Donnerstag , 15. November 2018
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Mit Booten sicherten Retter der DLRG das Neujahrsschwimmen in der Elbe vor Lauenburg ab. Foto: tja

DLRG: Eiskalte Werbeaktion in der Elbe

Lauenburg. Na, wie war es denn so? „Kalt“ sagt Marleen Heß und bringt es auf den Punkt. Dennoch ließen sich 20 Unerschrockene, zum Großteil Wasserretter der DLRG, von der Wassertemperatur der Elbe und der Lufttemperatur am Neujahrstag nicht abschrecken und stiegen zum traditionellen Neujahrsschwimmen in den Strom. Vom Rufer-Platz ging es etwa 800 Meter weit elbabwärts bis zum Boothaus der Ruder-Gesellschaft im Kuhgrund. Marleen Heß aus Büchen war mit 15 Jahren die jüngste Schwimmerin.

Mehr als 200 Zuschauer verfolgten das Spektakel vom Elb­uferwanderweg aus. „Da kann einem ja allein beim Zugucken schon kalt werden“, war oft zu hören. „Eigentlich geht das, aber mir lief diesmal Wasser in den Anzug“, ächzte Lauenburgs Bürgermeister Andreas Thiede, der zum sechsten Mal mitschwamm. „Es ist immer ein besonderes Geschenk für mich, durch die DLRG so gut beschützt vor der wunderschönen Altstadtkulisse entlang schwimmen zu können“, sagte er. Zum Aufwärmen gab es hinterher für Schwimmer und Gäste Glühwein, heißen Kakao und deftige Erbsensuppe.

„Uns geht es bei allem Spaß darum, darauf aufmerksam zu machen, dass wir als DLRG allzeit bereit sind, um Mensch, Umwelt und Tier Schutz zu bieten“, sagte Michael Hinrichs, zweiter Vorsitzender des DLRG-Bezirks Oberelbe. In Lauenburg kümmert sich die DLRG neben der Wasserrettung und dem Katastrophenschutz mit hauptamtlichen Kräften auch um die Notfallrettung. 2016 wurden 2652 Einsätze mit den beiden Rettungswagen gefahren. „Die durchschnittliche Eintreffzeit lag bei 6:48 Minuten“, freute sich Norbert Brackmann. Der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes hatte sich in der Kreispolitik als Vorsitzender des Innenausschusses dafür starkgemacht, die Wachen zu dezentralisieren.

„Wir sind heute wieder dichter an den Menschen und das sorgt für schnelle Hilfe im Notfall. Und zwar außer in Lauenburg auch in Büchen und Schwarzenbek“, so Brackmann. „Wir sind jetzt gut aufgestellt“, erklärte er.

Im Bereich der Schwimmausbildung wurden 111 Schwimmer 870 Stunden ausgebildet, bei der Ersten Hilfe summierte sich der Aufwand zur Ausbildung von 113 Menschen auf 1191 Stunden.