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Die Drehleiter der Feuerwehr - hier im Einsatz bei einer Personenrettung in der Schröderstraße - ist in die Jahre gekommen. Zudem wünschen sich die Brandbekämpfer ein Modell mit Gelenk für die Innenstadt. Foto: t&w

Neue Drehleiter auf der Wunschliste der Feuerwehr Lüneburg

Lüneburg. Der Fuhrpark der Lüneburger Feuerwehr umfasst 27 Fahrzeuge, einen Oldtimer, zwei Pulverlöscher, zwei Anhänger, ein Mehrzweckboot und zwei Kommunalschlepper. Einige Fahrzeuge sind in die Jahre gekommen, sollen nach und nach ersetzt werden. 551 000 Euro sind dafür vorgesehen, weitere 45 500 Euro für neue Geräte und Schutz­ausrüstung.
Schon im Februar oder März können sich die ehrenamtlichen Helfer über einen neuen Rüstwagen freuen. Der befindet sich zurzeit noch 750 Kilometer entfernt in der Endfertigung, berichtet Stadtbrandmeister Thorsten Diesterhöft. Das aktuelle Modell sei 35 Jahre alt. 500 000 Euro sind dafür vorgesehen.

Kooperation mit der AGL bei neuer Notfallpumpe

Die verbleibenden 51 000 Euro fließen in das Fahrgestell eines Kleinalarmfahrzeugs, die Ausstattung soll 2018 folgen. Da es sich bei rund 25 Prozent der Einsätze um Kleinalarmierungen handelt, ist ein entsprechendes Fahrzeug wichtig. So wurden die engagierten Helfer der vier Ortsfeuerwehren im vergangenen Jahr zu rund 180 Einsätzen gerufen, bei denen sie unter anderem Türen öffnen, Wasserschäden beseitigen oder Tiere retten mussten (LZ berichtete).

Die Feuerwehr plant, weitere Fahrzeuge anzuschaffen, wenn es der Etat der Stadt hergibt. Ein neuer Einsatzleitwagen steht auf der Wunschliste, der Vorgänger ist 27 Jahre alt. Grund für die Neuanschaffung sei aber nicht nur das Alter, sondern auch die problematische Umrüstung mit digitalem Funk.

Auch ein Kommandowagen soll in den Feuerwehr-Fuhrpark aufgenommen werden, ebenso sollen künftig zwei VW Caddys mit mobiler Blaulichtanlage bei Bedarf zur Verfügung stehen. Dahinter steckt eine Kooperation mit der benachbarten Abwasser, Grün & Lüneburger Service GmbH, kurz AGL, die die Kosten für diese Fahrzeuge tragen wird. Ebenso beschafft die städtische Tochtergesellschaft eine Notfallpumpe, die die Feuerwehr nutzen darf. Diesterhöft nennt die Vorteile: „Sie lässt Wasserentnahmen aus offenen Gewässern zu mit einer Leistung von 7000 Litern pro Minute.“ Die Partnerschaft von AGL und Feuerwehr besteht auch auf Mitarbeiter-ebene. So sind zurzeit drei Auszubildende bei der AGL tätig, engagieren sich aber auch bei den Brandbekämpfern.

Kostspielige Wartungder alten Drehleiter

Für die Folgejahre gibt es ebenfalls schon Pläne: 2018 soll ein neues Tanklöschfahrzeug mit einem Fassungsvermögen von 5000 Litern und einer Gruppenkabine zur Verfügung stehen. 2019 würde die Feuerwehr gern über eine neue Drehleiter verfügen. Die alte sei zwar 27 Meter lang, bereite aber vor allem bei Einsätzen in der Innenstadt hin und wieder Probleme. Die neue Drehleiter, die sich Diesterhöft und seine Kollegen bereits ausgeguckt haben, verfügt über ein Gelenk, so dass sie über einem Hausgiebel abknicken kann. „Die ist zwischen 30 und 32 Meter lang.“

Die alte Drehleiter fällt zurzeit finanziell noch schwer ins Gewicht. 114 200 Euro sind im Haushaltsansatz 2017 für Wartung und Überprüfung der Elektronik angelegt, weitere 174 200 Euro für das Folgejahr, in der Planung für 2019 stehen 74 200 Euro bereit.Regelmäßige Kostenfaktoren sind aber auch immer wieder Geräte und Schutzausrüstung. Einen Großteil der bisherigen Geräte habe man bereits 2016 ersetzen können, teilt Joachim Bodendieck, Bereichsleiter Ordnung, mit. Da konnte die Feuerwehr 133 000 Euro investieren. Für 2017 stehen 45 500 Euro im Haushalt zur Verfügung, allein 10 000 Euro seien weiteren Atemschutzgeräten vorbehalten. Die Rest-Summe soll unter anderem in einen neuen Kompressor investiert werden, mit welchem Atemluftflaschen befüllt werden können.

Von Anna Paarmann