Donnerstag , 13. Dezember 2018
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Die grünen Spitzenkandidaten Dr. Julia Verlinden und Jürgen Trittin.
Die grünen Spitzenkandidaten Dr. Julia Verlinden und Jürgen Trittin. Foto: grüne

Lüneburgerin Verlinden Spitzenkandidatin der niedersächsischen Grünen für Bundestagswahl

Lüneburg/Hannover. Das hat für den Bundestag noch kein Lüneburger und keine Lüneburgerin geschafft: Julia Verlinden, Sprecherin für Energiepolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und Abgeordnete für den Wahlkreis Lüneburg–Lüchow-Dannenberg ist Sonnabend auf der Landesdelegiertenkonferenz in Hannover zur Spitzenkandidatin der niedersächsischen Grünen für die Bundestagswahl gewählt worden. Im Rennen um Platz eins auf der Landesliste setzte sich die Lüneburgerin gegen ihre Mitbewerberin Katja Keul aus Nienburg durch.

In einerPressemeldung heißt es: Den Delegierten habe Verlinden versprochen, die grünen Kernthemen in den Mittelpunkt des Wahlkampfs zu stellen. Die Verlindens Rede finden Sie am Ende das Artikel.

Energiewende, Klima- und Naturschutz und die Agrarwende sind unser grüner Markenkern. Weil wir hier die kompetenteste Partei sind und die besten Konzepte haben, werden wir gewählt“, sagte Verlinden in ihrer Bewerbungsrede. Als Umwelt- und Energieexpertin wolle sie diesen Themen ein authentisches Gesicht geben. „Nur mit uns Grünen im Bund gibt es einen Kohleausstieg. Und nur mit uns Grünen kann die Energiewende in Bürgerhand fortgesetzt werden. Dafür will ich kämpfen!“, kündigte Verlinden an.

Dem erstarkenden Rechtspopulismus setzte die Lüneburgerin das Engagement der Bürgerinnen und Bürger für eine offene Gesellschaft entgegen. „Viele Menschen in unserem Land merken gerade: Es geht jetzt wirklich um etwas. Es geht um nichts Geringeres als um unsere Demokratie, um den Zusammenhalt in Deutschland und in Europa.“ Hass und Ausgrenzung werde sie sich konsequent entgegenstellen. Ihre Erfahrung aus inzwischen 15 Wahlkämpfen will Verlinden nutzen, um gemeinsam mit vielen engagierten Grünen in ganz Niedersachsen für grüne Politik und gute Ergebnisse zu kämpfen.

Rede von Dr. Julia Verlinden

Energiewende, Klima- und Naturschutz und die Agrarwende sind unser grüner Markenkern – weil wir hier unangefochten die kompetenteste Partei sind. Deswegen werden wir gewählt. Damit mobilisieren wir unsere Anhängerinnen. Und ich will, dass wir nach der Wahl mehr Grüne aus Niedersachsen in den Bundestag schicken können! Wir Grüne werden da sowas von gebraucht. Deswegen: lasst uns diese grünen Kernthemen auch im Wahlkampf ganz nach vorne stellen. Und lasst uns das auch personell deutlich machen – mit mir, als Umweltexpertin auf Platz 1.

Wir kriegen in Umfragen große Unterstützung aus der Bevölkerung für unsere Forderungen: z.B. für eine konsequente Energiewende. Für ein Fracking-Verbot. Für eine humane Flüchtlingspolitik. Und für die Ehe für alle. Lasst uns diese Zustimmung zu grüner Politik auch zur Zustimmung an der Wahlurne machen! Wir Grüne haben eine andere Politik zu bieten. Eine solidarische Politik, eine enkeltaugliche, eine Politik für die Zukunft.

Niedersachsen ist das Zugpferd für ein gutes Ergebnis bei der Bundestagswahl – weil unsere Landtagsfraktion und unsere Landesministerinnen und –minister Tag für Tag zeigen, was Grüne Politik ausmacht.

