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Grafik: Carsten Grobe Passivhaus
Grafik: Carsten Grobe Passivhaus

Richtfest für Erweiterungsbau des Johanneums

Lüneburg. Rundum zufriedene Gesichter gab es auf der Baustelle am Johanneum. Bei strahlendem Sonnenschein feierte die Stadt am Donnerstag Richtfest für den ersten Bauabschnitt des Erweiterungsbaus für das Gymnasium an der Theodor-Heuss-Straße. Zum im Sommer beginnenden Schuljahr 2017/2018 entstehen dort neue Unterrichtsräume für die Aufnahme der Jahrgangsstufen 5 bis 7, die aus Platzmangel zum Teil derzeit noch im nahe gelegenen Schulzentrum Kaltenmoor untergebracht sind.

„Dies ist ein Bau für die Zukunft, dies ist gut angelegtes Geld“, sagte Oberbürgermeister Ulrich Mädge über den Anbau, der jetzt im Rohbau fertiggestellt ist. Lüneburg wachse, damit steige auch der Bedarf an weiteren Schulplätzen. Erst am Donnerstag hatte die LZ berichtet, dass aufgrund steigender Schülerzahlen auch an mehreren Grundschulen angebaut werden muss. „Wir haben einen Riesenzuwachs, die Sorge, hier könnten demnächst Räume leer stehen, habe ich nicht“, sagte Mädge. Er dankte den beteiligten Bauunternehmen, Architekten und Planern für deren besonderen Einsatz, ohne den der ehrgeizige Zeitplan für die Fertigstellung des Anbaus wohl nicht machbar wäre.

Keine Sorge, dass die Räume bald leer stehen könnten

Darauf wies auch Schulleiter Friedrich Suhr hin: „Wir nähern uns dem Termin mit Siebenmeilenstiefeln.“ Das aber sei ohne die eingelegten Doppelschichten in den vergangenen Monaten sicher nicht möglich gewesen. Umrahmt wurde die Feier mit zwei Einlagen des Schulchores, Stephan Müller, Chef der Baufirma Hinrich Tillmann, sprach zuvor den Richtspruch und wünschte Projekt, Bauherrn und Schülern Glück.

Der Druck, den Bau fristgerecht zum neuen Schuljahr beziehen zu können, war gekoppelt an den gestiegenen Raumbedarf der Integrierten Gesamtschule, deren Oberstufe ab dem Sommer erstmals vierzügig wird. Die im selben Gebäudekomplex untergebrachten 5. und 6. Klassen des Johanneums werden dann in den neuen Anbau am Mutterhaus wechseln, in dem auch Platz für einen weiteren Jahrgang sein wird.

Auf einer Bruttogeschossfläche von 2900 Quadratmetern entstehen drei sogenannte Heimbereiche mit jeweils fünf Klassenräumen, einem Medienraum, eigenem Sanitärtrakt und einem Gruppenbereich, der als „Lerninsel“ das Zentrum dieser Heimbereiche bilden wird. Im Foyer ist eine Bühne mit Multifunktionsraum geplant, außerdem gibt es Räume für die Lehrerschaft und die Schülervertretung. Das Gebäude ist mittels Rampen und Fahrstuhl barrierefrei erreichbar und ist an das lokale Fernwärmenetz angeschlossen. Mit Fertigstellung des Neubaus soll auch der Schulcampus insgesamt vergrößert werden, „allerdings können wir nicht sämtliche Wünsche der Schulelternschaft berücksichtigen, dies lässt das Budget leider nicht zu“, sagte Heike Gundermann am Rande der Veranstaltung. Die Gesamtkosten beziffert die Stadt mit 6,5 Millionen Euro, auch hier sei man weiterhin im Plan.

Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren erfordert Aufstockung

Doch mit dem Einzug der ersten Schüler in den Neubau werden die Planungen für den zweiten Bauabschnitt schon bald folgen. Dieser sieht die Aufstockung des derzeit nur einstöckigen Gebäudeteils vor. Das Obergeschoss muss bis zum Schuljahresbeginn 2020/2021 fertig sein, wegen der Rückkehr zum Abitur nach 13 Schuljahren gibt es dann wieder einen Jahrgang mehr als heute.

Von Ulf Stüwe