Donnerstag , 20. September 2018
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Die beiden Alpakas aus Ochtmissen haben sich bereits mit ihren neuen Begleitern angefreundet. Foto: nh

Lämmer statt Alpakas

Von Alexander Hempelmann
Lüneburg. Die baulichen Veränderungen lassen noch auf sich warten, doch beim Lebendinventar gibt es schon eine Rotation: Im Tiergehege in Ochtmissen gibt es Nachwuchs. Drei Lämmer sind in der vergangenen Woche zur Welt gekommen und jetzt Attraktion für viele Kinder aus der Umgebung. Dagegen sind zwei Stammgäste ausgezogen: Die beiden Alpakas haben in Bad Bodenteich eine neue Heimat gefunden.

Das Schulbiologie- und Umweltbildungszentrum (Schubz) hatte das Gehege am Ochtmis-ser Wäldchen vor einigen Monaten übernommen. Zuvor hatte sich ein Förderverein um das Areal und seine Bewohner gekümmert. Das Schubz hat große Pläne, möchte das einst von Christa Umland-Türke gegründete Gehege zu einem Arche-Park machen — mit Schülerlaboren und heimischen Tieren. Die beiden Alpakas passten da nicht recht ins Konzept, die Lama-ähnlichen Tiere kommen schließlich ursprünglich aus den südamerikanischen Anden. Eigentlich sollten sie in Göttingen eine neue Heimat finden, nun sind sie in Bad Bodenteich untergekommen. Schubz-Leiter Dr. Frank Corleis sagt: „Wir haben die beiden Tiere jetzt dorthin gebracht. Ihr neues Zuhause ist eine Farm mit acht anderen Tieren. Ich bin glücklich, dass wir für unsere sehr alten Alpakas eine gute Unterbringung gefunden haben. Zumal es ja auch Herdentiere sind, sie bei uns allein waren. Ich habe eben erst einen Anruf bekommen, dass sich die Tiere beschnuppert haben und offenbar gut vertragen.“

Bauarbeiten sollen im Frühsommer starten

Gefreut hat sich Corleis auch, dass jetzt die ersten Lämmer seit der Übernahme durch das Schubz in Ochtmissen zur Welt gekommen sind. „Heute Mittag waren wohl geschätzte 100 Leute vor Ort und haben in kurzer Zeit die Kleinen begrüßt.“ Sie sollen sich künftig neben anderen alten Haustierrassen wie Bent­heimer Landschweinen und Hühnern heimisch fühlen, das Areal soll nicht mehr nur Anlaufpunkt für Spaziergänger sein, sondern auch vermehrt von Schulen genutzt werden.

Dazu plant das Schubz Investitionen in Höhe von rund 200.000 Euro, entsprechende Fördermittel sind beantragt. Ein großer Garten soll angelegt und ein Pavillon für Lehrveranstaltungen gebaut werden. „Wir hoffen, dass wir im Mai oder Juni starten können — vorausgesetzt dann ist das Geld da.“

One comment

  1. Ich hoffe nur das ich als Spaziergänger und Hobby Fotograf noch weiter die Tiere sehen bzw. fotografieren kann bzw. darf.