Viele Menschen in unserem Land merken gerade: Es geht jetzt wirklich um etwas. Es geht um nichts Geringeres als um unsere Demokratie, um den Zusammenhalt in Deutschland und in Europa. Es geht um soziale Gerechtigkeit und den Schutz der natürlichen Ressourcen. Da darf sich niemand zurücklehnen, als ob ihn das alles nix angehe.

Immer mehr Menschen werden deswegen Mitglied bei uns. Weil sie wissen, dass wir zuverlässig Kurs halten und den Populisten entgegentreten. Und sie wissen auch: Für Umwelt- und Naturschutzpolitik zu kämpfen, wird uns keiner abnehmen, da sind wir Grüne gefordert. Denn wir sind das Original.

Spätestens seit dem Brexit oder Trump ist hoffentlich allen klar: Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob ich zur Wahl gehe!

Wir Grüne haben die letzten Jahrzehnte schon verdammt viel bewegt. Aber es gibt keinen Grund, nachzulassen – im Gegenteil: Es gibt noch viel zu tun.

Als energiepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion habe ich den letzten Jahren Stadtwerke besucht und Menschen kennengelernt, die Energiewende in den Regionen vorantreiben. Ich bin total begeistert von dem Elan, mit dem viele Leute den Klimaschutz vor Ort angehen: Während die Große Koalition in Berlin überlegt, wie sie die Mitmach-Energiewende blockiert, zeigen diese Menschen mit jedem neuen Projekt von unten „Wir sind die Energiewende! Uns könnt Ihr nicht aufhalten! Wir machen weiter, egal welche Steine ihr uns in den Weg rollt!“

Gerade wenn Bürgergenossenschaften Erneuerbaren Strom erzeugen oder Wärmenetze betreiben, ist das ein entscheidender Beitrag für eine andere, für eine solidarische Wirtschaft. Und nur mit uns Grünen im Bund kann das Erfolgsrezept Bürgerenergiewende fortgesetzt werden. Dafür will ich kämpfen!

Seit 18 Jahren bin ich Mitglied bei den Grünen. Noch viel länger bin ich Teil der Umweltbewegung. Zusammen mit unseren Verbündeten können wir viel erreichen.

Z.B. hat sich die Ausdauer der Umweltverbände und Initiativen gegen Fracking gelohnt. Ich stimme Birgit in vielen Punkte zu. Deswegen haben wir das Gesetz der Bundesregierung nicht unterstützt. Und, liebe Freundinnen und Freunde, ihr wisst genau, wie maßgeblich ich daran mitgewirkt habe, dass die Bundestagsfraktion sich so eindeutig positioniert gegen Fracking. Ihr wisst, dass wir ein grünes Fracking-Verbotsgesetz im Bundestag eingebracht haben und die Abgeordneten von SPD und CDU damit gestellt haben. Zuhause im Wahlkreis erzählen die immer, dass sie gegen Fracking sind – haben dann aber keinen Arsch in der Hose, unserem Gesetz zuzustimmen!

Gemeinsam mit den Umweltverbänden und den Initiativen haben wir geschafft, dass es nun immerhin Regeln gibt, wo vorher nur eine juristische Grauzone war. Auch einige Verschärfungen für die Erdgasindustrie haben wir durch die Zusammenarbeit zwischen Partei und Umweltszene erreicht. Natürlich hätten wir uns da noch mehr gewünscht. Aber als Opposition hat unser Druck was bewirkt. Es gibt zwar noch kein umfassendes Fracking-Verbot. Noch nicht! Aber es ist doch klar: wir bleiben dran!

Liebe Freundinnen und Freunde,

andere versuchen, soziale Gerechtigkeit und Ökologie gegeneinander auszuspielen. Dabei bedingt das eine natürlich das andere! Wir Grüne übernehmen hier Verantwortung – auch global.

Vor einigen Wochen hatte ich Besuch von einer Gruppe Geflüchteter. Die haben mich gefragt: Julia, Warum hast Du eigentlich Umweltwissenschaften und nicht Menschenrechte studiert? Da habe ich geantwortet, dass saubere Luft und sauberes Wasser auch ein Menschenrecht ist. Dass ein sorgsamer Umgang mit unseren Ressourcen im besten Fall Kriege und Menschenrechtsverletzungen verhindert. Dafür gab es dann spontanen Applaus.

