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Kontoführungsgebühren der Sparkasse steigen am 1. Mai. Foto: A/t&w

Sparkasse Lüneburg hebt Kontoführungsgebühren an

Lüneburg. Die Sparkasse Lüneburg erhöht die Kontoführungsgebühren. Vom 1. Mai an müssen die allermeisten Kunden mehr bezahlen. Zu Details möchte sich das Geldinstitut erst in der kommenden Woche äußern, nach LZ-Informationen beträgt die Erhöhung allerdings je nach Konto-Modell bis zu 20 Prozent. Aufs Jahr gesehen würde das neue Preismodell mehr als eine Million Euro in die Kassen der Sparkasse spülen.

Das neben den kostenfreien Konten für junge Kunden preisgünstigste Modell mit der niedrigsten Grundgebühr für Privatkunden soll statt 3,50 künftig 4 Euro im Monat kosten. Bei dem Modell müssen auch einzelne Buchungen separat bezahlt werden, statt 0,15 Euro soll der Preis dafür dann 0,25 Euro betragen.

Bei den sogenannten GiroPrivileg-Konten, die Zusatzleistungen beinhalten wie Vergünstigungen fürs Kino oder Handwerkerservice, steigt der monatliche Grundpreis nach LZ-Informationen jeweils um 1,50 Euro, das preisgünstigste Modell (GiroPrivileg Classic) kostet dann statt 7,50 Euro monatlich 9 Euro, das teuerste (GiroPrivileg Gold) 16,50 Euro statt 15 Euro monatlich. Angesichts von rund 35000 Giro-Privileg-Konten würde allein das 630000 Euro Mehreinnahmen pro Jahr bedeuten. Die etwa 50000 Privat-Girokonten spülen durch die Erhöhung um 0,50 Euro im Monat 300000 Euro in die Kasse macht zusammen 930000 Euro. Hinzu kämen die Mehreinnahmen durch die dann teureren Einzelbuchungen. Außerdem sollen offenbar die Preise für Schließfächer um 10 Euro pro Jahr steigen.

Von der Sparkasse heißt es dazu auf LZ-Anfrage lediglich: „Ja, wir werden unsere Preise anpassen und gleichzeitig unser Leistungsangebot verbessern.“ Details möchte Sprecher Steffen Müller aber noch nicht nennen, er verweist auf eine Pressekonferenz am Mittwoch: „Wir freuen uns darauf, unter dem Titel ,Neugestaltung des Privatgiro-Preis- und Leistungsangebotes und Weiterentwicklung von ,Das tut gut alle wichtigen Informationen transparent zur Verfügung zu stellen. Unsere Strategie lautet, dass wir uns voll auf unsere Kunden fokussieren und ständig unsere Leistungen verbessern. Deswegen investieren wir weiterhin in unsere Kompetenz und unsere Qualität.“

Von Alexander Hempelmann

10 Kommentare

  1. Man gut das ich mein Konto gekündigt habe.
    3,50€ für nichts und zusätzlich noch 0,15€ pro Lastschrift waren mir zuviel dafür das ich nichts mehr per
    Papier mache.

  2. Karlheinz Dieter Koblenz

    Bin bei der Netbank, seit 2005, habe also für Null Euro den Service, den man bei er Sparkasse für 16,50 Euro bekommt. Was verdienen so die Sparkassenkunden ? So Durchschnittlich 8000 Euro Netto im Monat ?

    • Genau Karl Heinz, das sind mir die richtigen Schmarotzer, Leistungen nutzen und nichts dafür zahlen und andere werden mit Hingerlöhnen abgespeist. Immer schön billig.

  3. Neue Kunden werden nur noch abgeschreckt von diesen seltsamen Angeboten. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und behaupte das die meisten sich eher kaputt lachen über so ein Preis/Leistungs/Serviceangebot.
    Jeder der halbwegs rechnen kann und in vielen Fällen auch muss wird sicher einen großen Bogen um diese Bank machen.
    Ich war mal Kunde.Werde es nie wieder sein
    Wozu auch.

  4. Mir hat mal ein Sparkassen-Mitarbeiter (nach Geschäftsschluss) gesagt, das die Sparkasse sich mehr auf Firmenkunden konzentrieren will. Privatkunden machen zuviel Arbeit, bei zu wenig Umsatz/Gewinn.

  5. Und da ist sie wieder, die „Geiz ist geil“ Mentalität. Service ja, aber dafür bezahlen, wozu.

    Natürlich ist es schwer, „gerechte“ Kosten für eine Kontonutzung festzustellen.

    Aber sind die Kunden, die ein kostenloses Konto bei einer Direktbank haben, wenigstens so konsequent, sich NICHT mit Bargeld über die Geldautomaten der Sparkassen und Volksbanken zu versorgen ?

