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Am Neujahrsmorgen um 7 Uhr waren bereits die ersten Helfer der muslimischen Jugendorganisation in der Lüneburger Innenstadt im Einsatz und halfen bei der Silvester-Putzaktion. Foto: be

Helfende Hände beim Saubermachen

Lüneburg. Kaum hatten sich die letzten Rauchschwaden der Silvesternacht verzogen, war die Nacht für sechs Mitarbeiter der Abwasser, Grün und Lüneburger Service GmbH (AGL) auch schon wieder zu Ende. Mit drei Kehrmaschinen, Besen und Schaufeln waren sie um 7 Uhr angerückt, um den Innenstadtbereich von den Hinterlassenschaften der abgeschossenen Raketen und Böller zu reinigen. Tatkräftige Unterstützung bekamen sie dabei in diesem Jahr wieder von der muslimischen Jugendorganisation der Ahma­diyya Muslim Jamaat Lüneburg.
Gleich mit 20 ehrenamtlichen Helfern waren die Mitglieder der Organisation angetreten, um „unseren Teil zur Gesellschaft beizutragen“, wie Najeeb Ahmad, Vorsitzender der Jugendorganisation, erklärte.

Arbeitseinsatz nach Gottesdienst am Morgen

Drei Stunden lang halfen die jungen Muslime den AGL-Mitarbeitern, die Straßen und Wege in der Innenstadt vom gröbsten Silvester-Abfall zu befreien. Das frühe Aufstehen sei dabei überhaupt kein Problem gewesen, „wir waren zuvor schon zu unserem Gottesdienst noch vor Morgenanbruch zusammengekommen“, berichtet Najeeb Ahmad.

Für die AGL ist die ehrenamtliche Hilfe fast unverzichtbar. „Sektflaschen, Raketenhölzer und die Reste der Böller-Batterien können wir mit unseren Kehrmaschinen nicht aufnehmen. Da sind wir auf helfende Hände angewiesen“, sagte AGL-Chef Lars Strehse, der sich über die frühmorgendliche Unterstützung sehr gefreut hat. Drei Stunden später war die Arbeit getan, der Bereich zwischen Markt, Stint sowie Sand und Vierorten auch optisch wieder passierbar. Der Einsatz der Helfer wurde mit heißem Kaffee und frischen Berlinern versüßt.

Anlieger müssen Müll vor Häusern selber entfernen

Die Reinigungsarbeiten in den übrigen Teilen der Stadt wird dann im Rahmen der normalen Reinigungsintervalle erfolgen, erläuterte Strehse das weitere Vorgehen der AGL nach der Silvesternacht. Er erinnerte auch an die Pflicht der privaten Anlieger, den Müll vor ihren Häusern selber zu entfernen. „Das klappt in Lüneburg aber in der Regel ganz gut.“ us