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Der Haussperling war bei der Aktion vor einem Jahr der am häufigsten gezählte Vogel in der Region. Foto: nabu

Die Stunde der Wintervögel

Lüneburg. Bleibt der Haussperling an der Spitze oder kann ihm die Kohlmeise oder gar die Amsel den Platz streitig machen? Bei der „Stunde der Wintervögel“ sind Naturfreunde in Stadt und Landkreis Lüneburg wieder gefragt. Sie sollen sich auf die Lauer legen, Augen und Ohren spitzen, um mitzuhelfen, welche Vögel in heimischen Gefilden wie weit verbreitet sind. Deutschlands größte Vogelzählaktion geht über drei Tage, sie beginnt am Freitag, 6. Januar.

Der Naturschutzbund ruft zur Teilnahme auf. Je mehr mitmachen und je mehr Beobachtungen gemeldet werden, desto repräsentativer wird das Bild von der aktuellen Verbreitung der Vogelarten. Die Idee: Naturfreunde zählen am Wochenende eine Stunde lang die Vögel vor ihrem Fenster und melden die Daten dem Nabu. Aus den Daten können Fachleute wichtige Informationen zur Entwicklung der heimischen Vogelbestände ableiten.

Die Hinweise zahlreicher Vogelfreunde, dass zuletzt ungewöhnlich wenige Vögel zu beobachten waren, hatte den Nabu in Niedersachsen aufhorchen lassen. Deshalb sei es besonders wichtig, dass gerade diesmal viele Vogelfreunde mitmachen, selbst wenn sie nur wenige Flugkünstler sehen. Möglicherweise könne die Aktion Aufschluss über die Hintergründe des Ausbleibens geben.

Eine Stunde lang auf die Lauer legen

Die Teilnahme ist einfach: Binnen einer Stunde, die man selbst zwischen dem 6. und 8. Januar festlegt, werden alle Vögel aufgeschrieben, und zwar jeweils die höchste Anzahl einer Art, um Doppelzählungen zu vermeiden, und mit den Meldebogen bis Montag, 16. Januar, unter www.stundederwintervoegel.de oder über das online-Meldeformular gemeldet. Am 7. und 8. Januar kann zudem in der Zeit von 10 bis 18 Uhr eine kostenlose Telefonnummer genutzt werden, Tel.: (0800)1157115. Unter allen Teilnehmern werden Preise verlost. Eine Orientierungshilfe zur Vogelbestimmung mit Steckbriefen verschiedener Arten gibt es auf www.nabu.de im Internet. red