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Der Naturschutzbund hat seine erste Bilanz der Aktion „Stunde der Wintervögel“ vorgelegt. Demnach liegt der Haussperling erneut vorn. Foto: A/haase

Haussperling liegt bei „Stunde der Wintervögel“ wieder vorn

Lüneburg. Der Naturschutzbund (NABU) Niedersachsen hat eine erste Bilanz der Aktion „Stunde der Wintervögel“ gezogen. Vogelfreunde in Niedersachsen waren zum siebten Mal aufgerufen, alle innerhalb einer Stunde gezählten Vögel im Garten, Kleingarten oder Park zu notieren und zu melden. Der Haussperling liegt im Landkreis Lüneburg, in Niedersachsen und auch bundesweit wie bereits in den vergangenen Jahren auf Platz eins. Einen deutlichen Negativtrend weisen die Kohl- und Blaumeisen auf.

Am Montag hatten bereits rund 1500 Personen mehr bei der Aktion mitgemacht als im Vorjahr. Dementsprechend genauer werden die erhobenen Daten der gezählten Vögel. Da die Ergebniseingabe noch bis zum 16. Januar möglich ist, kann der NABU derzeit nur auf Trends zurückgreifen – diese sind aber bereits recht stabil. Demnach liegt der Haussperling wieder auf Rang eins, die Amsel mit knapp fünf Exemplaren pro Garten auf Rang zwei, dann die Kohlmeise mit einem Rückgang von 31 Prozent und 3,5 Exemplaren auf Rang drei, gefolgt von Feldsperling und Blaumeise. Die Zahl der je Garten beobachteten Vögel nimmt jedoch spürbar ab. So wurden, trotz steigender Beteiligung, bislang knapp 8000 Vögel weniger als im Vorjahr gezählt. Betroffen sind besonders Grünfink, Kernbeißer und sämtliche Meisenarten.

Die Ergebnisse aus dem Landkreis Lüneburg unterscheiden sich nur geringfügig vom landesweiten Durchschnitt. Die Plätze 1 bis 10: Haussperling (1074 Meldungen), Feldsperling (885), Amsel (842), Kohlmeise (631), Blaumeise (510), Grünfink (282), Buchfink (244), Ringeltaube (228), Elster (197) und Rotkehlchen (182).

Warum deutlich weniger Vögel als im Vorjahr beobachtet wurden, ist nicht eindeutig zu beantworten. Liegt es an schlechten Bedingungen oder sind weniger Wintergäste eingeflogen? Ein näherer Blick am Beispiel der Kohlmeise zeigt jedenfalls, dass der Rückgang regional sehr ungleich verteilt ist. Einen genauen Überblick gibt es auf www.nabu-niedersachsen.de. lz