Ein Paradebeispiel für die Verknüpfung von Sozialem und Ökologie ist unser Aktionsplan „Faire Wärme“, den ich für die Bundestagsfraktion mit entwickelt habe. Damit zeigen wir ganz klar, dass bezahlbares Wohnen und Klimaschutz kein Widerspruch ist, wie es uns die Lobbyisten gerne weiß machen wollen.

Wir haben dafür viel Lob und Unterstützung bekommen, allen voran vom Handwerk. Hier habe ich bewiesen, dass ich auch die ganz dicken Bretter bohren kann und mich erfolgreich um unerwartete Verbündete bemühe – wie z.B. die Schornsteinfeger. Die bringen ja bekanntlich auch Glück.

Eine große Herausforderung ist, die Mobilität zukunftsfähig zu machen, statt blind unnötige Autobahnen zu bauen wie die A39 und A20. Nur wir Grüne sehen dabei das ganze Bild – auch im ländlichen Raum. Denn die Lösung ist deutlich vielfältiger als einfach auf Elektro-Autos umzusteigen. Ich find es toll, was Ihr da vor Ort schon alles auf die Beine stellt, wie Bürgerbusse und Mitfahrerbänke. Und es ist wichtig, weiter für die Reaktivierung von Bahnstrecken zu kämpfen.

Auch unsere grüne Rolle bei der Agrarwende ist vielschichtig: Zum einen sind Landwirte wichtige Partner bei der Energiewende: Denn die Hälfte der Solarstromanlagen stehen auf Scheunendächern, und viele Windräder werden gemeinsam von Bauern errichtet. Schließlich ist die Landwirtschaft auch bereits heute von den Auswirkungen der Klimakrise direkt betroffen.

Zum anderen sorgt Grüne Politik aber auch konsequent dafür, dass die Landwirtschaft mehr Verantwortung für Tierschutz, Biodiversität, Naturschutz und gesundes Essen übernimmt. Wir wollen keine Tierfabriken, keine Gülleseen und kein Bienensterben mehr!

Mit voller Rückendeckung meiner beiden Kreisverbände Lüneburg und Lüchow-Dannenberg trete ich als Kandidatin in einem starken Wahlkreis an. Dort gewinnen wir zusammen mit den vielen tollen Kommunalis als konsequente und authentische Grüne.

Natürlich ist der verantwortungsvolle Umgang mit dem Atommüll dabei ein Schwerpunkt. Wir alle wissen, das Gorleben als Standort nicht geeignet ist. Wir wollen aber auch keiner anderen Region ein ähnliches Desaster von Lug und Trug zumuten. Deshalb brauchen wir eine transparente und ehrliche Standortauswahl anhand von wissenschaftlichen Kriterien. Deswegen hab ich mich auch kritisch in die Arbeit der Atommüll-Kommission eingebracht.

Liebe Freundinnen und Freunde,

es ist natürlich klar: Wer mit uns Grünen Koalitionsgespräche führen will, der kommt am Kohleausstieg nicht vorbei. Er wird mit uns nicht mehr über das OB, sondern nur noch über das WIE des Kohleausstiegs verhandeln. Denn Klimaschutz ist für uns absolute Bedingung. Das Überleben auf diesem Planeten ist für uns nicht verhandelbar!

Liebe Freundinnen und Freunde, vor uns liegt ein herausfordernder Wahlkampf. Trotz Fakenews und Socialbots: Die Kommunikation über Twitter und Facebook wird auch für unsere Wählerinnen und Wähler zunehmend wichtiger, ob wir das gut finden oder nicht. Auch im Netz müssen wir Hass und Hetze entgegen treten. Wir erreichen über social media auch zahlreiche Verbündete und wichtige Multiplikatoren für unsere Forderungen. Aber genauso wichtig ist natürlich der direkte Dialog – im Haustürwahlkampf, an den Infoständen, bei Veranstaltungen. Und ihr kennt mich: Genau das ist mein Ding.

