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Das Jahr geht, der Müll bleibt: Die Silvesterknallerei auf dem Kalkberg ist ein Dauer-Ärgernis. Foto: be

Grüne fordern Kalkberg-Sperrung

Lüneburg. Müll, Reste abgeschossener Silvesterraketen und verschreckte Tiere waren einmal mehr traurige Begleiterscheinung der Silvesterböllerei auf dem Kalkberg (LZ berichtete). Damit soll jetzt Schluss sein. Ulrich Blanck (Grüne) will mit den Partnern der Jamaika-Gruppe CDU und FDP sprechen. Das Ziel: Der Kalkberg soll zum nächsten Silvesterfest gesperrt werden.

Idee der Sperrung nicht neu

Bereits vor drei Jahren habe er mit Oberbürgermeister Ulrich Mädge über die Sperrung des Kalkbergs zu Silvester verhandelt, sagt Blanck. Letztlich sei das an den Kosten gescheitert. „Leider ist zu beobachten, dass es jedes Jahr schlimmer wird. Nun ist ein Maß erreicht, das wir nicht mehr akzeptieren können.“ Deshalb solle das Areal am letzten Tag des Jahres rigoros gesperrt werden. Ohnehin sei es laut Altstadtsatzung verboten, im Bereich der Altstadt Feuerwerk abzubrennen. „Wir werden daher auch über die Feuerwerke anlässlich der Volksfeste auf den Sülzwiesen reden müssen. Auch die Luftverschmutzung durch Feuerwerk ist ein Problem. Nach Angaben des Umweltbundesamts werden in einer Silvesternacht etwa 4000 Tonnen Feinstaub freigesetzt. Dies entspricht fast den Emissionen des Straßenverkehrs im Zeitraum von zwei Monaten“, rechnet Blanck vor.

Kalkberg Rückzugsgebiet für viele Tiere

Die Stadt weist seit Jahren darauf hin, dass das Naturschutzgebiet Kalkberg Rückzugsgebiet für viele zum Teil sehr lärmempfindliche Tiere ist. „Bitte kein Feuerwerk“, ist der Appell, der auch die Altstadt einschließt. Wer um die enge Bebauung wisse und schon mal erlebt habe, wie schwer im Brandfall dort ein Feuer zu löschen ist, der verzichtet am besten auf ein Feuerwerk, hat die Stadt wiederholt deutlich gemacht.

In den Altstädten anderer Kommunen wie Esslingen und Herrenberg sind Böller und Raketen an Silvester bereits verboten. In Stuttgart setzt sich der BUND dafür ein, das Feuerwerk wegen des Feinstaubs abzuschaffen. as

4 Kommentare

  1. Es gibt ja auch keine wichtigeren Sachen zu erledigen.

    • Sich für ein Naturbiotop mitten in der Stadt mit vielen geschützenden (vom Aussterben bedrohten) Pflanzen & Tier einzusetzen finde ich schon sehr wichtig !!

  2. 133 Millionen Euro, die sich auch 2016 wieder in Luft bzw. Feinbstaub auflgelöst haben – meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Kaum zu glauben, dass Silvester-Feuerwerk am Kalkberg nicht schon längst verboten ist. Insofern ein guter Vorschlag – und höchste Zeit, das endlich durchzusetzen! Esslingen und Herrenberg kenne ich nicht, aber auch in der Fachwerk-Stadt Quedlinburg hat man Böller und Silvesterraketen zum Glück aus der Stadt verbannt:
    http://www.mz-web.de/quedlinburg/silvester-in-quedlinburg-kein-feuerwerk-in-der-innenstadt-3336886

    • Ich finde man sollte alles verbieten was nicht vegan oder politisch korrekt oder irgendwie Spaß macht. Brav Steuern zahlen und Klappe halten, so möchten es die Grünen.