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Bereits im Herbst 2015 war das Grundstück an der Artlenburger Landstraße frei gemacht worden – in Adendorf befassen sich jetzt die Gremien mit den Plänen für eine Wohnbebauung.

Lücke in Adendorf soll bebaut werden

Adendorf. Eine Fläche von rund 16 000 Quadratmetern, gelegen zwischen Artlenburger Landstraße sowie Küchenschellenweg, Bergstraße und Turmweg, soll in absehbarer Zeit zusätzlichen Wohnraum für die Gemeinde Adendorf bieten: Gerodet worden war das Areal bereits Ende 2015 (LZ berichtete). In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Ausschuss für Umwelt, Ortsentwicklung und Bauen des Rat mit der Fläche.

Anders als die anliegenden Grundstücke, die Bestandteil des in den 1970er-Jahren aufgestellten Bebauungsplans Nr. 12 „Kirchweg West“ sind, war der Streifen an der Artlenburger Landstraße nur wenig bebaut worden. Die neuen Eigentümer des Areals haben auch neue Pläne – Einfamilienhäuser, möglicherweise Reihenhäuser oder Wohnungen sollen entstehen.

Pläne für neues Baugebiet vorgestellt

Adendorfs Bauamtsleiter Christian Ninnemann berichtete dem Ausschuss über die geplante „Nachverdichtung durch eine Neugliederung der Bauflächen“. Die beabsichtigte Änderung des Bebauungsplans erfülle zwar die Voraussetzungen für ein „beschleunigtes Verfahren“, die Verwaltung empfehle aber die Durchführung des herkömmlichen zweistufigen Verfahrens, so Ninnemann.

Ortsplaner Joachim Brammer vom Lüneburger Planungsbüro Patt stellte dem Ausschuss die Planungen für das künftige Baugebiet vor. In zwei Abschnitten seien Einfamilienhäuser mit Grundstücksgrößen von 500 bis 650 sowie 650 bis 750 Quadratmeter vorgesehen, in einem dritten Abschnitt größere Baukörper, die auch als Abschirmung zur viel befahrenen Artlenburger Landstraße dienen sollen.

Zu viele offene Fragen für eine Entscheidung

Die nächsten Planungsschritte, in diesem Fall den Vorentwurf zur Änderung des Bebauungsplans sowie die Durchführung der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung, wollte die Adendorfer Gemeindeverwaltung vom Ausschuss beschließen lassen – der hatte aber noch zahlreiche Fragen.
So bat Ronald Steinberg (SPD) um eine mit Höhenlinien versehene Karte des abschüssigen Geländes. Bärbel Sasse (Grüne) fragte nach einem Lärmgutachten. Hans-Dieter Wilhus (Aktive Bürger Adendorf Erbstorf) wies auf die Problematik der Erschließung über den Turmweg hin.

Zu viele offene Fragen, um den nächsten Planungsschritt zu beschließen, fanden die Ausschussmitglieder – zunächst soll in den Fraktionen und Gruppen weiter über die Änderung des Bebauungsplans Nr. 12. „Kirchweg West“ beraten werden. Schon in seiner Sitzung, am Dienstag, 14. Februar, 19 Uhr, diskutiert der Ausschuss für Umwelt, Ortsentwicklung und Bauen erneut über das Thema Kirchweg West.

Von Ingo Petersen