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Der Geh- und Radweg an der Nordseite der Konrad-Adenauer-Straße soll im Bereich zwischen Theodor-Heuss-Straße und Deutsch-Evern-Weg saniert werden. Foto: t&w
Der Geh- und Radweg an der Nordseite der Konrad-Adenauer-Straße soll im Bereich zwischen Theodor-Heuss-Straße und Deutsch-Evern-Weg saniert werden. Foto: t&w

1,24 Millionen Euro für die Fahrradfahrer

Von Antje Schäfer

Lüneburg. 601.000 Euro hat die Stadt im vergangenen Jahr in die Förderung des Radverkehrs investiert. In diesem Jahr will sie noch einmal tüchtig drauflegen. Laut Etatentwurf 2017 sind insgesamt 1,24 Millionen Euro für Maßnahmen rund um den Radverkehr geplant. Die Details stellt die Verwaltung am Montag, 6. Februar, im Verkehrsausschuss vor. Das Gremium tagt von 16 Uhr an im Huldigungssaal des Rathauses.

Fahrrad-Parkhaus soll sicherer werden

Ein Blick zurück: Im Rahmen des Umbaus der Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße, der Ende des vergangenen Jahres abgeschlossen wurde, wurde auch der Radweg auf der Nordseite zwischen Wilhelm-Leuschner- und Kurt-Huber-Straße saniert, es entstand ein Schutzstreifen auf der Südseite der Straße. Die Kosten dafür beliefen sich auf rund 107.000 Euro.

Den größten Posten machte aber im vergangenen Jahr mit 264.000 Euro der Radweg an der Südseite der Dahlenburger Landstraße aus. Dort entstand ein neuer Geh- und Radweg, nachdem ein Radfahrstreifen zwischen Theodor-Heuss-Straße und dem Toten Weg (KVG-Zufahrt) angelegt worden war.

Laut Etatentwurf für 2017 sind knapp 1,1 Millionen Euro für investive Maßnahmen in diesem Jahr vorgesehen. Da die Stadt Fördermittel in Höhe von 433.600 Euro einwerben konnte, beläuft sich ihr Eigenanteil auf 657.000 Euro. „Damit werden in diesem Jahr fast 17 Euro pro Einwohner in den Radverkehr investiert“, heißt es in der Vorlage zum Ausschuss.

So sollen zum Beispiel der Geh- und Radweg an der Nordseite der Konrad-Adenauer-Straße zwischen Theodor-Heuss-Straße und Deutsch-Evern-Weg saniert werden (Kosten: 154.000 Euro) sowie der Geh- und Radweg auf der Ostseite der Soltauer Straße auf einer Länge von 775 Metern von der Einmündung Munstermannskamp bis kurz vor der Einmündung Oedemer Weg (Kosten: 319.000 Euro). Bereits für das vergangene Jahr geplant soll nun eine Rampe von der Bundesstraße 216 hinunter zur Otto-Brenner-Straße im Industriegebiet Hafen realisiert werden.
Darüber hinaus werden im Zuge des Anschlusses des Anbaus des Johanneums an das Fernwärmenetz der Avacon der Geh- und Radweg an der Theodor-Heuss-Straße zwischen Parkplatz Johanneum und Fußgängerüberweg zu Lidl erneuert (115.000 Euro).

Mehr Stationen für das Leihsystem

Sicherer machen will die Stadt den Radspeicher am Bahnhof. Bereits im vorigen Sommer hatte Verkehrsdezernent Markus Moßmann bei einem Ortstermin erklärt, dass man ein elektronisches Zugangssystem installieren wolle, um Dieben das Handwerk zu erschweren, die dort vermehrt zugeschlagen hatten. Inklusive einer energetischen Sanierung veranschlagt die Stadt dafür 323200 Euro, Fördermittel konnte sie dafür lediglich in Höhe von 800 Euro einwerben.

Für die laufende Unterhaltung von Radwegen sind rund 75.000 Euro im Etatentwurf eingesetzt. Damit sollen unter anderem die Asphaltdecken entlang der Uelzener Straße sowie der Artlenburger Landstraße in Teilen saniert werden. Und die Stadt hat weiter eine Aufstockung des Fahrradleihsystems StadtRad im Blick. Bereits im vergangenen Sommer hatte der Rat auf Antrag der damaligen Gruppe SPD/Grüne diskutiert, dieses zu erweitern. Neun zusätzliche Standorte zum bestehenden System sollten dazu kommen, statt bisher 65 dann 110 Räder im Angebot sein. Über die Finanzierung müsse man noch mit dem Allgemeinen Studierendenausschuss und Universität reden, hieß es damals. Die Stadt würde im Fall der Aufstockung ihren Kostanteil auf 65.000 Euro erhöhen.

2 Kommentare

  1. Na, hoffentlich ist noch etwas Geld über für den Radler auf dem Foto, damit er sich eine Beleuchtung für seinen „Drahtesel“ kaufen kann.

  2. Die Überschrift des Artikels ist grob irreführend.

    Fahrradwege oder „Schutzstreifen“ dienen weder der Sicherheit noch der Förderung des Fahrradverkehrs, sondern gehören unbedingt zum Konzept der AUTO-gerechten Stadt.
    Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Autogerechte_Stadt
    Zitat:
    „Eine „autogerechte Stadt“ ist eine an den vermeintlichen oder tatsächlichen Bedürfnissen des motorisierten Individualverkehrs orientierte Stadt.“
    Umfassendere Übersicht hier:
    https://kw1.uni-paderborn.de/fileadmin/kw/institute-einrichtungen/humanwissenschaften/soziologie/personal/briese/Volker_Briese_Radwegebau.pdf
    Zitat daraus: (Begründung für benutzungspflichtige Fahrradwege):

    „Die Radfahrer „stören den Straßenverkehr, und zwar am meisten das Tempo des Kraftverkehrs …“

    Zutreffend müsste die Überschrift über den Artikel der LZ also heißen:
    „1,24 Millionen Euro für den Autoverkehr in Lüneburg“