Donnerstag , 20. September 2018
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Wenn es zum Einsatz geht, ist Eile geboten. Damit der Anfahrtsweg zum Brandort nicht so lang wird, gibt es Überlegungen, neben der Feuerwehrwache an der Lise-Meitner-Straße (hier im Bild) und der in Rettmer eine dritte im Osten der Stadt einzurichten. Foto: be

Feuerwehr Lüneburg: Neue Wache bleibt vorerst nur ein Wunsch

Lüneburg. Zwar gibt es erste Überlegungen, wohl aber noch keine konkreten Pläne für eine dritte Feuerwache in Lüneburg. Das geht aus einer Stellungnahme der Stadt hervor, die Sicherheitsdezernent Markus Moßmann und Stadtbrandmeister Thorsten Diesterhöft in der jüngsten Ratssitzung abgaben. Sie reagierten damit auf eine Anfrage der Jamaika-Gruppe, die um Auskunft zu Investitionen für eine neue Wache im Osten der Stadt gebeten hatte.

Anlass für die Anfrage waren laut Gruppenantrag Beschlüsse des Verwaltungsausschusses vom August vergangenen Jahres. Neben Investitionen in Höhe von knapp 2 Millionen Euro bis 2019 habe man auch über erste Pläne zur Errichtung eines Feuerwehrhauses am östlichen Stadtrand gesprochen, wie die Stadt damals mitteilte. Diese stünden im Zusammenhang mit der weiteren Entwicklung der Stadt und der „Effizienzverbesserung bei Einsätzen“. Hintergrund sind Anforderungen zur schnellen Erreichbarkeit von Einsatzorten.

Investitionen in Höhe von 2,5 Millionen Euro bis 2021

Moßmann bestätigte, dass in einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der Feuerwehr und der Abwasser, Grün und Lüneburger Service GmbH, Überlegungen zur Errichtung eines weiteren Feuerwehrhauses „im Gebiet der Hansestadt“ angestellt werden. Ein Ergebnis werde bis Ende des Jahres erwartet. „Es sind daher bis zur Vorlage des Ergebnisses … keine investiven Mittel für die Planungen eines Feuerwehrhauses im östlichen Bereich der Hansestadt vorgesehen und notwendig.“

Eine Übersicht über die anstehenden Investitionen gab Thorsten Diesterhöft. Der Stadtbrandmeister listete in der Ratssitzung die geplanten Anschaffungen – unter anderem Rüstwagen, Einsatzleitwagen, Drehleiter sowie Mannschaftswagen und Kleinalarmfahrzeuge – auf. Danach ist das Investitionsvolumen bis 2021 derzeit mit rund 2,5 Millionen Euro angesetzt.
Der für Ende 2017 erwartete Vorschlag für eine dritte Feuerwache im Osten der Stadt werde aber noch keine Aussagen zu notwendigen Investitionen enthalten, „sondern im Schwerpunkt eine feuerwehrtaktische Sichtweise darstellen“, sagte Moßmann. Der Vorschlag werde dann in den Gremien der Feuerwehr und des Rates beraten. Erst danach werde über Investitionen gesprochen. Entsprechende Rücklagen, auch danach war in dem Antrag gefragt worden, seien daher auch noch nicht gebildet worden, erklärte Stadtkämmerin Gabriele Lukoschek.
Notwendige Mittelgegebenenfalls aufstocken

Jamaika-Gruppenchef Niels Webersinn zeigte sich nach der Sitzung zufrieden. „Es ist beruhigend zu wissen, dass man sich zu diesem Thema bei der Feuerwehr Gedanken macht.“ Jetzt komme es darauf an, im Einklang mit der Feuerwehr einen genauen Blick auf die Investitionen zu richten und diese, sofern erforderlich, aufzustocken. Ziel müsse es sein, die an die Sicherheit der Bürger gestellten Anforderungen auch erfüllen zu können.

Von Ulf Stüwe