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Ein Teil der Kleingartenkolonie Hopfengarten, der aktuell nicht mehr bewirtschaftet wird, soll als Bauland für ein Wohnprojekt zur Verfügung gestellt werden. Foto: t&w

Bauvorhaben im Hopfengarten stößt auf positives Echo im Ausschuss

Von Antje Schäfer
Lüneburg. Große Zustimmung bei der Politik findet ein gemeinschaftliches Wohnprojekt der Gruppe „Gemeinschaft.Sinn“, das auf einer Fläche der Kleingartenkolonie Hopfengarten entstehen könnte. Die Mitglieder des Bauausschusses votierten einstimmig dafür, dass der Bebauungsplan dafür in einem Teilbereich aufgehoben wird.

Stadtbaurätin Heike Gundermann erläuterte, dass die Hauptfläche der Kolonie östlich des Meisterwegs bereits im Vorfeld der Entstehung des Neubaugebietes Hanseviertel durch einen Bebauungsplan erfasst worden sei. Der westliche Teil hatte ursprünglich noch 21 Parzellen, doch nach und nach wurden immer mehr Gärten aufgegeben beziehungsweise nicht mehr ordnungsgemäß bewirtschaftet. In Abstimmung mit dem Kleingärtnerbezirksverband wurde vereinbart, dass es zu keinen Neuvermietungen mehr kommt. Bestehende Parzellen haben jedoch Bestandsschutz.

Förderprojekt des Bundes

Das Areal der Kolonie hatte die Stadt im Zusammenhang mit dem Sanierungsgebiet „Ehemaliges StoV-Gelände“ erworben, dem heutigen Speicherquartier. Dort könnte das Gebäude der Gruppe „Gemeinschaft.Sinn“ auf einem 1600 Quadratmeter großen Grundstück entstehen. Die hatte eigentlich ein Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Schlieffenkaserne im Visier, wurde — wie berichtet — auch in ein Förderprojekt des Bundes aufgenommen. „Aber sie müssen bis Ende des Jahres ein Finanzierungskonzept inklusive Grundstück vorlegen“, erläuterte Gundermann. Da die Verhandlungen mit dem Bund bezüglich des Areals Schlieffenkaserne noch laufen, schlage man als Alternative die Fläche am Meisterweg vor. Um den Bau zu ermöglichen, müsse die Teilfläche im Bebauungsplan aufgehoben werden. Dem schlossen sich die Mitglieder aller Fraktionen an. Ulrich Löb (Grüne) plädierte zudem dafür, dass das Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Schlieffenkaserne weiter für eine Baugruppe reserviert werden solle.

Grünfläche mit Streuobstwiese

Mehrheitlich bei drei Gegenstimmen der SPD folgte der Ausschuss einem Antrag von Wolf von Nordheim. Darin hatte sich der Grünenpolitiker dafür ausgesprochen, dass die Teilaufhebung in den Grünflächenausschuss überwiesen wird, um dort die Notwendigkeit einer Umweltverträglichkeitsprüfung zu erörtern. Denn bei der zur Debatte stehenden Fläche handle es sich um eine Grünfläche inklusive einer Streuobstwiese sowie um bewirtschaftete Parzellen.

Einen zweiten Teil seines Antrags zog er zurück. Darin hatte er gefordert, dass die Verwaltung jede weitere Kauf- oder Bauanfrage sowie Bauplanung, die die Restflächen des Hopfengartens betreffen, dem Bauausschuss vorzulegen habe. Stadtbaurätin Gundermann hatte erklärt, dass der Verwaltungsausschuss der Stadt über jeden Grundstücksverkauf entscheidet, Bauplanungen immer im Ausschuss vorgestellt werden.

Grünes Licht für Roy Robson

Einen Bauantrag für eine Lagerhalle am Vrestorfer Weg hat jetzt das Textilunternehmen Roy Robson bei der Stadt eingereicht. Die Verwaltung werde die Baugenehmigung erteilen, erklärte Stadtbaurätin Heike Gundermann im Bauausschuss. Vor gut einer Woche habe man sich noch einmal mit Anwohnern auf dem Gelände getroffen. Die hatten bei einer Info-Versammlung zu dem Projekt Ende September darum gebeten, dass die Ausmaße der Halle mit Trassierband markiert werden. Außerdem wurde mittels eines Hubwagens die Höhe des Gebäudes angezeigt. Dabei wurde deutlich, dass die Halle durch die hohen Bäume von der Wohnbebauung aus kaum zu sehen ist.