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Den symbolischen Spatenstich für die Sanierung der Sporthalle Kaltenmoor machten (v.l.) MdB Eckard Pols, Friedrich Suhr, Schulleiter des Johanneums, Susan Kletzin, IGS-Schulleiterin, Oberbürgermeister Ulrich Mädge und MdB Hiltrud Lotze. Foto: t&w

Sporthallen in Kaltenmoor werden für 9,9 Millionen Euro saniert

Von Antje Schäfer
Lüneburg. Die Entkernung und Schadstoffsanierung der beiden Dreifeld-Sporthallen in Kaltenmoor sind bereits angelaufen. Den offiziellen Startschuss für die Sanierung der Sporthalle gab am Dienstag Oberbürgermeister Ulrich Mädge, nachdem jetzt der Förderbescheid des Bundes vorliegt. Damit stehen der Stadt vier Millionen Euro aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ für das insgesamt 9,9 Millionen Euro teure Projekt zur Verfügung. Auch der Landkreis wird sich mit 1,9 Millionen Euro beteiligen.

Sanierung muss Ende 2018 abgeschlossen sein

„Wir sind froh, dass uns der Bund ins Förderprogramm aufgenommen hat. Jetzt kann die Stadt hier einen multifunktionalen Hallenbau entstehen lassen, der als Zentrum eines Sportparks in die Schul-, Integrations- und Sozialarbeit in Kaltenmoor einbezogen wird und den gesamten Stadtteil aufwertet“, sagte Mädge. Außer Schul- und Vereinssport soll auch die Kita Kaltenmoor in der Halle wieder Räume erhalten.

Da die Finanzierung des Projektes lange nicht gesichert war, wurde das Projekt inklusive der Entscheidung Sanierung oder Neubau Jahr um Jahr verschoben. Mit der Vergabe der Fördermittel ist nun verbunden, dass die Sanierung Ende 2018 abgeschlossen sein muss. Deshalb muss die Stadt Tempo machen. Um die Planungen abzusichern, hatte der Rat bereits in diesem Sommer grünes Licht für einen Nachtragshaushalt gegeben.

Modernes, barrierefreies Gebäude

Geplant ist, die Halle wieder eins zu eins herzustellen, allerdings als modernes, barrierefreies Gebäude im Passivhausstandard. Architekt Carsten Grobe vom Büro Architektur- und TGA-Planung erläuterte: „Durch das Dämmen und die Lüftungsanlage können künftig bis zu 80 Prozent Heizwärme eingespart werden.“ Das Dach besteht aus einer photovoltaisch-thermischen Solarkollektorenanlage, die Stromerzeugung wie auch die Erzeugung von Warmwasser und Heizwärme ermöglicht. Dieses innovative Konzept war unter anderem ausschlaggebend für die Förderung durch den Bund.

Mädge machte im Beisein der Bundestagsabgeordneten Hiltrud Lotze (SPD) und Eckhard Pols (CDU) auch deutlich, dass er sich bezüglich der Investitionsmittel, die der Bund bereitstelle, nicht beklagen könne. Auch für ein neues Programm für soziale Einrichtungen, das mit 100 Millionen Euro ausgestattet sei, wolle man Förderanträge stellen. Mögliche Fördermittel sollten dann für das geplante Dorfgemeinschaftshaus in Oedeme, das Jugendzentrum Kaltenmoor sowie die in die Jahre gekommene Sportplatzanlage in Kaltenmoor verwandt werden.