Ich freu mich riesig, mit Euch zusammen einen inhaltlich überzeugenden, den Menschen zugewandten, selbstbewussten und zuversichtlichen Wahlkampf zu führen. Für eine attraktive grüne Zukunft. Ich freu mich über Eure Unterstützung! Vielen Dank.

13 Kommentare

  1. Ist das unabhängige und überparteiliche Berichterstattung oder vielleicht doch ein bisschen versteckt Wahlwerbung. Ungewöhnlich ist es schon dass eine komplette Rede einer Spitzenkandidatin von der Landesdelegiertenkonferenz abgedruckt wird. Es hat ein gewisses Geschmäckle.

    • Sagen Sie mir, wann das letzte Mal eine Lüneburger Bundestagsabgeordnete auf Listenplatz 1 gelandet ist?
      Eben, noch nie.
      Ungewöhnliche Ereignisse erfordern auch mal Ausnahmen. So kann jeder sehen, warum Frau Dr. Verlinden da gelandet ist und sich ein Urteil erlauben. lg hhjenckel

      • Würde das auch beim 1.Listenplatz eines AfD Politikers aus Lüneburg gelten oder hängt es doch von der Politischen Färbung ab?

  2. Es geht um soziale Gerechtigkeit , ach was. Als Partei der Besserverdienenden ein leichter Spruch. Wieviel will man denn von den eigenen Pfründen abgeben? Frau Dr., Schaumschläger haben wir in allen Parteien. Die es wirklich ernst damit meinen weniger. Sie wollen unsere Kinder in den Krieg schicken, wie die FDP CDU SPD usw. Was ist daran sozial Gerecht? Kinder von Akademikern stehen sehr selten im Krieg an der Front. Ihr habts schon mal mit Hartz Iv bewiesen ,was ihr unter sozial versteht. Die SPD ebenfalls. Was soll also daran so toll sein, wenn die SPD mit den Grünen regiert? Kitaplätze sind immer noch von den Eltern zu bezahlen. Ein Herr Mädge verdrückt gerade Tränen deswegen, regiert aber gerade mit rot-grün. Warum das ganze Theater? Locken Futtertröge? Mit Herzl. Grüßen Frau Dr. Verlinden. P.S. Sandmännchen gab es im Ost und im West-Fernsehen.

  3. Den Zusammenhalt in Deutschland konnte man gerade mal wieder in Oberhausen beobachten, dort hielt der türkische Ministerpräsident Yilderim eine umjubelte Wahlkampfrede für die weitere Abschaffung der ehemaligen türkischen Demokratie. Was diese Art der Zuwanderung für Konsequenzen für unser Land haben wird kann sich ein kritischer Bürger an 10 Fingern ablesen. Das diese Leute sich nicht assimilieren werden und zum Zusammenhalt unseres Landes beitragen werden kann keiner mehr bezweifeln. Durch den Doppelpass werden an jeder Ecke und bald auch in jeder Behörde Trojanische Pferde sein, die die Gesellschaft von Innen zerstören und zersetzen. Gruselig, bis die Grünen Tagträumer und Realitätsverweigerer etwas merken, ist unser Land nicht mehr Konsensfähig. Gewalt wird die Folge sein.

  4. Freuen wir uns doch, dass wir mit Julia Verlinden und Michèl Pauly zwei der begabtesten Nachwuchspolitiker der Republik für die Anliegen Lüneburgs und der Lüneburger arbeiten haben.

    • Dominik Bauer
      wenn es das übliche grüne akademische viertel ist, kann man es vergessen. ich bin für nachwuchs. ich bin aber auch dafür, dass die gesellschaft friedlich zusammen lebt und nicht übereinander herfällt.

  5. Energie- und Agrarwende, da sind die Grünen kompetent?
    Trittins Kugel Eis für die Energiewende…
    Künasts Energiewirte der Zukunft (Landwirte) sind die Buhmänner der Grünen von heute.
    Was die Grünen auf den Weg gebracht haben, das kritisiere die heute.
    Die Kritiker von damals hatten vermutlich doch recht, damals wurden diese von den Grünen als Lobbyisten betitelt.
    Und heute sind die, die die Grüne Politik umgesetzt haben die, die wieder Lobbyisten sind.

