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Agraringenieurin Nora Mannhardt von der Pächtergemeinschaft des Bauckhofs steht an der künftigen Hofzufahrt von der B209 am östlichen Ortseingang Amelinghausens. Foto. dth

Amelinghausen: Weg frei für Bauckhof-Pläne

Amelinghausen. Der Bauckhof hat von der Gemeinde Amelinghausen nun endgültig grünes Licht für die Erweiterung und gleichzeitige Standortverlagerung seines Demeter-Betriebes erhalten. Die Gesellschafter des Öko-Unternehmens planen am Ostrand von Amelinghausen, nördlich der B209, den Bau eines neuen Kuhstalls, einer Schaukäserei sowie eines neuen Hofladens mit Café. Im Oktober 2015 hatte der Gemeinderat Amelinghausen die Aufstellung des entsprechenden Bebauungsplans beschlossen, vor wenigen Tagen fiel im Rat nun der einstimmige Satzungsbeschluss. Läuft aus Sicht des Bauckhof-Betriebes auch alles weitere glatt, könnte der erste Spatenstich für den neuen Standort am Heisterberg, der für die Gemeinde auch ein touristischer Anziehungspunkt werden soll, im Sommer erfolgen.

Allein für Kuhstall und Schau-Käserei sei ein Investitionsvolumen von insgesamt 1,3 Millionen Euro veranschlagt, sagt Nora Mannhardt von der Pächtergemeinschaft des Amelinghausener Bauckhofs. „Dabei sind wir aber unbedingt auf Fördermittel angewiesen“, sagt die Agraringenieurin. Die notwendigen Anträge sollen im März gestellt werden. Dabei hoffen die Bauherren unter anderem auf eine Förderquote von bis zu 40 Prozent der Baukosten für den Kuhstall. Der geplante Stall im Außenbereich soll eine Kapazität für rund 150 Milchkühe bieten. Mannhardt sagt: „Das ist aber nur eine Option für die nächste Generation, damit sie bei einer künftigen Erweiterung nicht wieder aussiedeln müssen. Tatsächlich planen wir dort nur 70 Kühe an dem Standort zu halten.“

Perspektivisch ermöglicht der Bebauungsplan zudem den Bau eines weiteren, ebenso großen Stalls, beispielsweise für Jungvieh. Auch das sei zunächst nur eine Zukunftsoption.
Ein Vorteil des neuen Standortes auf dem Heisterberg ist, dass das Weideland direkt vor der Haustür liegen könnte. Rund um die geplante Hofstelle erstrecken sich bis zur nächsten Baumgrenze rund 15 Hektar, insgesamt stünden laut Mannhardt sogar insgesamt rund 40 Hektar zur Verfügung. Derzeit liegt der bestehende landwirtschaftliche Betrieb ebenfalls am Ortsrand, aber innerhalb des Ortes im Mischgebiet.

Zufahrt zu neuem Standort bereits angelegt

Bereits angelegt ist die Zufahrt von der B209 zum neuen Standort, die wurde bei der zurückliegenden Grunderneuerung der Landesstraße geschaffen, endet bislang aber auf grüner Wiese noch. Während die Pläne für den Bau von Kuhstall und Schaukäserei schon weit gediehen seien, so Mannhardt, müsse für den Bau des Hofladens noch ein Architekt beauftragt werden. Somit soll im letzten Entwicklungsschritt auch der bestehende Hofladen des Demeter-Betriebes vom innerörtlichen Ortsrand in den Außenbereich verlagert werden, mit größerer Verkaufsfläche. Ingesamt bis zu 800 Quadratmeter sind dafür im Gespräch. Mannhardt: „Da wir Stall und Schaukäserei am neuen Standort zusammenbringen, ist es uns wichtig, dass auch der Hofladen in unmittelbarer Nähe neu entsteht, um weiterhin kurze Wege zu haben.“ Ein integriertes Hofcafé soll das neue Ensemble zusätzlich aufwerten und auch für Touristen interessant sein.
Durch die Betriebsverlagerung werden teilweise bauliche Kapazitäten innerorts frei, die neues Potenzial für neuen Wohnraum im Rahmen des Projektes „Hof wird Dorf“ bieten (LZ berichtete).

Von Dennis Thomas

Weitere Beschlüsse

Bei seiner jüngsten Sitzung beschloss der Rat Amelinghausen die Satzungen zu drei weiteren Bebauungsplänen: so für das Wohngebiet Kleines Feld II mit 13 Baugrundstücken – weniger als ursprünglich erwartet, da bei Baugrunduntersuchungen Torflinsen entdeckt worden waren. Dafür werden nun 1300 Quadratmeter Grünfläche ausgewiesen. Das Plangebiet umfasst insgesamt mehr als 13 900 Quadratmeter und liegt östlich des bestehenden Wohngebietes Kleines Feld.

Laut Bauamtsleiter Michael Göbel könne der Bauverkehr die Bäckerstraße nutzen, die künftig aber abgepollert werden könnte, damit sich die Strecke nicht zum Durchgangsweg in den westlichen Ortsteil entwickelt. Beschlossen wurde auch der B-Plan zur Erweiterung des Kindergartens Amelinghausen um einen Neubau (LZ berichtete). Die Investitionskosten von 1,9 Millionen Euro wurden in der Haushaltsplanung 2017 verankert, weitere Mittel sind für 2018 vorgemerkt.

Auch die Satzung für den B-Plan Nr. 30 Röthenweg wurde beschlossen. Dabei soll „kleinräumig“ in nordöstlicher Ortsrandlage auf Bauwünsche von Anliegern im Nahbereich des Röthenwegs eingegangen werden. Die Kosten für das Bauleitverfahren trägt der Antragsteller, heißt es. dth