sind rechtzeitig und deutlich anzukündigen; dabei sind die Fahrtrichtungsanzeiger zu benutzen.

        Ich fahre täglich auf der Autobahn grundsätzlich mit Richtgeschwindigkeit, bauartbedingt macht es auch keinen Spaß mit meinem Auto schneller zu fahren, außerdem wäre der Verbrauch auch zu hoch.

        Was ich mit meiner „Einseitigen Sicht“ zum Ausdruck bringen will, es fahren sehr viele Pkw lange Zeit langsam hinter einem Lkw hinterher und scheren ohne vorherige Ankündigung in die linke Fahrspur wenn nicht nur ich (mit Richtgeschwindigkeit) bis auf ca. 100 Meter herangekommen bin. Sicherlich können Sie sich vorstellen, dass der Sicherheitsabstand zu dem ausscherenden Pkw, der in den seltensten Fällen seine Geschwindigkeit zum Überholen erhöht, sich schlagartig auf null reduziert. Die Differenz zwischen dem langsamen Fahrzeug und dem mit Richtgeschwindigkeit fahrenden liegt in der Regel bei ca. 40 Km/h.

        Und was ist das Resultat bei dieser unüberlegten Überholaktion? Man wird noch beschimpft, weil man den Sicherheitsabstand zu diesem Menschen nicht eingehalten hat.

        Können Sie sich vielleicht ausmahlen, wenn jemand nicht mit Richtgeschwindigkeit auf der linken Fahrspur unterwegs ist, was dann passiert? Es kann doch nicht sein, dass man immer und überall für andere mitdenken und deren Fehler ausbügeln muss.

        In diesem Sinne, es möge sich jeder / jede an die StVO halten und sich an das erinnern, was er / sie in der Fahrschule gelernt hat.

        • Hallo Juergen,

          Natürlich gibt solche Fälle wie Sie sie schildern zu Hauf.
          Ich meine aber auch die Fälle – ist mir selbst schon mehrmals widerfahren – in denen man den rückwärtigen Verkehr gar nicht mehr einschätzen kann.
          „Beim Blick in den Spiegel ist das Fahrzeug noch weit weg und keine 2 Sekunden später, nachdem man selbst den Blinker gesetzt hat und ausgeschert ist, sitzt einem selbiges Fahrzeug schon fast am Stoßfänger hinten dran.

          • Wer genügend Erfahrung als Autofahrer hat sollte auch im Spiegel einschätzen können mit welcher Geschwindigkeit sich ein noch entferntes Fahrzeug nähert. Aber andererseits dürfen „Schnellfahrer“ nicht erwarten dass sie grundsätzlich Vorfahrt haben und auch auf den Verkehr auf der rechten Spur achten. Häufig kann man es auch nahezu „riechen“ dass ein anderes Fahrzeug gleich ausscheren wird.
            Mein Fahrlehrer hat mir damals einen guten Hinweis gegeben. Er sagte: Sie fahren immer mit drei Fahrzeuge gleichzeitig. Mit ihrem eigenen und mit dem vor und hinter ihnen. Und auf der Autobahn auch noch mit dem auf der anderen Spur. Und für alle müssen sie mitdenken und auf alles gefasst sein. Das war so einleuchtend dass ich es nicht vergessen habe. Und das ist immerhin schon eine lange Zeit her ;-).

          • @Erathosthenes

            „Beim Blick in den Spiegel ist das Fahrzeug noch weit weg und keine 2 Sekunden später, nachdem man selbst den Blinker gesetzt hat und ausgeschert ist, sitzt einem selbiges Fahrzeug schon fast am Stoßfänger hinten dran.

            Dann machen Sie etwas völig falsch, nämlich nach dem „ersten“ in den Spiegel sehen,einfach ausscheren!
            Deshalb sieht man „nochmals“ in den Spiegel, *BEVOR* man ausschert. Das Blinken davor kündigt nur das Vorhaben an, mehr nicht. Sie haben sich selbstverständlich vorher zu vergewissern, daß keine Gefahr besteht und zwar nochmals NACH dem Blinken und VOR dem Spurwechsel.
            Ansonsten sind Sie nicht geeignet,ein Fahrzeug zu führen.

  2. @Otto

    „Aber andererseits dürfen „Schnellfahrer“ nicht erwarten dass sie grundsätzlich Vorfahrt haben“

    Selbstverständlich ist es IHRE Verantwortung den Spurwechsel zu unterlassen, wenn andere Verkehrsteilnehmer auf anderen Fahrspuren fahren. Diese wollen die Spur ja nicht wechseln. Sondern Sie.
    Und selbstverständlich haben die „Vorfahrt“ vor Ihnen, als demjenigen, der die Spur wechseln will. Durch Sie entsteht dann ein Verkehrsunfall,nicht durch des Kfz auf der anderen Spur.

  3. Otto
    ihr zitat:Wer genügend Erfahrung als Autofahrer hat sollte auch im Spiegel einschätzen können mit welcher Geschwindigkeit sich ein noch entferntes Fahrzeug nähert
    vorsicht. ich selbst bin letztes jahr noch superbike gefahren. in zwei sec auf hundert, in 12 sec auf 312kmh. niemand kann auf der autobahn dieses einschätzen. ich musste weit aus mehr fahrzeuge beobachten, als ihr fahrlehrer es ihnen empfohlen hat. ich habe es an den nagel gehängt, wollte kein selbstmord begehen, obwohl ich wohl so einigen usern hier damit einen gefallen getan hätte.schmunzel. übrigens, die maschine hatte 160 ps und wog 160 kg.