    Schade, dass solche Kunden leider nicht von den Volksbanken und Sparkassen bei der Nutzung der eigenen Geldautomaten ausgeschlossen werden dürfen.

  6. Naja ,irgendwie müssen ja nicht-öffentlich bekanntgegebenen Vorstandsgehälter ja bezahlt werden, oder? 🙂
    Ist doch schon sehr verdächtig, jede „normale“ Bank muss ihre Vorstandgehälter offen legen.

  7. Sehr amüsant finde ich es auch bei Abhebungen am Automaten der Sparkasse LG immer die Aufforderung zu bekommen, „bekennender Lüneburger“ zu werden.

    Wohnen in Lüneburg ist schon mit einem Aufschlag verbunden (den ich zu zahlen bereit bin!), da muss ich nicht noch absurd hohe Kontoführungsgebühren für Leistungen bezahlen, die ich sogar bei anderen SPARKASSEN für deutlich weniger bekomme. So gewinnt man mich gewiss nicht als Neukunden…

  8. Die Rundfunkanstalten der ARD nebst Deutscher Welle und Deutschlandradio gehören zu den Empfängern der Haushaltspauschale (früher Rundfunkgebühren eingezogen über die GEZ) die von jedem Haushalt zu zahlen ist. Sie sind alle Anstalten des öffentlichen Rechts.
    Das sind auch die Sparkassen – Anstalten des öffentlichen Rechts. Doch was haben beide gemeinsam? Ihre Finanzen und ihre Geschäftstätigkeiten sind so undurchsichtig und verdeckt wie bei keinem privaten Fernsehsender oder privaten Banken. Private Unternehmen müssen alle Zahlen veröffentlichen. Anstalten des öffentlichen Rechts arbeiten quasi im Dunkeln. Verquickungen und Geschäftsbeziehungen mit dritten kann man nur erahnen. Wie auch in Lüneburg. Und dann soll man Vertrauen dazu haben? Fällt mir schwer.
    Ich kenne einige Mitarbeiter der hiesigen Sparkasse und weiß welche Umsatzvorgaben ihnen gegeben werden und wie reagiert wird wenn diese Ziele nicht erreicht werden. Es ist vielen bekannt unter welchen Bedingungen teilweise Kredite vergeben oder ein Dispo erhöht wird wenn jemand gerade mal eine etwas angespannte Finanzlage hat. Diese mir bekannten Geschäftspraktiken sind nicht sauber, nicht ethisch, nicht ehrlich und teils auch nicht zulässig. Aber wer fragt danach wenn er Geld benötigt. Lieber beißt man in den sauren Apfel. Stimmt! Die Frage ist berechtigt. Nämlich: Wer deckt das alles? Auf die Antwort muss jeder selbst kommen.
    Eigentlich wollte ich etwas über Fake-News schreiben, die man auch für die kommenden Wahlkämpfe auf Landesebenen in Deutschland und für den Bundestagswahlkampf erwartet und bereits (vorsorglich) davor warnt. Warum? Weil ich bei den Kommentaren von „Klaus“ und „Christoph“ gegen das Gefühl nicht ankomme, dass es Auftragskommentare sind. Ich glaube gerade auf der „niedrigeren“ und überschaubaren Ebene wie diese Plattform sind sie sehr leicht zu platzieren. Na „Klaus“ und „Christoph“. Welcher Gegenangriff kommt jetzt?

  9. Andreas Janowitz

    “ Ihre Finanzen und ihre Geschäftstätigkeiten sind so undurchsichtig und verdeckt wie bei keinem privaten Fernsehsender oder privaten Banken.“

    Was dann wohl eine leere Behauptung bleibt, da:
    https://www.dsgv.de/de/sparkassen-finanzgruppe/daten-und-fakten/

    „Verquickungen und Geschäftsbeziehungen mit dritten kann man nur erahnen.“
    Klar bei anderen Unternehmen gibt es nicht soetwas wie „Geschäftsgeheimnisse“?
    Ebensowenig wie „Zielvorgaben“.

    Vermeindliche „Auftragskommentare“ sollen eine Pseudoopposition suggerieren und das eigenen Unvermögen kaschieren. Dennoch dienen systematische Untergrabung von Vertrauen in öffentliche Institutionen durch hörensagen Geschichten einem Zweck: Zersetzung.

    Eine vermeindliche moralische Überlegenheit der eigenen Position macht sich auch immer gut, obwohl offensichtlich nur Halbwahrheiten und Hörensagen weiter getragen werden, was dann wohl die „Antwort“ wäre auf die man kömmen müsse.
    Ach Nein! Es soll ja gegen den Oberbürgermeister geschossen werden, der obendrauf auch noch Order an Subalterne ausgibt, sogenannte „Aufklärer“ mittels „Fake-News“ Mundtot zu machen.

    Der paranoide Spinnkram ist dem kritischen Rationalismus sein Tod. -.-