    Grüne Politik ist meist geprägt von markanten Schlagworten, ein wenig Populismus und kurzfristiger Sicht auf die Dinge, ohne die Folgen abzuschätzen.

  6. Frau Dr. Verlinden, Energie ist ihr Kernthema? Wie kernig ist denn die Tatsache, das Menschen , die sich keine Solarzellen auf dem Dach leisten können, es denen bezahlen müssen, die es können?

  7. grundsatzprogramm der günen. berliner programm.
    frau verlinden, wie nachhaltig sind solarzellen auf unseren dächern made in china?

  8. Frau Verlinden
    Haben Sie darauf eine Antwort?
    Biogas nach dem EEG – Chance für die Energiewende?
    renergie Allgäu im Gespräch mit der Staatsregierung – viele Fragen, noch keine Antworten

    „Wir sind uns des Problems durchaus bewusst“, erklärte Umweltwissenschaftlerin Kerstin Ikenmeyer vom Bayerischen Wirtschaftsministerium. Eine Antwort darauf, wie es mit der Biogasbranche nach dem Ende des EEG weitergehen solle habe ich nicht.

  9. Frau Dr. Verlinden
    Allerdings hat die Gasindustrie inzwischen reagiert und biologisch vollständig abbaubare Fracking-Flüssigkeiten entwickelt. Auch deshalb sieht die niedersächsische Landesregierung jetzt keine juristische Handhabe mehr, die Fracking-Anträge länger unbearbeitet zu lassen.

    „Das aktuelle Berg- und Umweltrecht enthält kein Verbot der Erdgasförderung und auch kein Verbot des Einsatzes der Fracking-Technologie“, stellte Wirtschaftminister Olaf Lies die Rechtslage klar: „Im Gegenteil: Das Bundesberggesetz von 1980 lässt der Bergbehörde kein Ermessen über die Entscheidung zu derartigen Vorhaben der Industrie.“

    Beobachter gehen deshalb davon aus, dass Erdgasbohrungen mit Fracking spätestens nach den niedersächsischen Kommunalwahlen am 11. September wieder aufgenommen werden.

  10. Es reicht nicht aus, Inhalte anderer Politiker lediglich danach auszusuchen, ob man darin nicht übereinstimmt oder selbst ein Monopol darauf habe.
    Wahlkampf soll auch neue unterrepräsentierte Wählergruppen mit ihren Bedarfen erreichen.
    Daher lehne ich abwertende, haßerfüllte Kommentare ab.

    Wie lauten die entscheidenden Aufgaben für eine Bundes-Partei, die sich nachhaltig und verstehbar den verbreiteten Bedarfen (Hoffnungen & Enttäuschungen, Zielen & Ängsten, Erfolgen & Verlusten) der Wahlberechtigten und ihren Milieus verpflichtet sieht?

    Wo muß eine Partei den Wahlberechtigten erreichen, abholen, bewegen, bestärke und entgegenkommen?

    Derzeit vor allem darin:
    1. Aufmerksamkeit für den Wahlkampf und Motivation zur Wahlbeteiligung zu stärken.
    2. Profile der Bundesparteien unterscheiden zu können.
    (Was sind die den Wähler betreffenden zentralen Unterschiede und Gemeinsamkeiten?)
    3. Aussagen der Politiker zu überprüfen, ob sie relevant und wahr sind.
    4. Parteivertreter zu erreichen und Feedback zu geben.
    5. Persönliche Erlebnisse und Bedarfe in ihrer politischen Sinnhaftigkeit anzuerkennen.
    6. Politikern und Zeitgenossen die eigenen Lebenslagen und Bedarfe klar zu vermitteln.
    7. Zur Wahl zu gehen.
    8. Nachzuverfolgen, wie die Wahlprogramme in Regierung oder Opposition umgesetzt werden.
    9. Regioniale, Landes-, Bundes-, Europa- und globale Ebenen zu unterscheiden und in ihrer Verknüpfung erkennen.
    10. Möglichkeiten erkennen, sich aktiv in Politik einzumischen.