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Nördlich des Wohngebiets Bei den Eichen, dort, wo sich heute noch ein Teil des Golfplatzes befindet, soll nach dem Willen des Investors, wenn es der Gemeinderat zulässt, ein weiteres Wohngebiet entstehen. Foto: t&w

Streit um große Grundstücke

Von Ingo Petersen
Adendorf. Die Ausweisung eines neuen Baugebiets nördlich des bestehenden Viertels „Bei den Eichen“ in Adendorf ist ein kleines Stück vorangekommen: In seiner jüngsten Sitzung empfahl der Ausschuss für Umwelt, Ortsentwicklung und Bau dem Verwaltungsausschuss dem Vorentwurf des Bebauungsplans Nr. 41 „Nördlich Rehkuhle“ zuzustimmen und gleichzeitig die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung und die frühzeitige Beteiligung der Behörden und der „Träger öffentlicher Belange“, etwa Umweltverbände, Energieversorger oder Entsorger.

Neues Baugebiet soll entstehen

Zwischen Moorchaussee im Westen, Bei den Eichen im Süden, Kreisstraße 30 im Norden und dem Golfplatz im Osten soll das neue Baugebiet entstehen. Voraussichtlich 18 Baugrundstücke mit großzügigen Ausmaßen sind vorgesehen. Über Firsthöhen, die Anlage eines Wanderwegs und eines bepflanzten Schutzstreifens zum bestehenden Baugebiet Bei den Eichen diskutierten die Ausschussmitglieder. Grundsätzliche Probleme mit dem neuen Baugebiet hatte Markus Graff (Linke). „Was um Himmels willen hat den Adendorfer Gemeinderat geritten, für dieses Gebiet einen Bebauungsplan aufstellen zu wollen?“, kritisierte er den alten Rat, der das Projekt in Gang gebracht hatte. Und er sprach sich gegen die üppigigen Grundstücke von bis zu 1900 Quadratmetern aus.

Bürgermeister Thomas Maack wies auf die Aufgabe der Gemeinde hin, Wohnraum für unterschiedliche Bedürfnisse zu schaffen. Er sei überzeugt, dass es eine Nachfrage nach Grundstücken in dieser Größe gebe. Den Bedarf nach weiterem Wohnraum, auch „für gehobene Verhältnisse“, unterstrich Gunther von Mirbach (CDU).

Große Grundstücke „nicht mehr zeitgemäß“

Kritisch äußerte sich Hans-Dieter Wilhus (ABAE): „Das ist ein Golfplatz.“ Auch der Umweltbeauftragte Udo Marzinowski steht dem Bebauungsplan „eigentlich negativ“ gegenüber, steuerte aber Anregungen bei: Er halte die großen Grundstücke für „nicht mehr zeitgemäß“, sprach sich für einen Wanderweg entlang der Erschließungsstraße zum neuen Baugebiet aus, plädierte für eine Pflicht, zwei Bäume pro Grundstück pflanzen zu lassen. Mehrheitlich brachte der Ausschuss die weitere Planung für das künftige Baugebiet auf den Weg.

Noch einmal zur Beratung in die Fraktionen gegeben wurde dagegen vom Ausschuss die Änderung des Bebauungsplans Nr. 12 („Kirchweg West“), gelegen zwischen Artlenburger Landstraße, Neue Straße, Kirchweg und Bergstraße. Auch dort soll ein neues Wohngebiet mit bis zu 34 Wohneinheiten entstehen. Strittigster Punkt ist die Erschließung über die Artlenburger Landstraße, die von der Stadt Lüneburg laut Adendorfs Bürgermeister Maack bereits „grundsätzlich abgelehnt“ worden ist.